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26. Dezember 2009 17:38
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Am Ende eines Jahres ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Viele Firmenbilanzen für das Jahr 2009 dürften katastrophal aussehen. Ebenso die „Staatsbilanzen“ wegen ihrer enormen Ausgaben für Bankenrettungen und Konjunkturpakete.
Nach dem Horrorjahr 2008, wo nach der Lehman-Pleite das globale Finanzsystem mehrere Male fast zusammengebrochen wäre, war 2009 relativ „ruhig“. Nach dem Tiefpunkt auf den Aktienmärkten im März setzte eine wilde Spekulation mit billigen Zentralbank-Geld ein, die die Kurse wieder hochtrieb. Die Realwirtschaft bekam davon real wenig ab, sie hatte eher an einem „Credit-Crunch“, einer Kreditklemme zu leiden. Die Wirtschaft sackte weiter ab, erst in der 1. Jahreshälfte gab es durch die enormen Staatsausgaben einigermassen eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, die gleich als „Aufschwung“ und „Ende der Rezession“ verkauft wird.
Die Arbeitslosigkeit stieg weniger an, als erwartet, auch durch Kurzarbeitspakete der Staaten von bis zu 24 Monaten. Dies besonders vor der deutschen Bundestagswahl, wo die Konzerne bekniet wurden, noch nicht zu entlassen. Dafür explodieren die Staatsausgaben überalls ins Unendliche, besonders in den USA und UK.
Aber auch in Euroland haben wir solche Fälle wie Spanien, Irland und besonders Griechenland, das 2009 bereits fast bankrott gegangen wäre. Aber auch die „Nicht-PIGS“ wie Deutschland oder Frankreich machen gigantische Defizite. Solche Defizite führen irgendwann zum Abverkauf von Staatsanleihen und Währung, wie wir es in dieser Krise schon einige Male gesehen haben.
Das Jahr 2009 war also relativ ruhig – erkauft durch staatliche Bankenrettungen und gigantische Budgetdefizite sowie Bilanz- und Marktmanipulationen aller Art. Das wird nicht ewig so weitergehen. Wie es aussieht, haben diese staatlichen Bailouts im Herbst 2008 etwa 1 ½ Jahre „Ruhe und Frieden“ gebracht. Wir sollten nicht vergessen, die Welt ist seit 2000 im sogenannten „Kondratieff-Winter“, jenem Teil des langjährigen Kreditzyklus, in dem die Schulden und anderen Verwerfungen wieder abgebaut werden. Den grossen Crash hat man einige Male verhindert, aber wenn er kommt, dann wird er auch die Staaten mitnehmen.
Ausblick auf 2010:
Die bisherige „Ruhe“ wird 2010 zu Ende gehen. Nicht nur dreht sich die Inflation, besonders bei Lebensmitteln und Energie wieder in das Positive, auch der Goldpreis hat in 2009 neue Höhen bis $1226/oz erreicht. Das waren alles Vorboten für die breite Staatenkrise in 2009.
Der Fast-Bankrott von Griechenland war auch ein Vorbote. 2010 wird es flächendeckend auch die grossen Staaten treffen: Abverkauf von Währung und Staatsanleihen, Explosion der Konsumgüter-Preise, Crash der Finanzwerte. Das ist in jeder Währungskrise so.
Dann heisst es entweder:
- Die Währung aufgeben und den Staatsbankrott anmelden, oder
- Massiv im Staat sparen und die Steuern erhöhen, Zinsen auch massiv rauf.
Massiv sparen und Steuern erhöhen wird nicht gehen, da nach den Banken-Bailouts für die Banker-Boni dafür keine Legitimität mehr vorhanden ist. Ausserdem geben die Steuersklaven kaum mehr etwas her. Gegen das Sparen werden sich alle Lobbies erheben. Auch die Sache mit den Klimasteuern (letzter Marktbericht) ist nach dem gescheiterten Klimagipfel nicht zu machen.
Daher ist der Weg in die Hyperinflation vorgezeichnet. Eine massive Flucht aus allem Papier in Realwerte. Besonders die Rettungsboote aus Gold und Silber, 2010 brauchen wir sie wirklich.
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