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Nur eine Stunde des Welt-Ölverbrauchs lief bislang im Golf von Mexico aus

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25. Juni 2010 13:21

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Börsennews.de mit gutem Rechenspiel:



"BP, Shell und die Rockefellers – der Kampf ums Öl läuft seit über 120 Jahren brutal

Wie lässt sich eine Katastrophe abbilden? Nach Tränen, Wut, Verzweiflung jener Menschen, die davon tragisch betroffen sind, den verendeten Tieren, der zerstörten Natur? Auf jeden Fall. Und dann gibt es da auch die Version der nackten Zahlen, die in ihrer Nüchternheit ebenfalls grausam sind. Das Börsenportal börsennews.de hat nun ausgerechnet, wie viel Öl bislang aus dem Ölbohrloch der gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon ausgetreten ist: Gerade einmal eine Stunde des weltweiten Verbrauchs könnte man mit dem seit dem 22. April 2010 ausgelaufenen Öl decken – genau 61 Minuten. 63 Tage Öl im Golf. 63 Tage furchtbare Bilder. Und doch ist es ein Wimpernschlag im gigantischen Energiebedarf dieser Welt. Ein Wimpernschlag der zur medialen Lawine wurde. Zeigt doch das Öl vom Golf, wie verletzbar die Menschheit, wie verletzbar Konzern-Giganten sind, wie British Petrol.
Der Börsenwert von BP hat sich in den vergangenen drei Monaten halbiert: Die Markkapitalisierung des kapitalistischen Schreckens beträgt derzeit 84.2 Mrd. €. Er lag mal bei über 160 Mrd. Die Aktie stürzte von 7,50 € auf 3,96 € ab. Die gesunkene Öl-Plattform ist zugleich Abbild des Turmbaus zu Babel der Superkonzerne. Noch 2009 erklärte CEO Tony Hayward mit 200.000 Barrel gefördertem Öl durch die Plattform Thunder Horse („Donnerpferd“), obendrein mit der jetzt untergegangenen „Horizon“, werde BP im Golf von Mexico die Nr. 1. „BP is back“, sagte er. Scheinbar war ihm der vierte Platz unter den größten Unternehmen der Welt nicht genug. Was sind 297 Mrd. € Umsatz und 17 Mrd. € Jahresgewinn bei Optionen nach mehr? Doch auf dem Olymp der Konzerngottheiten residieren schon zwei andere. Natürlich Öl-Konzerne. Auf Platz 1. Royal Dutch Shell, danach Exxon Mobil. Shell setzte vergangenes Jahr 371 Mrd. € um, mit 21 Mrd. € Gewinn, Exxon 358 Mrd. €, mit 37 Mrd. € Gewinn.
Ein näherer Blick auf Exxon ist auch angesichts der Katastrophe von BP besonders lohnenswert. Zeigt er doch, dass Größenstreben in der Öl-Industrie tiefe Wurzeln hat. 1882 gründete John D. Rockefeller die Standard Oil Trust. 30 Jahre später, 1911, ordnete der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten kartellrechtlich die Spaltung von Standard Oil an. Das Unternehmen war zu mächtig geworden, kontrollierte faktisch den gesamten Ölmarkt der USA. Als neue Firmen entstanden die “Standard Oil Company of New York“ (später: Mobil Oil) sowie die “Standard Oil of New Jersey“ (SO), welche als Esso weltbekannt wurde. 1999 durften die beiden Konzerne sich wieder vereinigen. Der Rockefeller-Clan war Anfang des 20. Jahrhunderts reicher als Bill Gates von Microsoft heute. Manche sagen, die Rockefellers wären noch heute über 100 Mrd. € schwer. Rockefeller wurde zum Sinnbild für Geld, symbolisch zementiert in den 30er Jahren im Rockefeller-Center in New York. Was viele nicht wissen: Die Urversion des Namens Rockefeller war Rockenfeller, eine Abwandlung des deutschen Worts Roggenfeld. Grund: Die Rockefeller-Vorfahren lebten im 16. Jahrhundert nicht am Golf von Mexiko, sondern in Deutschland, in Rheinland-Pfalz.
Nach Öl wird aber nicht nur im Golf von Mexiko gebohrt, sondern auch in Afrika. Shell und Exxon besitzen dort riesige Ländereien, zum Beispiel im Niger Delta in Nigeria. Dort seien, berichtete jetzt die International Herald Tribune, während deren Öl-Bohrungen in den vergangenen 50 Jahren 13 Millionen Barrel Öl in Flüsse und Landschaften geflossen. 260.000 Barrel pro Jahr. Bis heute. Wer schaut dort hin? Das Radar der Welt scheint hier nicht zu gehen. Tränen, Wut, Verzweiflung der Menschen dort, zählen hier nicht. Es war einmal in Amerika – so der Titel eines sehr guten Mafia-Films. Vielleicht sollte man die Story etwas umschreiben. Denn der Ölteppich im Golf von Mexiko ist zugleich eine historische Schablone für den alten U.S.-Traum nach immer mehr Wohlstand, der nun tragisch und gnadenlos seine apokalyptische Fratze zeigt. Insofern ist es auch ein Spiegel der amerikanischen Gesellschaft, nicht nur von BP. Vielleicht ist es letztlich ein Gnadenwink des Schicksals gegenüber Afrika – dass der Ölteppich nicht dort wabert, sondern vor der U.S.-Küste. Dort, wo der Öl-Wahn seinen Anfang nahm.

Die Entwicklung des Aktienkurses von BP finden Sie unter: http://www.boersennews.de/markt/akti... "





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  • 2010-06-25 15:02:30
    scherf.com

    Öl Katastrophe ist BP's schuld ...

    BP ist an der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko der Hauptschuldige, auch wenn man der einstigen MMS genauso Schuld zuschreiben muss. Doch es war BP die via Fahrlässigkeit und Geldgier (um ein paar Millionen zu sparen) nicht die notwendigen und üblichen Sicherheitsmassnahmen getroffen hat, d.h. sich nicht an die Regeln bzw. Vorschriften gehalten hat.

    Die Infrastruktur an der Golfküste ist sicherlich nicht mit dem Niger Delta zu vergleichen, und schlussendlich wird sich der Ölteppich bzw. dessen Resultate auch an den afrikanischen Küsten im Laufe der Jahre bemerkbar machen.

    Ja, vielleicht eine Stunde des weltweiten Ölverbrauches hört sich nicht viel an, genauso wie sich ein paar Gramm von verfeinertem Uran sich nicht viel im Vergleich der aufbewahrten zig-tausenden nuklearen Sprengköpfe auf der Welt anhört, ... aber es reichen eben ein paar Gram Uran um sogar zig-tausende Menschen im Nu zu töten.
    Und fast gleich ist es beim Ölausfluss im Golf von Mexico, ... das bisherige "Bisserl" (und es sind täglich bereits ca. 12-15 Mio. Liter giftiges Rohöl und dies nun seit mehr als 65 Tagen und voraussichtlich noch für zumindest ca. 45 Tage) hat jedenfalls ganze Gewerbe und Industrien ruiniert, .. und nicht nur für die heurige Saison, sondern für die nächsten Jahre bzw. für Jahrzehnte. Fischereibetriebe sind brach und praktisch Pleite; das Touristengewerbe in der Region weist gigantische Ausfälle auf und selbst wenn die Strände gereinigt werden, so wird der Ölgeruch viele, viele Jahre anhalten, ... eine Lösung wäre z.B. Sand aus der Sahara bzw. aus Saudi Arabien via den grossen Dryships an die Golfküste zu transportieren, um hier irgendwie wieder zumindest die Strände wiederherzustellen.
    Mehr könnte dazu gesagt werden.

    Auch die Umweltschützer sind daran schuld, dass es hochriskante Deepsea Water Drilling gibt, denn die wollten ja nicht die Shallow Water Bohrinseln oder wollten unbedingt karge Regionen wie in Alaska "schützen" und haben so die Ölfirmen von den nicht so riskanten Bohrmöglichkeiten vertrieben. Daher tragen die Umweltschützer genauso Schuld an diesem Unfall.

    Tatsache ist, dass die Welt sich im Laufe der Zeit auf alternative Energiequellen umstellen sollte, obwohl nicht damit zu rechnen ist, dass Erdöl als Energiewert in den nächsten paar Jahrzehnten nicht mehr existiert. Wind- und Sonnenenergie sind nur ein Teil alternativer Energiequellen. Auch die Infrastruktur in all unseren Lebensbereichen müsste für alternative Energien adaptiert werden, doch genau hier gibt es viele Hindernisse um dies konsquent durchzuführen. Im eher kleinen Europa ist es wahrscheinlich eher möglich hier die richtige Infrastruktur zu errichten, doch in den überdimmensionalen Regionen der USA bzw. Australien, Südamerika, usw. ist dies nur eine langwieriger Prozess der viele Jahrzehnte wenn nicht 1-2 Jahrhunderte dauern würde, sowie natürlich Unsummen (viele zig-tausende Milliarden, d.h. viele zig-Billionen) verschlingen würde.

    antworten

  • 2010-06-25 16:38:54
    HannsA

    DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!


    DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!

    Politiker fanden es "obszön", dass vom Energiemulti bezahlte Häppchen verspeist werden, "während Vögel und Meerestiere in klebriger Ölschlacke verenden".

    Tanken ist obszön !!!

    http://www.wallstreet-online.de/diskussion...

    http://www.spiegel.de/wirtschaft...

    antworten

  • 2010-06-25 16:46:56
    exxo

    Re(1): DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!

    jaja... schonmal s2m heute angeschaut?
    hat genausoviel minus wie bp

    antworten

  • 2010-06-25 16:50:52
    HannsA

    Re(2): DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!


    Für mich war es gut, das das GAP da heute zu ging ... hab damit gerechnet!

    Kiss-Back als Charttechnische bestätigung, ...

    Volumen hat nun ziemlich angezogen und freu mich auf die USA Perspektive in richtung Herbst!

    http://www.blm.gov/wo/st/en/p...

    antworten

  • 2010-06-25 16:53:14
    exxo

    Re(3): DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!

    "Für mich war es gut, das das GAP da heute zu ging ... hab damit gerechnet!

    Kiss-Back als Charttechnische bestätigung"


    glaubst du...

    antworten

  • 2010-06-25 16:54:37
    HannsA

    Re(4): DAS ENDE DES ÖLZEITALTERS !!!


    und was glaubst DU?

    antworten

  • 2010-06-25 20:36:16
    Otto Normalinvestor

    Die Umweltschützer sind schuld!?

    Nennt man solche Scherf-Schmähs eigentlich nur Unsinn oder doch eher Chuzpe? :-)

    antworten

  • 2010-06-25 20:51:45
    scherf.com

    Re(1): Die Umweltschützer sind schuld!?

    Die Logik: Umweltschützer haben z.B. in Österreich unnötigerweise bzw. aus Dummheit das Atomkraftwerk Zwentendorf verhindert, was natürlich nicht nur ein Vermögen den österr. Steuerzahlern gekostet hat, sondern es handelte sich dabei um eine der saubersten und sichersten Energiequellen die ein Land nützen kann.

    Die Umweltschützen haben sich wegen ANWR in Alaska aufgeregt, dass dadurch die Natur zerstört werden würde, wenn in Wirklichkeit dort weder ein Tierleben zu finden ist, noch Tourismus, noch irgendwas aus Geröll und Gestein, ... eine karge Region, ... und die paar Quadratkilometer hätten ideal für Ölbohrungen genützt werden können. Und dann wollten die Umweltschützer nicht, dass im eher nicht so riskanten Shallow Water des Golfs gebohrt wird, da dadurch die Scenery und die Vogelweit geschädigt werden könnten. Also, so haben Umweltschützen gemeint, dass Offshort Drilling in Deep Waters am wenigsten ihre Umweltschutzmassnahmen stören würde. Also Deep Sea Drilling was evidenterweise enorm riskant ist, wurde von Umweltschützern bevorzugt und gefördert.

    Tatsache ist, dass wir alle Erdöl benötigen und irgendwo muss eben das Öl gefördert werden, und obwohl die Ölfirmen lieber die kostengünstigeren und sicheren Standorte bevorzugen, so sind jene von den Umweltschützern (Green Peace, usw.) aus diesen Gegenden vertrieben worden und zu den gefährlichen bzw. riskanten Standorten gezwungen worden.

    Normale Logik und eigentlich nicht so schwer zu verstehen, .... jeder Erstklassler müsste dem Gedanken hier mitfolgen können.

    antworten

  • 2010-06-25 22:22:54
    Otto Normalinvestor

    Re(2): Die Umweltschützer sind schuld!?

    Abgesehen von Energie, wo wir schon längst Alternativantriebstoffe haben sollten:

    Warum wird eigentlich soviel hochwertiges (da begrenzt verfügbares bzw. teuer förderbares) Erdöl zu (Wegwerf-)Plastik verarbeitet? Kann man dieses Plastik nicht irgendwie aus anderen Materialien erzeugen, z.B. aus CO2?

    antworten

  • 2010-06-26 19:19:15
    exxo

    Re(3): Die Umweltschützer sind schuld!?

    "Kann man dieses Plastik nicht irgendwie aus anderen Materialien erzeugen, z.B. aus CO2? "

    gedankenexperiment:
    man ist stolzer besitzer eines goldader, nur der abbau einer unze gold kostet umgerechnet 5000€.
    warum also wird das gold nicht abgebaut?

    antworten


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