Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum
» letztem Posting
» # Postings
» Abrufen
sortieren
3960
views
views
25. Jänner 2010 13:49
|
|
Der US Markt wurde 2009 manipuliert
Ich wage mich nun weit aus dem Fenster und behaupte mal eben, dass die Aktienmärkte Ihre Tiefststände von 2009 bald wieder sehen werden. Ich möchte nun nicht auf die schon bekannt schwachen Wirtschaftszahlen eingehen und auch nicht einen Blick auf die Arbeitslosenzahlen werfen, sondern einzig und allein die Bewegung des Marktes analysieren.
Ihnen ist sicher aufgefallen, dass die meisten Marktbewegungen 2009 an den Börsen hauptsächlich vorbörslich, also im Futures Markt passiert sind. Gut. Nun möchte ich Ihnen einige Zahlen dazu liefern. Ein Blick auf den US-Markt.
Die Marktkapitalisierung an den US-Börsen ist seit den Tiefstständen im März 2009 um über sieben Billionen US-Dollar gestiegen. Im Normalfall, so schätzen Händler, würde der Markt hierzu in etwa 500-800 Milliarden US-Dollar an frischen Kapital benötigen, um derart stark zu steigen. Dies war jedoch nicht der Fall.
Alleine in den letzten sechs Monaten verzeichneten US-Investmentfonds einen Kapitalabfluß von über 50 Milliarden US-Dollar. Pensionsfonds, ETFs als auch individuelle Investoren haben nicht in den Markt investiert. Firmeninsider haben in den letzten Monaten massiv Ihre Bestände auf den Makrt geworfen. Wie ist nun der 70% Anstieg des S&P 500 seit März 2009 zu erklären?
Die Antwort lautet: Durch Marktmanipulation im nach- und vorbörslichen Futures Markt. Anbei zeige ich Ihnen einen Chart der Performance des SPY - S&P 500 Indexfonds im Zeitraum Open-to-Close (also der Handel zu den normalen Börenzeiten) und im Zeitraum Close-to-Open (also der außerbörsliche Handel, welcher durch Futures bestimmt wird). Lassen Sie sich nun die Zahlen auf der Zunge zergehen. Die Performance im normalen börslichen Handel lag bei rund 17%, während im außerbörslichen Handel ein Anstieg von über 40% erreicht werden konnte (Zeitraum 09.03.2009 bis 09.12.2009). Bedeutet also, dass mehr als 2/3 des Anstieges der US-Börsen nicht zu den normalen Börsenzeiten erzielt wurden.
Und nun halten Sie sich fest. Um diese Futures derart zu manipulieren, damit der Markt um 70% steigen kann, benötigen Sie keine 500-800 Milliarden, wie etwa im normalen Handel, sondern lediglich rund 50-60 Milliarden US-Dollar, da diese Futures gehebelt sind.
Nun eine beachtliche Summe. Doch wenn man sich jenes der FED, also der amerikanischen Notenbank, zur Verfügung stehende Kapital in der Höhe von 2 Billionen US-Dollar ansieht, ist dieser Betrag quasi aus der Portokasse zu bezahlen.
Keiner weiß, wer diese Futures wirklich gekauft hat. Doch die Antwort liegt auf der Hand. Eine positive Börse könnte ja eventuell der Welt zeigen, wie gut es um die Wirtschaft stehe!? Glauben Sie mir. Wenn die FED zugeben würde, daß Sie in Wirklichkeit diese Futures gekauft haben, dann würden die Börsen sofort crashen.
Nun der Otto Normalverbraucher dürfte diesen Schwindel mit den steigenden Aktienkursen und der wieder in Ordnung stehenden Wirtschaft wirklich Glauben schenken. Doch wenn man sich die konstant fallenden Umsätze an den Börsen in den letzten Monaten ansieht, dann wissen wir, daß die großen institutionellen Investoren schon wissen, daß die jüngste Rallye eine Bärenmarktrallye war.
Tags
- | Börse
- | Aktien/intl.
- | Charttechnik
- | Banken
- | US
- | Comments



Bild vergrössern


»
catalyst