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05. Mai 2010 15:26
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So stellt sich für mich der ATX dar: selbst die 200-Tageslinie ist durchbrochen (Chart 1). Wie in der Früh’ im BELog versprochen, habe ich Robert Schittler, Chefcharttechniker der RZB, um Hilfe gebeten. Da wir uns Gott sei Dank kennen .... , hier sein Fazit: „Wir haben den seit Februar bestehenden Aufwärtstrend bei 2520 Punkten erreicht. Infolge der eben erfolgenden Wende nach oben wäre ein Kaufsignal am Gap bei 2560 zu erwarten. Ein Fall unter 2500 hiesse, es ginge weiter bis zumindest an das untere Ende der per se bullishen Keilformation, also bis 2350 Punkte. Das bullishe Sentiment müsste erst ab 2100 vorderhand verworfen werden.
Etwas ausführlicher: Die Börsen dieser Welt und Bewegungen auf den Finanzmärkte reflektieren die neu entstandenen Unsicherheiten ob des weiteren Verlaufes des Euro im Verhältnis zum USD und bezüglich der Stabilität des wirtschaftlichen Gefüges. Wie man sieht, wird heftigst der sichere Hafen der Staatsanleihen aufgesucht, während vermeintliche Risiken minimiert werden. Die Aktienkurse rutschen und sollten zumindest ihre Aufwärtstrends antesten, die Renten steigen, der EUR ist aus seinem Aufwärtstrend gegenüber dem U.S. Dollar herausgefallen.
Ganz spurlos geht dieses trotz der an sich guten Zahlen aus dem US-Raum (Gewinnentwicklung der S&P 500-Members), die eigentlich Auftrieb hätten bewirken müssen, auch nicht am österreichischen "Parkett" vorüber.
Bei den folgenden, rein chart-technischen Betrachtungen lag das Augenmerk auf dem Aufzeigen der allfälligen Risiken, es wird daher der bullishen Seite, also dem Bull.Stop weniger Beachtung geschenkt.
Robert Schittler zum ATX (Chart 2)
Wir haben den seit Februar bestehenden Aufwärtstrend bei 2520 Punkten erreicht. Wegen der eben erfolgenden Wende nach oben wäre ein Kaufsignal am Gap bei 2.560 Punkten -> 2.577 - 2.615 zu erwarten und nicht etwa ein weiterer Rückgang.
Ein Fall unter 2.500 Punkte hiesse, es ginge weiter bis zumindest an das untere Ende der per se bullishen Keilformation, also bis 2.350.
Könnte 2.440 nochmals halten (tut es immerhin seit November letzten Jahres), wäre das ein Zeichen, das zu Optimismus Anlass gäbe. Ansonsten: Ab 2.350 läge das Fibonacci-Retracement bei 2.120 wieder an, und ab 2.100 wäre eine allfällige Trendwende nach unten vollzogen. Darum kann man noch bis 2.350 ein bullishes Sentiment unterstellen, müsste es erst ab 2.100 vorderhand verwerfen.
Robert Schittler zur Erste Group (Chart 3)
Rückfall in den Trend ab 31,20, wodurch ein Testen der Aufwärtstrendlinie bei 29,20 indiziert würde. Die Unterstützung in diesem Bereich ist wegen der Fibonacci-Retracements massiver Natur, könnte halten und die Zielmarke 40 aufrecht erhalten werden. Falls aber nicht, wären 24 und 20 die nächsten Unterstützungslinien.
Robert Schittler zur OMV (Chart 4)
Die Konsolidierung im Bereich 24,20 - 32,20 wird wohl an ihrer Unterstützung getestet werden und wäre ab 22 durchbrochen. Damit erst wäre es als Trendwende bestätigt.
Robert Schittler zur Telekom Austria (Chart 5)
Findet guten Support bei 9,25, könnte sich hernach nochmals an der Trendlinie bei 10,35 (-> 11) versuchen. Gelänge Letzteres nicht, könnte ein Erreichen der weiteren Fibos bei 8,50 und 7,80 nicht völlig ausgeschlossen werden.
Robert Schittler zur voestalpine (Chart 6)
Bislang hat es der Kurs nicht über die Linie bei 32 (-> 36) geschafft, die aktuelle Konsolidierung sollte Unterstützung finden bei 24,55. Wäre dem nicht so, wäre Raum bis 20.
und zu Wienerberger (Chart 7)
Rechteckige Konsolidierung (=Seitwärtstrend) seit November 2009. Die Untergrenze derselben liegt bei 11 und wird durch das dortige Fibonacci-Retracement verstärkt. Hielte diese nicht, wäre ein Erreichen von 7,93 - 6,10 technisch gesehen indiziert. Die bearishe Flagge der letzten Tage ist abgehandelt, es wurde die Aufwärtstrendlinie bei 12,90 punktgenau erreicht, daher (optisch vergleichbar dem ATX) ist eine Wende nach oben und Test am Gap bei 13,5 -> 14 - 14,50 eher zu erwarten als ein weiterer Fall.
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