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BEKO-HV: "1 Weckerl pro Person!"

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6. Februar 2011 22:09

postings[20]


Von der BEKO-HV am 4.2.11 um 10:30 Uhr


Immer öfter frage ich mich, ob der Besuch von Hauptversammlungen die viele Mühe überhaupt wert ist. Man muss sich einen Urlaubstag nehmen, und man muss sich immer öfter über extrem unfreundliches Personal ärgern. Ergebnis: Man verläßt die Veranstaltung mit viel Ärger und Wut im Bauch.

Aber auch wenn man nur schlechte Eindrücke von einer Firma gewinnt, so muss ich objektiv zugeben, dass es wertvolle Erkenntnisse sind, die ich gewinne. Während die offiziellen Journalisten und Journalistinnen oft hofiert und belabert werden, um ihren Blick von der Realität wegzulenken, insbesondere den Blick auf die kleinen wesentlichen Dinge, wie professionell oder unprofessionell die Firma insgesamt auftritt, wird dem Gemeinen Kleinaktionär unzensiert die schockierende nackte Wahrheit offenbart. Und das ohne jeglichen Genierer.

Wenn eine Firma nicht einmal dem Häufchen von braven Kleinaktionären ein Mindestmass an Etikette entgegen bringen kann, wie sie auf der BEKO-Hauptversammlung erschienen sind (also kein Rasinger, kein Berger, kein Stockhandl, überhaupt keine kritischen Fragen, keine Beschwerden, keine Wünsche), dann will ich mir gar nicht erst ausmalen, wie sie ihren Kunden und Geschäftspartnern gegenüber treten. Aktionäre sind immerhin die Eigentümer, die schnauzt man nicht an. Und schon gar nicht attackiert man jemanden während des Essens. Das ist eine Unsitte, die immer mehr um sich greift, dass es sich manche Menschen nicht verkneifen können, andere Menschen zu beleidigen, selbst wenn der Chef diese persönlich zum Imbiß eingeladen hat.

Wir sind nicht unaufgefordert zum Buffet gegangen. Nach immerhin fast 2 Stunden Hauptversammlung, die reibungslos über die Bühne gegangen ist, weil es praktisch keine Wortmeldungen gegeben hat (außer ein kurzes Statement zur Unvereinbarkeit der Positionen als Abschlussprüfer und gleichzeitig Spaltungsprüfer), sind wir ganz offiziell zum "Imbiß" eingeladen worden.

Wir waren etwa 45 Aktionäre, aber so grob geschätzt gab es dreimal so viele belegte Weckerl wie Menschen, und es gab auch Dessertteller, wo drei Weckerl drauf paßten. Niemand hat zu diesem Zeitpunkt gesagt, dass lediglich ein einziges Weckerl pro Person zulässig ist. Also hat praktisch jeder von uns drei Weckerl auf seinen Teller getan. Kleine Weckerl nur, aber da es nicht Unmengen davon gab, haben wir uns auf drei Weckerl pro Person beschränkt. Auch wenn man von drei Weckerln nicht satt wird, aber solange nicht sicher ist, dass noch was nachkommt, dachte ich, dass es unhöflich ist, mehr als drei Weckerl zu nehmen. Ich hatte den Eindruck, die meisten anderen Aktionäre denken genauso.

Als nur noch drei Weckerl auf dem Tablett am Gang waren, hat die Frau von BEKO diese auf ihren Teller geladen und die Umstehenden mit strafendem Blick angesehen. Sollte wohl heißen: "Mehr habt Ihr nicht übrig gelassen?" Sie hat diese drei Weckerl vor den Aktionären in Sicherheit gebracht, ist danach zurückgekehrt, um einen der Umstehenden zu attackieren, der vor lauter Reden noch nicht zum Essen gekommen war, der die Beweisstücke also noch auf seinem Tellerchen liegen hatte: "An und für sich ist nur ein Stück pro Person vorgesehen!"

Dann ist ein Aktionär mit der Frage an sie heran getreten, ob noch etwas nachgebracht würde. Auf diese Frage hat sie offenbar nur gewartet, denn für alle laut hörbar, aber für die unmittelbar daneben Stehenden am allerlautesten, hat sie geschimpft, dass "drei Stück pro Person" gebracht worden seien, dass aber welche "fünf Stück aufgetürmt" hätten. Sie hat also alle, die etwas auf dem Teller hatten, dafür verantwortlich gemacht, dass der eine Aktionär kein Weckerl oder kein weiteres Weckerl mehr (ich weiss ja nicht, ob er nicht eh schon drinnen von den anderen Tabletts gegessen hatte und noch immer hungrig war, genauso wie wir anderen, ich war ja am Gang) bekommen hat. 

Vorschlag für den Umgang mit Weckerln, die man den Aktionären nicht vergönnt: Einfach bei der Einladung schon dazu sagen, dass jeder Aktionär sich nur ein Weckerl nehmen darf, oder halt drei Weckerl (bezüglich des Limits gab es ja zwei verschieden lautende Aussagen), oder einen Hinweis auf einem A4-Zettel anbringen, dass nur die Entnahme eines einzigen oder eben von drei Weckerln zulässig ist. Die Aktionäre werden sich devot daran halten, wie sie sich immer an alle Vorschriften halten, die ihnen gemacht werden, sie sind ja keine Menschen, die unbedingt Streit suchen.

Oder aber, wenn man ihnen die drei Weckerl schon nicht vergönnt: Einfach niemanden zum Buffet einladen! Den Aktionären ist das sicher lieber, als im nachhinein dafür beschimpft zu werden, dass sie der Einladung Folge geleistet haben.

Wie die Frau von BEKO es uns ätschibätsch eh ordentlich reingesagt hat, dass die Vorstände gar nicht drauf angewiesen sind, dass wir ihnen etwas übrig lassen: "Nicht einmal die Vorstände haben noch gegessen! Aber die gehen eh essen!" Also zfleiß gehen sie jetzt in ein sündteures Restaurant, wollte sie uns wohl sagen, weil wir ihnen nichts übrig gelassen haben.

Auf die Vorstände hätten wir übrigens eh gewartet. Sie wollten uns ja am Buffet noch Rede und Antwort stehen. Damit wir drinnen auf der Hauptversammlung nicht soviel zu fragen brauchen. Aber dann waren sie unauffindbar, angeblich auf einer wichtigen "Vorstandssitzung". Aber so lange warte ich nicht auf sie. Wenn uns schon nach wenigen Minuten am Buffet bedeutet wurde, dass wir hier unerwünscht sind.

Zur Hauptversammlung selbst: Es wurden viele Zahlen vorgetragen, die ich jetzt nicht alle nachgerechnet habe, ich kann dazu also erst etwas sagen, wenn ich die Unmengen Papier durchgeackert habe, die ich mitbekommen habe. Die AG jedenfalls habe eine satte Eigenkapitalquote von 94%, 33 Firmen seien vollkonsolidiert, 10,2 Mio. Euro Firmenwertabschreibung sei den Firmen Brainforce (5,3 Mio.) und Triplan (4,9 Mio.) zu verdanken.

Die BEKO-Firmen würden zu 100% in der AG verbleiben, auch 11,1% an der All for One Midmarket AG, 9,9% an Teletrader und 1% an Brainforce. Herr Ing. Kotauczek sprach von einer "Back to the roots"-Strategie (also kleiner werden), von "BEKO bunt" mit den Vorteilen KONZENTRATION, STRAFFUNG und VEREINFACHUNG. Der deutsche Markt bringe BEKO nichts mehr, hieraus wolle man sich (mit Ausnahme von Bayern) zurückziehen, man wolle sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren, BEKO sei immer eine "themenbezogene Finanzholding" gewesen, hätte "nie eine Industrieholding" sein wollen. Als Holding habe man "auch praktisch keine Eigenressourcen", die Holding bestehe nur aus dem Vorstand, müßte alle Ressourcen zukaufen.

Die neu entstehende CROSS Informatik GmbH wird 8,243.448 Aktien der Brain Force Holding AG, 3,008.336 Aktien der All for One Midmarket AG und 4,126.128 Aktien der Triplan AG erhalten. 

Bei BEKO bleiben 153.868 Aktien der Brain Force Holding AG, 540.000 Aktien der All for One Midmarket AG und 1,035.157 Aktien der Triplan AG.

Die CROSS Industries AG wird 73,59%, die Opportunity Beteiligungs AG wird 26,41% an der neu entstehenden CROSS Informatik GmbH besitzen.

Die Streubesitzaktionäre werden durch das Auscheiden der CROSS-Gruppe statt 3,54% nun 7,8% an BEKO besitzen. Es wäre aber sicher vermessen zu hoffen, dass sie dann besser behandelt werden.

Aktionären, die der Spaltung nicht zustimmen, wird eine Barabfindung von 3,035 Euro angeboten, plus die Übernahme der Übertragungskosten. Ohne Frage nehme ich das Angebot an, das frei werdende Geld werde ich vielleicht in Brain Force investieren, die dürfen immerhin auf eine "industrielle Führung" hoffen, "Finanzholding" bin ich selber. Was den Streubesitzanteil noch weiter schmälern und den übrig gebliebenen Streubesitzaktionären ein noch feindlicheres Umfeld bescheren wird. 

Ja, über die Kosten so einer AG wurde auch gejammert. Also, da wär´s auf ein paar Brötchen mehr um 1,70 Euro pro Stück oder so auch nicht mehr angekommen. Viele Aktionäre müssen ohnehin schon für ihre Stimmkarte 18 Euro bezahlen. Und wäre ich Aufsichtsratsvorsitzender oder Vorstand oder Sekretärin oder sonstwas in der Firma, ich würd mir 5 schöne Wecken Brot kaufen, wenns sein muss sogar vom Ströck oder Felber, und 20 Packungen Aufstrich, vom Liptauer bis zum Krenaufstrich, ich würd alle Brote selber aufstreichen, dann kostet mich ein Gast auch keine 3 Euro pro Person, und ich brauch nachher nicht über die schimpfen, die sich getraut haben, aufgrund meiner Einladung auch wirklich zuzugreifen. Und alle sind glücklich.







Ab hier fand man sich schon zurecht. Aber das BEKO-Gebäude war nicht leicht zu finden, wenn man von hintenrum kam, so wie man die Karl-Farkas-Straße am Stadtplan gefunden hat, bei Intercell vorbei.
Ab hier fand man sich schon zurecht. Aber das BEKO-Gebäude war nicht leicht zu finden, wenn man von hintenrum kam, so wie man die Karl-Farkas-Straße am Stadtplan gefunden hat, bei Intercell vorbei.

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"Otto Normalinvestor" ist das Pseudonym eines BE-Lesers (Name der Redaktion bekannt)

  • 2011-02-07 10:48:22
    penunce

    Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    ..und das anschließende Buffet!

    Ich kann von ähnlichen Gegebenheiten am Buffet, bei HV´s, Aktionärstag und auch Roadshows, welche ich hin und wieder besuche, folgendes ergänzen;

    es gibt professionelle Besucher, sie platzieren sich zumeist gleich zu Beginn der Veranstaltung am Ausgang zum Buffet, welche ausschließlich zum Schmausen gekommen sind.
    Es werden Unmengen von Speisen auf die Pappteller geladen und zumeist verlieren diese Leute am Weg zum Stehtisch auch etwas, weil der Karton statisch auf solch eine Menge nicht konzipiert ist.
    Manche "bedienen" sich zu zweit und gehen systematisch vor, einer trägt zwei übervolle Teller mit der/den Hauptspeisen, der/die Zweite bereits das Dessert! Das Besteck trägt meist der männliche Teil der "Aktionäre" in der Einstecktuch-Tasche des Sakkos und wenn dann alles an Ort und Stelle ist, geht wieder einer der Beiden zurück zum Buffet um sich die passenden Getränke zu holen.
    Mit eigenen Augen konnte ich beobachten dass eine ungeheuer dicke Frau, Mehlspeisen in ihre Tasche steckte um für den Nachhauseweg gerüstet zu sein, ihr spindeldürrer Begleiter sah ihr wohlwollend dabei zu.:-)

    Man fühlt sich in die dritte Welt versetzt, wo Hunger und Elend herrschen...

    Die Unternehmen können sich das sehr wohl leisten, darauf sollte es nicht ankommen.

    Nachdem ich zumeist ein Glas Bier oder Rotwein trinke und nichts vom Buffet nehme, kann ich das alles locker und entspannt beobachten und komme so auch zu einen von mir gewünschten Gespräch mit einem leitenden Angestellten des für mich interessanten Unternehmens.


    antworten

  • 2011-02-07 11:01:27
    Otto Normalinvestor

    Re(1): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    Was Du beobachtet hast, das gibt es wirklich, und das gibt es regelmäßig :-)

    Darum war es mir auch so wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich bei den BEKO-Aktionären um ganz "brave", also unauffällige Aktionäre gehandelt hat.

    Die "ungeheuer dicke Frau" kenne ich wahrscheinlich auch, über den Winter in der buffetlosen Zeit hat sie aber ordentlich abgemagert ... so gegen Mai und Juni wird sie wohl schon wieder besser ausschauen :-)

    Aber grundsätzlich sollte man allen Aktionären, die man ja auch zum Buffet eingeladen hat, ein Mindestmass an Höflichkeit entgegenbringen. Die Behandlung der Aktionäre kann man nicht auf Investor Relations beschränken, das gehört sehr wohl auch zu den Public Relations. Es sind bei manchen Firmen auch Abgesandte von Kunden unter den Aktionären, das möchte ich unterstreichen. Man sieht einem Menschen nicht auf den ersten Blick seinen Hintergrund an, daher sollte man besser zu allen freundlich sein, die man irgendwo im Leben trifft. Und auf so wichtigen Veranstaltungen erst recht.

    antworten

  • 2011-02-07 11:13:11
    penunce

    Re(2): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    Wie ich ja auch geschrieben habe solls den Unternehmen auf ein paar Hunderter mehr oder weniger wirklich nicht ankommen, geht es doch auch um das Renommee für die AG dabei.

    Aber einige Besucher stürzen sich kämpferisch auf die angebotenen Happen und beschmieren sich dabei gegenseitig, nicht selten kam es auch dabei zu Wortduellen, von "Unverschämtheit" bis hin zu "sie gieriges Ar...ch".

    Seitens des Gastgebers sollte man natürlich zuvorkommend und freundlich zu den Gästen sein, auch genügend anbieten und einzelne Auswüchse tolerieren und nicht gehässig und vorwurfsvoll kommentieren.

    Ja, man weis nie wer einem gegenübersteht!

    antworten

  • 2011-02-07 11:37:18
    Otto Normalinvestor

    Re(3): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    Für Auswüchse war einfach zuwenig an Speisen da :-), man konnte schwer gierig werden, wenn man annehmen musste, dass dann ein anderer zu kurz kommt, wenn man mehr als 3 Stück nimmt.

    Aber vor allem kommt es auf die Stimmung an und gar nicht auf das Geld, das man für ein Buffet ausgibt. Die Gäste merken ja, ob man ihnen jeden Bissen mißgönnt, oder ob man sie von Herzen gerne einlädt.

    Ist so wie auf Feiern im privaten Bereich: Wenn man einlädt, dann will man auch, dass die Leute kommen, sich wohlfühlen, beherzt zulangen. Will man das nicht, lädt man eh niemanden ein.

    Wenn ich jetzt 3 Euro pro Person und sicherheitshalber 50 Leute kalkuliere, so tische ich um 150 Euro auf, dass sich die Balken biegen, aufs Geld kommts da wirklich nicht an, und kein Gast würd bemängeln, dass das Brot vom Lidl ist, Hauptsache es kommt vom Herzen.

    antworten

  • 2011-02-07 11:57:26
    penunce

    Re(4): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    Vollkommen richtig und wenn etwas überbleiben sollte, dann gibt es genug Stellen wo man es zur Freude der Bedürftigen verteilen kann.

    Nur Kleinkrämer und geizige laden sich Gäste ein und bieten zu wenig für alle, oder man darf die geschenkte Flascherln der letzten Jahrzehnte konsumieren, zwei gleicher Abstammung gibt es zumeist nicht! brrr...

    Solls schon gegeben haben.:-)

    antworten

  • 2011-02-07 12:36:08
    Otto Normalinvestor

    Re(5): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...

    Ich bin da nicht mal heikel, ich esse und trinke eh alles, was von Herzen kommt, und wenns die geschenkten Flascherln der letzten Jahrzehnte sind, es offenbaren sich da manche Schätze, die der Gastgeber gar nicht kannte, weil er z.B. kein Weinliebhaber ist :-)

    antworten

  • 2011-02-07 13:00:29
    penunce

    Re(6): Gratulation, ein gelungener Bericht über eine HV...



    10Jahre und noch ältere Weisswein-Flaschen, haben höchsten Museumswert, zum Genuss sind diese "Schmankerl" zumeist völlig ungeeignet, noch dazu verschiedener Provenienz...

    antworten

  • 2011-02-07 11:56:15
    DOK

    Erinnert

    mich an meine Bundesheer-Zeit.
    Das Essen war meist nicht gerade eine kulinarische Offenbarung. Als es einmal besser mundete, gab ein Herr Jung-Korporal zum Nachtisch die Parole aus: "Nur ein Melonenstückchen!" (in Wiener Mundart a la E.Sackbauer)
    Werd`ich nie vergessen ...

    antworten

  • 2011-02-07 12:38:29
    Otto Normalinvestor

    Re(1): Erinnert

    Bundesheer vergeß ich auch nie :-)

    Gute Sachen waren nie da ... außer als wir mal die ganzen abgelaufenen Sachen in der Wirtschaftskammer entsorgen durften, da waren sie dann, die feinen Sachen, bis hin zu Schokolade, die man den Rekruten nie gegönnt hat.

    antworten

  • 2011-02-07 12:39:29
    Otto Normalinvestor

    Re(2): Erinnert

    Also die Kammer des Wirtschaftsunteroffiziers ... NICHT die gleichnamige Standesvertretung der Wirtschaft, stelle ich mal sicherheitshalber klar :-)

    antworten

  • 2011-02-07 12:46:52
    DOK

    Re(3): Erinnert

    Klar. Dr.L. wird wohl nicht nur Schokolade gebunkert haben für Re-Präsentationen ;))

    antworten

  • 2011-02-07 12:55:40
    penunce

    Re(2): Erinnert

    Ich war Schreiberling im Beschaffungsbüro und dem Koch beim Einkauf (Metzger usw..) zugeteilt, anschließend war ich dann Kellner im Offiziers-Kasino...

    Ich wusste mein Wissen sehr wohl zu nutzen und lebte "wie Gott in Frankreich"!

    Geld, kein Problem, Urlaubsschein, kein Problem!

    Das Ganze hat sich bereits vor Jahrzehnten in Salzburg abgespielt, ist also längst verjährt.

    Ich wurde anschließend in das "harte Berufsleben" zurückgestossen, denn trotz der Vorteile beim BH hat es mich nicht gereizt länger zu dienen!:-)

    antworten

  • 2011-02-07 13:17:05
    Otto Normalinvestor

    Re(3): Erinnert

    Ich weiss eh, dass man von denen an der Quelle Lebensmitteln genauso wie Kleidung günstig kaufen hat können ... aber das war mir zu unmoralisch, daran wollte ich mich nicht beteiligen. Also lieber hungern ...

    Aber ich weiß eh, dass mans mit meiner Einstellung beim österr. Heer nicht einmal zu einem einzigen Stern bringt :-)

    antworten

  • 2011-02-07 15:12:53
    Leopold Fried

    Re(4): Erinnert

    Dort wo ich beim Heer war, war das Essen im Allgemeinen gar nicht übel. Es gab dort auch einen Briefkasten, wo man Wünsche deponieren konnte. Das hat natürlich nie jemand gemacht, ich lange auch nicht. Dann habe ich mir einmal probeweise meine Lieblingsspeise gewünscht ... und wider Erwarten, keine zwei Wochen später, waren sie auf dem Speiseplan, herrliche Germknödel.

    Netterweise hat mir ein Kamerad aus dem Zimmer seine Essenskarte geborgt, und ich konnte gleich zweimal essen gehen.

    antworten

  • 2011-02-07 15:30:47
    Otto Normalinvestor

    Re(5): Erinnert

    Wünsche und Beschwerden wurden bei uns nur auf dem Dienstweg angenommen. Die musste man also dem direkten Vorgesetzten übergeben. Und der Otto mußte wenige Stunden später zum Rapport. Dort wurde ich gefragt, ob ich eh nichts dagegen hätte, dass meine Beschwerde zerrissen wird.

    antworten

  • 2011-02-07 15:31:49
    Otto Normalinvestor

    Re(6): Erinnert

    Trotzdem muss ich sagen: Je deftiger die Wortwahl im Beschwerdebrief ist, desto besser wird man danach behandelt :-)

    antworten

  • 2011-02-07 15:38:17
    penunce

    Re(5): Erinnert

    "Meine Gäste" als Kellner waren ausschließlich Offiziere, das Casino war rund um die Uhr geöffnet, und wenn die Chefs in der Nacht vom Stadtbummel wieder in ihr Quartier einrückten, dann waren sie meist besoffen und hungrig.

    Ich habe rasch gelernt diesen Umstand zu nutzen!

    Manche hatten sogar Schulden bei mir.:-)

    antworten

  • 2011-02-07 16:08:30
    Otto Normalinvestor

    Re(6): Erinnert

    Ja, bei uns die Offiziere haben sich auch einen Haufen Kellner und persönliche Assistenten gehalten.

    Da hat der grüne Pilz recht: Wozu das Heer so viele Kellner ausbildet, frage ich mich auch.

    antworten

  • 2011-02-07 16:42:34
    penunce

    Re(7): Erinnert

    "Ja, bei uns die Offiziere haben sich auch einen Haufen Kellner und persönliche Assistenten gehalten."

    Muss ja recht "warm" gewesen sein bei euch....


    antworten

  • 2011-02-07 16:47:41
    Otto Normalinvestor

    Re(8): Erinnert

    Da gab´s lediglich Gerüchte, erwiesen ist nichts.

    Unsereins hat sich von den Offizieren so weit wie nur möglich ferngehalten. Drum gab´s für uns auch keinerlei Vergünstigungen.

    antworten


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