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Nationalbank dezimiert Goldreserven um 150 Tonnen

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14. Jänner 2010 14:32

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Die Österreichische Nationalbank hat in zehn Jahren rund 150 Tonnen Gold verkauft. Ende 2008 besaß die Bank nur noch 280 Tonnen - im Gegensatz zu knapp 430 Tonnen Anfang 1999. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Gerhard Deimek hervor. Hingegen hält Österreich nach Meinung der Freiheitlichen viel zu hohe Dollarbestände.

Die Goldverkäufe basieren auf Abkommen von europäischen Notenbanken aus den Jahren 1999 und 2004, in denen die maximale Verkaufsmenge festgelegt wurde, allerdings die Staaten nicht gezwungen wurden, Gold abzugeben. Österreich verkaufte - wie aus der Nationalbank-Statistik zu ersehen ist - den Großteil vor 2006, also noch zu einem deutlich geringeren Preis als dem derzeitigen. Vergleicht man den heutigen Goldpreis mit jenem von 1999, so wären 150 Tonen jetzt rund zweieinhalb Milliarden Euro mehr wert - ein Gewinn, der dem Staat durch den frühzeitigen Verkauf großteils entgangen ist.

FPÖ-Mandatar Gerhard Deimek will nun mit einer weiteren Anfrage in die Tiefe gehen und weitere Informationen einholen, zu welchem Gesamtpreis die Verkäufe erfolgten und was mit dem Verkaufserlös geschah. Für ihn liegt der Verdacht nahe, dass viel von dem Geld ins Budget floss und damit bereits ausgegeben ist.

Finanzsprecher Lutz Weinzinger sieht eine weitere Gefahr in der hohen Abhängigkeit des Euro vom Dollar, bedingt durch die enormen Dollarreserven. Führende Ökonomen wie Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz sagen eine weitere Entwertung des Dollar voraus. Auch eine komplette Abschaffung im Zuge einer Währungsreform wurde in den USA bereits vorgeschlagen, um den durch Kriege und Bankrettungen völlig ruinierten Staatshaushalt zu konsolidieren. Es bestehe daher kein Anlass, "Österreich und Europa weiterhin freiwillig der US-amerikanischen Finanzpolitik auszuliefern, die nur an den eigenen Interessen orientiert ist", hält Weinzinger fest.

Weitere aktuelle Kommentare von mir zu politischen Themen finden Sie auf www.unzensuriert.at

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  • 2010-02-09 14:08:07
    scherf.com

    Es ist gut wenn Österreich US-Dollarbestände aufgebaut hat ...

    Da der US-Dollar in den kommenden Jahren geradezu eine Hausse gegenüber den Euro erleben sollte, ist es besonders gut, dass Österreich seine US-Dollarbestände aufgebaut hat.
    Gold zeigt übrigens jetzt wieder eine fallende Tendenz, wobei dieser Downward Zyklus Jahre anhalten könnte, und daher scheint es richtig gewesen zu sein, dass Goldbestände im Zuge von Preissteigerungen in diesem Edelmetall verkauft wurden.

    Zusätzlich wäre für Österreich's US-Dollarbestände zu überlegen, vielleicht diese zumindest teilweise in den grossangelegten QQQQ (ETF auf Nasdaq) bzw. auch dem DIA (ETF auf Dow Jones Index) und SPY (ETF auf S&P500) vorrübergehend zu investieren, um so das Momentum bzw. die Hausse im US-Dollar und die folgende US-Börsensteigerung im Laufe der kommenden Jahre zur Gänze auszunützen und somit zu multiplizieren. Wäre sicher auch gut für die Staatskasse. Sollte man sich ernsthaft überlegen.

    antworten

  • 2010-02-09 14:15:03
    tukan

    Warum ...

    Warum ist eigentlich dieser Hätti-Wari-Blog vom 14.1.2010 heute topgelistet? Bitte um Erklärungen, auch "aus dem Bauch" wird gerne angenommen.
    Tukan

    antworten

  • 2010-02-09 14:21:01
    tukan

    Re(1): Warum ...

    Weil mein Freund "Scherf" auch erst jetzt gepostet hat nehme ich an, dass Herr Martin Graf die Zeit vom 14.1.2010 bis heute geschlafen hat, idealerweise im Parlament.

    antworten

  • 2010-02-09 15:11:01
    schrauber

    Re(2): Warum ...

    Mich würd' interessieren, ob der Herr Graf wirklich so ist wie er ist, oder bloß von einem anderen Stern kommt?!

    antworten

  • 2010-02-09 15:26:36
    tukan

    @Schrauber et al.

    Vorschlag: Versuche Dich einzubuchen in eine Jagdgesellschaft beim Herrn Martin Graf, und Du wirst sehen: alles irdisch, alles Bauer.

    Tukan

    antworten

  • 2010-02-09 15:34:11
    schrauber

    Re(1): @Schrauber et al.

    Tun's mir die Bauern nicht schlecht machen!

    antworten

  • 2010-02-09 15:57:30
    tukan

    @Schrauber

    Tukan ist formal auch "Bauer", er hatte aber nie ein Angestelltenverhältnis mit BAE.
    So schaut´s aus.

    antworten

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