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27. Jänner 2010 10:54
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Aufstockung im pi5-Musterdepot-Aktien-Österreich
Wenn sie da nicht noch wären, die rechtlichen Unsicherheiten aus den vergangenen Jahren der Immofinanz-Immoeast-Gruppe. Zum einen, die zwar voranschreitenden, aber noch nicht ganz abgeschlossenen, Verhandlungen mit der Constantia Packaging BV bezüglich der Forderungen aus der Causa IBAG-Anleihe. Zum anderen die noch offene „Bad-Bank-Lösung“ und auch die Haftungsansprüche, die sich nach zuletzt veröffentlichten Aussagen involvierter Rechtsanwälte gegebenenfalls nicht nur gegen ehemalige Organe des Konzern sondern in manchen Fällen auch gegen das Unternehmen selbst richten könnten.
Wenn sie also nicht noch wären diese Punkte…dann würden uns wenige Argumente gegen einen Kauf von Immofinanz- oder Immoeastaktien einfallen. Und es gibt unserer Meinung nach auch viele Gründe, warum diese Papiere langfristig aussichtsreiche Investments sind.
Allen voran das neue Management, das die Firma in einer sehr schwierigen, wenn nicht kritischen Phase übernommen hat und in sehr kurzer Zeit viele liquiditätssichernde und vertrauensbildende Maßnahmen erfolgreich umgesetzt hat. Auch die erklärte Zielsetzung des Vorstandsvorsitzenden, das Umfeld zu schaffen, damit sich der Kurs wieder dem NAV annähern kann klingt sehr aktionärsfreundlich. Besonders gefällt in diesem Zusammenhang die Aussage, dass die Aktie langfristig dann eigentlich über ihrem NAV notieren müsste, weil ja sonst quasi nur die Liegenschaften bewertet würden und den geschaffenen Strukturen, dem Management, den Mitarbeitern und so weiter kein Wertansatz zugewiesen würde.
Aber auch das Immobilienportfolio selbst scheint aussichtsreich, besonders, wenn man von einer weiteren Stabilisierung der osteuropäischen Märkte ausgeht. Ältere, problematische Projekte sollten inzwischen bilanziell bereinigt sein und eine Verbesserung des Umfeldes und der Liquiditätssituation im Konzern sollte dazu führen, dass einige verschobene Projekte in der Entwicklungspipeline eventuell werterhöhend umgesetzt werden können.
Der zuletzt veröffentlichte NAV der Immoeast AG lag bei 7,31 Euro je Aktie, die derzeit bei einem Kurs von 3,58 Euro mehr als 50 % Abschlag auf diesen Wert aufweist. Trotz der eingangs erwähnten Unsicherheiten ist dieser Discount unserer Ansicht nach zu hoch.
Auch charttechnisch ergibt sich momentan eine sehr interessante Situation. Bei etwa 3,60 Euro treffen sich die etwa einjährige Aufwärtstrendlinie und eine starke Unterstützungszone. Dieser Bereich sollte nicht nachhaltig unterschritten werden. Nach oben gibt es deutliches Potential bis in den Bereich der Novemberhöchststände bei etwa 4,80 Euro und dann darüber hinaus bis in die massive Widerstandszone bei exakt 6 Euro. Kurzfristig kann man auch eine Dreiecksformation erkennen, die eine Richtungsentscheidung in den nächsten Tagen unterstellen würde.
Wir haben den aktuellen Kurs heute zu einer Aufstockung unserer Immoeast-Position im pi5-Musterdepot-Aktien-Österreich genützt und fühlen uns mit der, jetzt doch recht hohen, Gewichtung sehr wohl.
www.pi5.at -mf-
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