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SAP: Die neue Spitze soll nicht nur Erfolg bringen!

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09. Februar 2010 09:03

Bei einer Fußballmannschaft soll sie die gegnerische Abwehr unter Druck setzen und für Tore sorgen. In der Konzernführung genießt die viel zitierte Doppelspitze dagegen nicht immer einen tadellosen Ruf. In Hasso Plattner aber, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Softwareherstellers SAP, hat diese Formation einen klaren Befürworter: „Wir haben mit der Führung durch zwei CEOs bislang stets gute Erfahrungen gemacht“, erklärte er auf einer Telefonkonferenz am vergangenen Montag, 8. Februar 2010. Die neue Doppelspitze von SAP aus Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe sei daher „keine kurzfristige Lösung“, stellte Plattner klar und übernahm im selben Interview auch die Verantwortung für den Schritt zurück zur Doppelspitze.

An der Börse wurde dieser Schritt mit deutlichen Kursabschlägen quittiert. Nach der Entscheidung, den Vertrag von Vorstandssprecher Léo Apotheker, der im Mai 2010 ausgelaufen wäre, nicht vorzeitig zu verlängern, legte dieser sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung nieder. Die offizielle Mitteilung des Softwarekonzerns schlug bis aufs Parkett durch und die Aktie schloss am Montag mit einem Verlust von rund über zwei Prozent  unter 33 Euro. Noch im Februar 2009 notierte der DAX-Konzern bei 25,62 Euro und 2005 bei 30,50 Euro.

Plädoyer für mehr Vertrauen
Aufgeatmet haben dürften dagegen vor allem die Kunden der Walldorfer Softwareprodukte. Mit dem Namen Apotheker verbanden viele die abrupte Anhebung der Wartungspreise. Gleichzeitig sei dem CEO laut Analystenmeinungen auch die schleppende Entwicklung einiger Bereiche angelastet worden. Zwar wollte sich Plattner bei der Telefonkonferenz nicht zu Gründen für den Rücktritt äußern, aber gebetsmühlenartig betonte der Aufsichtsratchef immer wieder, die Bereiche Wartung und Innovation voranzutreiben. „Please trust SAP!“, rief Plattner den SAP-Kunden zu – aber nicht nur denen.

In jüngster Vergangenheit habe SAP „an verschiedenen Stellen Vertrauen verloren; sowohl bei Kunden, als auch unter Mitarbeitern.“ Mit dem frisch eingesetzten Führungsduo soll demnach auch ein neuer Managementstil einkehren. Man sei „bereit, sich kritischen Diskussionen zu stellen.“ Einen weiteren psychologischen Aspekt dieser Entscheidung hob Plattner ebenfalls mehrfach hervor: „Um profitabel zu sein, müssen wir ein glückliches Unternehmen sein.“

Doch fehlt aktuell nicht nur der endgültige Durchbruch bei der lang angekündigten Unternehmenssoftware „Business Bydesign“, sondern auch Kontinuität in der Unternehmensführung: Nach weniger als einem Jahr Amtszeit trat Apotheker bereits zurück – mitten in einer für den Softwarekonzern sehr schwierigen Phase. Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste SAP einen Rückgang beim operativen Ergebnis von 3,3 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro verbuchen. Der Gewinn fiel 2009 von 2,2 auf 2,0 Milliarden Euro. Angesichts solcher Zahlen steht die neue Doppelspitze der Konzernführung von Beginn an unter Leistungsdruck.

Anlagemöglichkeiten mit Derivaten
Für risikobereitere Anleger, die einen weiteren Kursrückgang der SAP-Aktie erwarten, könnte der SAP Wave XXL Put DB2XS2 interessant sein. Das Derivat legt im Wert zu, wenn der Kurs der Aktie fällt und ist mit einem Hebel von derzeit etwa zwei ausgestattet. Daher steigt oder fällt der Put auch rund zweimal stärker als der Basiswert. Wenn SAP den Stop-Loss bei 45,25 Euro berührt oder überschreitet, wird der Schein ausgestoppt und der Restwert dem Anleger überwiesen.

Für risikobereitere Anleger, die einen steigenden Aktienkurs bei SAP erwarten, könnte der SAP Wave XXL Call DB13VW vom X-Markets-Team der Deutschen Bank interessant sein. Da der Optionsschein über einen Hebel von ungefähr zwei verfügt, steigt oder fällt der Wert etwa zweimal schneller als die Aktie. Falls der Kurs den Stop-Loss bei 28,00 Euro berührt oder unterschreitet, wird der Schein ausgestoppt und zum Restwert ausbezahlt.




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