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09. März 2010 06:02
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Profis benützen ETFs bereits seit über einem Jahrzehnt
ETFs sind die wichtigsten Finanzinstrumente für jeden Trader und Investor. Profis nützen ETFs äusserst erfolgreich bereits seit vielen Jahren. Weltweit gibt es mehr als 1.900 ETFs und an den U.S. Börsen notieren ca. 800 wobei heuer noch weitere ca. 400 neue ETFs emittiert werden.
1.) Was sind ETFs?
2.) Der Vorteil der Risikostreuung bei ETFs;
3.) Mit ETFs kann man präzise in Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle, Länder, Börsen, Immobilien, Währungen, usw. investieren bzw. jene traden;
4.) Verschiedene Arten von ETFs;
5.) Praktische Anwendung von ETFs;
6.) Ein paar Beispiele;
7.) Zusammenfassung;
8.) Links und Websites
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1.) Was sind ETFs?
Das Kürzel ETF steht für Exchange Traded Fund, wobei es sich meist bzw. grundsätzlich um börsennotierte Aktienkörbe handelt. Ähnlich wie ETFs gibt es auch ETNs, wobei das Kürzel ETN für Exchange Trade Note steht. Einer der ersten ETFs bzw. ein Vorreiter davon wurde im Herbst 1989 an der Wiener Börse eingeführt als damals in Kooperation mit Der Erste Bank und dem Bankhaus Feichtner der Feichtner Basket sein Debut feierte. Investoren bzw. Traders konnten innerhalb weniger Tage nach Emission damals bis zu ca. 50% Kapitalgewinn verbuchen.
Barclays hat dann Mitte der 90er Jahre begonnen, ETFs im grösseren Rahmen via der bekannten iShares Platform zu entwickeln. ETFs können ganz einfach und kostengünstig gleich wie Aktien an den Börsen gehandelt werden, wobei wir uns auf die U.S. Börsen konzentrieren. Ein Paar der grössten Brokerhäuser der Welt wie z.B. Fidelity und Schwab offerieren deren Kunden sogar gewisse ETFs absolut spesenfrei (ausgenommen minimale SEC Gebühren beim Verkauf) zu traden.
2.) Der Vorteil der Risikostreuung bei ETFs:
Ein riesiger Vorteil bei ETFs ist durch die Form eines Aktienbaskets die enorme Streuung, wobei das Risiko klarerweise entsprechend reduziert wird. Für viele Investoren und Traders ist es wesentlich leichter z.B. einen Marktsektor oder die Richtung von Indexen zu analysieren und einzuschätzen als die Richtung einer Aktie. Man findet z.B. in Sektor ETFs im Basket oft Dutzende bzw. sogar bis zu mehr als ein Paar Hundert Aktien. Ein weiterer Vorteil des effektiven Risk Management via ETFs ist, dass jene fast immer nicht nur als ETF auf der Longside vorhanden sind, sondern es auch das Gegenstück auf der Shortside gibt, sodass hier effektives Hedging leicht gemacht wird.
3.) Mit ETFs kann man präzise in Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle, Länder, Börsen, Immobilien, Währungen, usw. investieren bzw. jene traden:
Das Tolle an ETFs ist, dass man praktisch fast jede Sparte des Marktes traden bzw. in jene investieren kann. Microsoft Gründer Bill Gates investierte bereits gegen Anfang des neuen Millenniums eine Milliardensumme in den Nasdaq ETF namens Triple-Q (QQQ). Der Triple-Q heisst heutzutage übrigens Quad-Q mit dem Kennzeichen QQQQ. Eine der ältesten bzw. bewährtesten Methoden in ETFs zu investieren und diese zu traden sind die sogenannten Index ETFs, d.h. jene ETFs die sich auf z.B. den Dow Jones Index oder dem S&P500 oder dem Nasdaq oder auch dem Russell 2000 beziehen. Oft ist es leichter einen generellen Markttrend zu erkennen und davon zu profitieren, statt eben einzelne Aktien auszusuchen und zu hoffen, dass jene sich im Kurs verbessern.
Es gibt ETFs jedoch nicht nur auf Börsenindexe, sondern heutzutage auf fast alles, wie z.B. Industriesektoren (wie z.B. Einzelhandel, Airlines, Financials, Biotech, Technology, usw.), sowie auf Rohstoffe (wie z.B. Erdöl, Erdgas, Kupfer, Zucker, usw.), sowie auf Edelmetalle (wie z.B. Gold, Silber, usw.), und sogar auf Immobilien (z.B. auf die REITs bzw. den U.S. Immobilienmarkt), sowie auch auf fast jedes Land der Welt bzw. deren Börsen selbst (wie z.B. auf Österreich, Deutschland, Japan, China, usw.) und auch auf Währungen (wie z.B. auf den Euro, US-Dollar, Australian Dollar, Britische Pfund, den Schweizer Franken, usw.).Und wie oben erwähnt, gibt es nicht nur ETFs für steigende Aktienkurse, sondern eben auch immer das Gegenstück für die Spekulation auf fallende Kurse, ... eben die Short ETFs wobei Shortgehen bzw. das Hedgen von Longpositionen leicht gemacht wird.
4.) Verschiedene Arten von ETFs:
ETFs entwickeln sich laufend und statt den bisherigen Standard ETFs die oft wie Indexe agieren, gibt es nun seit einiger Zeit immer mehr gehebelte ETFs, sogenannte Leveraged ETFs. Es gibt ETFs mit einem bis zu dreifachen Hebel, bzw. demnächst auch bis zu einem vierfachen Hebel. Während die einfachen ETFs vor allem für Investoren interessanter sind, so sind die leveraged ETFs aufgrund ihrer relativ hohen Volatilität innerhalb eines Tages oder innerhalb von mehreren Tagen und Wochen, vor allem für Traders interessant. Wenn sich z.B. der zugrundeliegende "normale" ETF um ca. 2% in einem Tag bewegt, so bewegt sich der betreffende leveraged ETF gleich um ca. 4% bzw. um 6% für den dreifach gehebelten ETF.
Aber auch leveraged ETFs können gute längerfristige Investitionen sein, obwohl dies fast immer von gewissen "Fachleuten" abgewiesen wird, doch wenn der Trend in z.B. einem Sektor entsprechend ist, so kann man mit leveraged ETFs hohe Kapitalgewinne realisieren. Ein Beispiel wäre der Financial Leveraged ETF namens FAS der im März 2009 um ca. USD 12,- gehandelt wurde und dann im Laufe des Jahres 2009 innerhalb von ein paar Monaten bis auf über USD 94,- avancierte was einem Kapitalgewinn von ca. 680% entsprach. Je nach Trend in einem Marktsegment oder im Gesamtmarkt entwickelt sich der Kurs der "normalen" und der gehebelten ETFs entsprechend.
Rohstoff und Währungs ETFs bestehen jedoch meist nicht aus Aktienkörben, sondern aus kurz- bzw. langfristigen Futures Kontrakten und hier kann es im gegebenen Fall zu einem Contango oder dgl. kommen, was für Investoren nicht sehr vorteilhaft ist. Z.B. bei Öl ETFs und dgl. kann sich z.B. der Preis bzw. Spot Price des Rohstoffes recht gut entwickeln, doch aufgrund des Contango die betreffenden ETFs eine eher schlechte Performance erbringen.
Weiters muss man das Handelsvolumen in den jeweiligen ETFs beachten. ETFs die nur ein geringes Handelsvolumen haben, sind meist keine Tradinginstrumente und wenn überhaupt oft nur als langfristige Investmentinstrumente geeignet. Wir lassen die Hände von ETFs die z.B. nur ein paar tausend Shares pro Tag traden bzw. wir bevorzugen ETFs die zumindest einen Handelswert von mindestens ca. USD 50 Mio. täglich erreichen. Viele der grossen Index bzw. Sektor ETFs erreichen sogar mehrere Milliarden US-Dollar Handelswert pro Tag, wobei darin die Liquidität gewährleistet ist und man hier unproblematisch agieren kann. Auf gut Deutsch: Nicht jeder ETF ist interessant bzw. ideal, ... man muss also sich die geeigneten ETFs sorgfältig aussuchen.
5.) Praktische Anwendung von ETFs:
Die meisten Hedgefunds bedienen sich der immer wachsenden Anzahl von ETFs. Kleinanleger und Hobby Trader können sich zu den gleichen Bedingungen wie die grossen Hedgefunds dieser ETFs bedienen und geniesen somit die gleichen Vorteile wie die Big Players. Man kann mit den "normalen" ETFs sogar via Margin agieren, wobei bei leveraged ETFs oft kein Margin möglich ist, bzw. je nach Art des ETF nur ein begrenzter Margin. Doch es gibt noch eine Möglichkeit ETFs umso höher zu hebeln, insbesondere für risikofreudige Traders, das es nämlich oft auch Optionen auf die diversen ETFs gibt. Wir beschäftigen uns damit eigentlich kaum, doch es ist eben eine weitere Möglichkeit von der Volatilität der gehebelten ETFs zu profitieren.
6.) Ein paar Beispiele:
Wer z.B. auf den Nasdaq bullish eingestellt ist, der wird sich als Investor den QQQQ zulegen. Der Trader hingegen wird eher mit dem QLD auf einen steigenden Nasdaq spekulieren. Wenn z.B. ein Trader negativ auf den Nasdaq eingestellt ist und denkt, dass jener demnächst korrigieren wird bzw. fällt, dann wird er den gehebelten Nasdaq Short ETF namens QID heranziehen. Beim S&P500 gibt es z.B. auf der Longside den SPY, den SSO und den UPRO, sowie auf der Shortside die gehebelten Short ETFs namens SDS und SPXU. Es gibt dann auch ETFs für den Russell 2000 und zwar für den Small-Cap, den Mid-Cap und den Big-Cap Index, wie z.B. den TNA (long) und den TZA (short), usw.
Wer z.B. auf die Emerging Markets via leveraged ETFs spekulieren will, der kann z.B. auf der Longside den EDC verwenden und auf der Shortside den EDZ.
Wer es auf den U.S. Immobilienmarkt abgesehen hat, für den gibt es den IYR, URE und den DRN auf der Longside, sowie auf der Shortside z.B. den gehebelten DRV. (Hinweis: derzeit, d.h. heute per 8. März 2010 scheint z.B. der DRN bei ca. USD 160,- etwas überhitzt zu sein, obwohl das langfristige Potential bei einem vollen Recovery des U.S. Immobilienmarktes ein Vielfaches des jetzigen Kurses ausmachen wird, doch traded der DRN derzeit meist in einer Range bzw. einem Zyklus von ca. USD 100,- bis USD 160,-. D.h. derzeit würde man eher den Short ETF namens DRV kaufen, da man auf eine Korrektur im DRN spekuliert, ... kommt jedoch auf den Gesamtmarkt an. Man würde also derzeit in der momentanen Range versuchen den DRN bei etwas über USD 100,- zu kaufen und dann je nach Markt bei ca. USD 160,- wieder verkaufen.)
Gold ist z.B. ein oft diskutiertes Thema und wie man damit am besten investiert bzw. traded. Goldmünzen schneiden dabei am Schwächsten ab, und Goldaktien selbst sind aufgrund diverser Faktoren oft sehr riskant. Daher am besten sind die Gold ETFs wie z.B. der riesige GLD. Klarerweise gibt es auch bei Gold die gehebelten ETFs, sowie dazu auch die Short ETFs.
7.) Zusammenfassung:
Ein kurzer Artikel dieser Art kann nur eine ganz grobe Übersicht zu ETFs vermitteln und nicht einmal in Details eingehen, denn dazu müsste man bereits ein dickes Buch schreiben bzw. extensive Seminare veranstalten um das Thema entsprechend gerechtfertigt zu behandeln. Tatsache ist, dass ETFs die wahre Zukunft des Investmentgeschäftes sind, sowie die idealste Anlageform für langfristig orientierte Anleger, sowie auch die besten Tradinginstrumente für aktive Traders sind.
ETFs haben auch selbst in der Verwaltung aufgrund ihrer Index-artigen Form meist nur sehr geringe Verwaltungsspesen (oft nur ein paar Promille), die nicht ins Gewicht fallen und so wesentlich interessanter sind als Investmentfonds und dgl. ETFs werden eben ganz normal wie Aktien an den Börsen gehandelt.
Ein weiterer Vorteil von ETFs, insbesondere Long ETFs ist, die jährliche bzw. auch quartalsmässige Dividendenausschüttung die in vielen Fällen insbesondere bei den gehebelten Long ETFs gigantisch sein kann. Gegen Ende 2009 lag die Dividendenauszahlung bei z.B. dem EDC bei ca. 15%, sowie bei den meisten gehebelten Long ETFs wie z.B. dem TYH, DRN, TNA, ERX, BGU, MWJ, DZK, usw. bei ca. 7,5% - 14%. Man kann diese ETFs z.B. kurz vor der Dividendenausschüttung kaufen, dann die Dividende im vollen Ausmass ausbezahlt erhalten, und nach dem Dividendenabschlag (Ex-Dividende) steigen jene ETFs je nach Marktsituation meist innerhalb von Tagen wieder über den Kurs vor dem Dividendenabschlag.
Obwohl ETFs für die meisten Kleinanleger und sogar Profiinvestoren noch immer ein gewisses Rätsel sind bzw. denen oft noch unbekannt sind, so agieren die Top Hedgefunds der Welt, sowie die Trading Departments der grossen Investmenthäuser eben schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit ETFs. Das Handelsvolumen bei ETFs steigt praktisch monatlich und es ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren nicht nur zusätzlich hunderte Milliarden Dollar in die ETFs fliessen werden, sondern sogar tausende Milliarden (d.h. Billionen in Deutsch).
Der nächste Schritt im ETF Business werden Fonds sein die unter aktiven Management stehen und ausschliesslich in ETFs investieren bzw. in diesen Instrumenten traden, ... bzw. es gibt bereits die ersten wenigen Fonds dieser Art die erst im Laufe der Zeit ihre Popularität gewinnen werden.
Unterm Strich sind eben ETFs relativ einfache Investment- und Tradinginstrumente die sowohl Grossanlegern als auch Kleinanlegern zu den gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Und das Tolle an ETFs ist, dass man eben an einer Börse weltweit agieren kann. Viele Investoren und Traders haben es sicherlich leichter z.B. mit einem Trend z.B. im Technologie Sektor oder dem Finanzsektor mitzuschwimmen, als einzelne Aktien dort und da sorgfältig zu analysieren und auszusortieren. Denn wenn ein Land vorrübergehend einen Boom erlebt, so kann man mit dem spezifischen ETF gleich mitverdienen. Und sollte z.B. ein Rohstoff überhitzt sein und eine kräftige Korrektur nötig haben, so kann man am Kursverfall des betreffenden Rohstoffes ebenfalls mitverdienen.Es gäbe noch so viel über dieses Thema zu sagen, aber hier soll es nur eine grobe Einleitung sein.
8.) Links und Websites:
Hier sind ein paar Websites (in Englisch) einiger ETF Anbieter:
Claymore ETFs
http://www.claymore.com/etf/
Direxion ETFs
http://www.direxionshares.com/etfs
First Trust ETFs
http://www.ftportfolios.com/Retail/etf...
Global X Funds ETFs
http://www.globalxfunds.com/FundList.a...
indexIQ ETFs
http://www.indexiq.com/etfs.html
iShares ETFs
http://ishares.com/
Jefferies ETFs
http://jamfunds.com/cositemgr....
MacroShares ETFs
http://www.macromarkets.com/macroshare...
ProShares ETFs
http://www.proshares.com/funds
Rydex ETFs
http://www.rydex-sgi.com/products/e...
Schwab ETFs
http://www.schwab.com/public/sch...
State Street/Spiders ETFs
https://www.spdrs.com/
Vanguard ETFs
https://personal.vanguard.com/us/funds/e...
WisdomTree ETFs
http://www.wisdomtree.com/etfs/index...
iPath ETNs
http://ipathetn.com/
PowerShares ETNs
http://powersharesetns.com/




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