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20. Juli 2010 12:37
Die Novelle zum Österreichischen Glücksspielgesetz hat die Pokerszene in Österreich in helle Aufregung versetzt. Der Gründer der Concord Card Casinos Peter Zanoni kämpft seit vielen Jahren für die Anerkennung von Poker. PokerNews hat Peter Zanoni zum Interview gebeten.
Welche Auswirkungen erwarten Sie durch die Novellierung des
Glücksspielgesetzes in Österreich?
Im Bereich der Automaten sehe ich eine massive Reduktion. In erster
Linie steht sicherlich der Spielerschutz im Vordergrund und mit
Sicherheit eine Marktbereinigung der illegalen Automaten.
Der Finanzminister wird zur Vergabe einer Konzession für
sogenannte Pokersalons ermächtigt, Anbieter müssen allerdings ein
Grundkapital von € 5,0 Mio. aufbringen. Wie viele Bewerber kann es
angesichts dieser Auflage ihrer Meinung nach überhaupt geben?
Wir rechnen mit neuen Anbietern aus dem europäischen Wirtschaftsraum.
Selbst das Grundkapital von 5,0 Mio. Euro wird nur wenige Bewerber
abhalten.
Die Konzession wird aller Voraussicht nach für Wien vergeben, wer
wird die Poker Kunden in Restösterreich betreuen?
Bei der Pokerkonzession handelt es sich um eine bundesweite Konzession.
Die genauen Rahmenbedingungen für die Durchführung respektive auch
Standortfragen können erst nach der Ausschreibung beantwortet werden.
Wie viele Arbeitsplätze in der Pokerbranche kostet das neue
Gesetz?
Das ist schwer abzuschätzen. Wenn bei der Vergabe der bundesweiten
Konzession auf die Marktgegebenheiten eingegangen wird, müsste es keine
Arbeitsplätze kosten.
Hat die Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer versagt?
Keineswegs, es ist schlussendlich auch der Hilfe der Wirtschaftskammer
zu verdanken, dass der Entwurf zum neuen GSpG 2008, welches ein Verbot
von Poker beinhaltete, nicht zum Tragen gekommen ist.
Wird sich das Ihr Unternehmen um eine Pokerkonzession bewerben?
Aus heutiger Sicht, ja.
Planen Sie das neue Gesetz vor dem EuGH anzufechten?
Auch diese Frage wird man erst beantworten können, wenn die
Ausschreibungsbedingungen für eine bundesweite Pokerkonzession bekannt
sind.
Vielen Dank für das Interview!





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