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11. März 2010 16:54
Auch in der abgelaufenen Woche wurden wieder einige neue Ideen zur Unterstützung Griechenlands bzw. Vermeidung künftiger ähnlicher Probleme geboren. Zuletzt ist vor allem die Idee eines Europäischen Währungsfonds intensiv diskutiert worden Diesem und den meisten anderen Vorschlägen ist eines gemeinsam: Sie sind eher langfristiger Natur und bringen zur engmaschigen Budget-Überwachung, deren erster Kontrolltermin in dieser Woche ansteht, die Aussicht auf, aber noch kein konkretes Angebot von ergänzenden materiellen Hilfen für die griechische Budgetkonsolidierung. Das Thema dürfte somit noch länger aktuell bleiben. Für die Risikobereitschaft der Finanzmarktteilnehmer bedeutet das eine gewisse Rückschlagsgefahr. Gemessen an der impliziten Optionsvolatilität durch die Indizes VIX (USA) und VDAX (Deutschland) war diese zuletzt in Richtung Jahrestief gefallen. Der VDAX lag diese Woche so tief wie seit Mai 2008 nicht mehr. Wir rechnen gerade zum Datum der ersten Budgetüberprüfung (16.3.), für das auch wieder ein Streik des öffentlichen Dienstes in Griechenland angekündigt ist, wieder mit etwas höheren Werten.
Von dieser Seite sollte es vor allem für die US-Staatsanleihen wieder Potenzial für kurzfristige Renditekorrekturen nach unten geben. Diese waren in der abgelaufenen Woche spürbar gestiegen. Gründe waren unter anderem die guten Arbeitsmarktdaten für Februar und eine erste Analyse der neuen US-Budgetpläne durch das Congressional Budget Office, die aus diesen eine Neuverschuldung von 10,3% des BIP in diesem, 8,9% im kommenden Jahr und bis 2014 dann nur einen Rückgang auf 4% des BIP gefolgt von einem erneuten Anstieg ableitet. In der Eurozone war der Renditeanstieg der deutschen Benchmarkbonds vergleichsweise gering, sodass sich nur wenig Abwärtspotenzial für die Rendite aufgebaut hat. Wir rechnen weder bei den Bundesanleihen noch am Geldmarkt mit grossen Bewegungen. Auch die Fed dürfte bei ihrer Sitzung am Dienstag noch keine Impulse für eine Trendwende geben. Der US-Dollar würde damit weiterhin von niedrigen Zinsen belastet, könnte andererseits aber von neuerlichen Diskussionen um Griechenland sowie von der Bestätigung Chinas, seine Währungsreserven weiter in US-Dollar anlegen zu wollen profitieren. Wir erwarten in den kommenden Tagen eine leichte Festigungstendenz. Der Schweizer Franken, der unter normalen Umständen ebenfalls von höherer Risikoaversion gestützt würde, dürfte von der Schweizer Nationalbank auch weiterhin an einer Aufwertung gehindert werden. Diese bestätigte am 11.3. ihre expansive Geldpolitik inkl. Devisenmarktinterventionen.
Die europäischen Aktienmärkte haben zuletzt von den vergleichsweise guten Daten zum USArbeitsmarkt, einem vergleichsweise moderaten kurzfristigen Zinsausblick nach der EZB-Sitzung vom 4.3. sowie der insgesamt erhöhten Risikobereitschaft profitiert und neue 7-Wochen-Hochs erreicht. In der kommenden Woche rechnen wir mit vermehrten Gewinnmitnahmen
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