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„Wir bekommen Jahr für Jahr ein grösseres Stück vom Kuchen.“

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6. Mai 2010 10:40

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Mitte April feierte der börsetäglich als PDF produzierte und an die zahlende Leserschaft ausgelieferte „Börse Express“ ein rundes Jubiläum. 2.000 Ausgaben des Special-Interest-Produkts waren zu diesem Zeitpunkt erschienen. Christian Drastil, CEO Styria Börse Express und Herausgeber der „Börse Express“-Produkte, blickt im Werbeplanung.at Blog-Interview zurück und blinselt ein wenig in die Zukunft.

Werbeplanung.at: Vor ziemlich genau einem Monat – am 18. April – erschien der 2.000. Börse Express. Haben Sie je zu träumen gewagt, dass ihr Medium 2.000 Börsetage alt werden würde, als dereinst als erste digitale Tageszeitung Europas startete?

Christian Drastil: Ich habe es mir irgendwann zur Angewohnheit gemacht, immer nur auf Sicht zwölf Monate zu denken. Die Kapitalmärkte veränderten sich seit der New Economy-Krise bzw. 9/11 dramatisch und in der Medienlandschaft geht alles noch viel schneller. Man weiss ja nicht, was technologisch und plattformmässig alles daherkommt. So haben wir also damals auch das „Börse Express“-PDF gestartet und geschaut, wie es sich entwickelt. Es hat sich gut entwickelt, wir wurden immer "dicker", wenn man das bei einem PDF sagen kann.

Werbeplanung.at: Noch einmal zurück zum Träumen: Sie leben den Traum vom Paid Content, den viele andere Medien nicht in die Tat umsetzen konnten. Fühlen Sie sich Paid-Content-Pionier?

Christian Drastil: Nein, keineswegs, denn "Paid" spielt es ja in beide Richtungen, auch wir "investieren" täglich viel. So machen wir derzeit jeden Tag zirka 15 Seiten ausschliesslich für das PDF, das bindet am Vormittag gut und gerne 8 Mitarbeiter. Das ist nicht billig. Im Endeffekt bekommt der zahlende Abonnent dann aber Infos, die er so schnell und kompetent sonst nirgendwo erhält. Das „Börse Express“-PDF ist nicht der Stein der Weisen, es kommt uns entgegen, dass die Finanzberichterstattung persönlichen Vorteil bringen kann, wenn man diese schneller bekommt. Der Stein der Weisen wäre ein System, das mit Redundanz Cash-Flows erzeugt. Ist bei uns nicht der Fall. Das wird originär erzeugt. Alle weiteren Versuche mit kostenpflichtigen Produkten sind bei uns übrigens gescheitert. Nur das „Börse Express“-PDF hat funktioniert.

Werbeplanung.at: Das Jubiläum haben Sie unter anderem mit einem 24- seitigen Print-Special gefeiert. 2007, zur Abspaltung vom „WirtschaftsBlatt“, haben Sie sich ja auch ein wöchentlichen Printprodukt unter dem nämlichen Markennamen überlegt. Warum ist es nie dazu gekommen?

Christian Drastil: Wir waren knapp davor, letztendlich war uns dann das kommerzielle Risiko zu gross. Das war rückwirkend betrachtet sicher die richtige Entscheidung, obwohl wir das, was 2008 und 2009 auf die Branche zukommen sollte, 2007 nicht so wirklich gesehen hatten. Aktuell machen wir immer wieder Printprodukte: Beispielsweise mit „Medianet“ oder jetzt ganz aktuell ein fast 200 Seiten starkes Jahrbuch zum Finanzmarkt Wien mit dem KGV-Verlag. Unser Motto lautet: Print immer gerne, aber nicht als Pflicht, sondern nur als Kür.

Werbeplanung.at: Mittlerweile haben Sie eine kleine Familie an Webplattformen aufgebaut: www.boerse-express.comwww.be24.at undfoonds.at: Wie sind Sie mit der Performance der Plattformen am User- und am Werbemarkt zufrieden?

Christian Drastil: Wir sind mit unseren 5 Produkten – ich zähle hier auch noch die englischsprachige Plattform www.stocks-express.com und eben das Börse Express-PDF dazu – sehr zufrieden. Wir haben eine treue Community und freuen uns vor allem über die im Vergleich sehr schöne durchschnittliche Usetime von 8:05 Minuten. Über die Performance am Werbe-/Partnermarkt kann ich mich auch nicht beschweren. Wir bekommen Jahr für Jahr ein grösseres Stück vom Kuchen.

Werbeplanung.at: Lassen Sie uns ein wenig am Erfolg von Börse Express und Co teilhaben: Wie viele Abonnenten haben Sie, wie viele Mitarbeiter, wie sieht die Umsatzentwicklung über die Jahre seit dem Launch 2002 aus?

Christian Drastil: Wir bewerten das Börse Express-PDF nicht einzeln, sondern immer nur das Ganze incl. der Websites, weil es viele Bundles für Kunden gibt, die alle Plattformen betreffen. Unterm Strich zeigt der ÖWA-Jahresschnitt 2009 für uns 265.000 Unique Clients, ca 950.000 Visits und ca. 4.600.000 Page Impressions pro Monat an. Und was die Umsätze/EGTs betrifft: Wir sind stolz darauf, dass wir nun seit mittlerweile acht Jahren positive EGTs ausweisen können. Bezogen auf den Umsatz schafften wir eine Marge im zweistelligen Prozentbereich (langjähriger Durchschnitt). Auch 2010 sieht gut aus.

Werbeplanung.at: Die Herausgabe der 2.000 Ausgabe war wohl auch ein Moment, um kurz inne zu halten und sich zu überlegen, wohin die Reise führen soll. Daher auch die Frage: What’s next?

Christian Drastil: Wir arbeiten seit Monaten an einer Zusatzpositionierung unserer Marken im B2B-Bereich. Da geht erfreulicherweise auch viel weiter. Wie liefern Brokern Content, arbeiten eng mit den IR-Abteilungen zusammen, schaffen Intranet-Inhalte, usw.. Zudem machen wir sehr viel im Veranstaltungsbereich, ich verweise hier nur auf unsere Roadshow-Reihe, im Rahmen derer in 23 Veranstaltungen insgesamt 49 börsenotierte österreichische Unternehmen präsentiert haben. Einige davon bereits fünf Mal.

Werbeplanung.at: Und wo sehen Sie den Börse Express in 10 Jahren?

Christian Drastil: Ich habe es mir irgendwann zur Angewohnheit gemacht, immer nur auf Sicht zwölf Monate zu denken ...







Christian Drastil, CEO Styria Börse Express und Herausgeber der Börse Express-Produkte: „Wir haben eine treue Community und freuen uns vor allem über die im Vergleich sehr schöne durchschnittliche Usetime von 8:05 Minuten.“
Christian Drastil, CEO Styria Börse Express und Herausgeber der Börse Express-Produkte: „Wir haben eine treue Community und freuen uns vor allem über die im Vergleich sehr schöne durchschnittliche Usetime von 8:05 Minuten.“

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  • 2010-05-06 11:58:07
    tukan

    Und was sagt uns die Handhaltung?

    Bitte, bitte, mehr Werbeeinschaltungen, hä,hä.

    antworten


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