Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
1362
views

SolarWorld - Kampfansage

Facebook

08. Februar 2010 11:39

Es gab Zeiten, in denen war die SolarWorld-Aktie einfach nicht zu bremsen. Wie ein Blick auf den Kurschart zeigt, ist das noch nicht besonders lange her. Vor allem in den Jahren 2005 bis 2007 erreichte die Aktie immer wieder neue, spektakuläre Höchstkurse. Parallel dazu wurde in jedem dieser drei Jahre ein Aktiensplit durchgeführt und der Kurs damit optisch verbilligt. Wie das Unternehmen in Bezug auf eine Analyse des Handelsblatts bekanntgab, hat sich die Aktie über die letzten zehn Jahre so gut entwickelt wie kein anderer deutscher Titel in diesem Zeitraum.


Im Jahr 2007 war allerdings erst einmal Schluss mit den scheinbar endlosen Kursgewinnen. Die Aktie legte den Rückwärtsgang ein. Im Jahr 2009 konnte SolarWorld trotz der starken Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt kaum profitieren. Während der TecDAX® Ende Dezember mehr als 100 Prozent über dem März-Tief notierte, konnte SolarWorld in diesem Zeitraum nur rund 25 Prozent zulegen.


Im Januar 2010 ging es dann nochmal eine Etage tiefer, die Aktie fiel unter die 13 Euro-Marke und drohte, das Tief des Jahres 2009 zu durchbrechen. Im März 2009 und im November 2008 wurde im Bereich zwischen elf und zwölf Euro das Tief der Kursbewegung erreicht. Abzuwarten bleibt aber, ob diese Kursregion auch diesmal eine Unterstützung bieten kann.


Fundamental hat sich jedenfalls einiges verändert für die Solarbranche. Immer wieder wird in der Politik über Subventionskürzungen gesprochen. Erst unlängst kündigte das Bundesumweltministerium an, die Einspeisevergütungen für Solarstrom um 15 Prozent abzusenken. Das Hauptargument des Ministeriums ist vor allem die künftig zu erreichende Wettbewerbsfähigkeit des Solarstroms auf der Kostenseite. Analysten haben in diesem Zusammenhang wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass es früher oder später zu einer Marktbereinigung sowie dünneren Gewinnmargen kommen könnte.


SolarWorld-Chef Frank Asbeck zeigte sich von der zu erwartenden Kürzung wenig begeistert. Angesichts dessen klingt es wie eine Kampfansage, dass Asbeck den Solarstrom in den nächsten Jahren günstiger machen will als endliche Energiequellen. Dabei setzt SolarWorld weiterhin auf eine Qualitätsstrategie. Nach Unternehmensangaben sind die hauseigenen Solarmodule hohen Belastungen gewachsen und waren Testsieger im aktuellen Langzeittest der Fachzeitschrift Photon. Erst kürzlich stattete das Unternehmen als erstes der Branche seine Module mit einer Leistungsgarantie über 25 Jahre aus. „Wir wissen, was unsere Produkte leisten und geben diese Sicherheit über die lineare Leistungsgarantie an unsere Kunden weiter“, so Asbeck. In diesem Zusammenhang hat der Konzern auch die Gewährleistung für seine Module von zwei auf fünf Jahre verlängert.

 Anlagemöglichkeiten: Zertifikate mit Risikopuffer

Die Boom-Zeiten der Solarindustrie und die damit verbundenen Kurssteigerungen könnten vorerst abgehakt zu sein. Für Anleger, die künftig eher von einer Seitwärtsbewegung der SolarWorld-Aktie ausgehen, könnten Produkte mit eingebautem Risikopuffer daher eine Alternative zur Direktinvestition in die Aktie darstellen.

 So weist das Diskontzertifikat DB4W3S der Deutschen Bank auf die SolarWorld-Aktie einen Risikopuffer in Höhe von aktuell 26 Prozent bei einer jährlichen Seitwärtsrenditechance von 18 Prozent auf. Der Höchstbetrag (Cap) liegt bei 12 Euro. Das Zertifikat läuft noch bis zum 14. Dezember 2011. Dazu folgender Vergleich: Erst wenn die SolarWorld-Aktie über 15 Euro ansteigt, würden Anleger mit der Aktie besser fahren als mit diesem Zertifikat. Etwas konservativer ist das Zertifikat DB4W3Q mit gleicher Laufzeit und einem Cap bei 10 Euro. Hier beträgt der Risikopuffer aktuell komfortable 33 Prozent und die Seitwärtsrenditechance immerhin noch 12 Prozent pro Jahr. 

Einen Kapitalschutz gibt es bei Diskontzertifikaten nicht.




Tags



Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der massgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.xmarkets.at heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG Filiale Wien, Hohenstaufengasse 4, 1010 Wien und bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Grosse Gallusstrasse 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.



English News

Vienna Stock Exchange: Admission to trading of Societate de Servicii de Inves...
Insurers in lack of good investments
The myth of socialization
USA: ISM Index, August
The time of entry is getting closer

>> more: english.boerse-express.com

Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden