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13. Dezember 2009 07:35
Schweizer Spezialität: Der Anteil des mittleren und oberen Managements an der Wirtschaftskriminalität ist bedeutend höher als in anderen Ländern.
Laut einer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers in der Schweiz durchgeführten Studie nimmt die Wirtschaftskriminalität erheblich zu. Die Befragung deckt den Zeitraum von Juni 2008 bis Juli 2009. 129 Schweizer Unternehmen haben sich an ihr beteiligt.
Die Delinquenten sind in 70 Prozent der untersuchten Fälle Mitglieder des mittleren und oberen Managements. Die Managerbeteiligung ist bedeutend höher als in anderen Ländern. Die Delikte werden selten geahndet, unter anderem weil sie und ihre Folgen häufig unterschätzt werden.
Die Faktoren, die Wirtschaftskriminalität fördern, sind laut Studie:
Gewährung variabler Lohnanteile (Boni) an Manager
Unrealistische Zielsetzungen
Größe des Unternehmens (mit wachsender Unternehmsgröße nimmt die Loyalität der Mitarbeiter ab)
Nicht unerwartet, aber doch interessant sind die Motive der wirtschaftskriminellen Mitarbeiter:
Aufrechterhaltung des eigenen Lebensstandards
„Andere machen das doch auch“
„es wird wahrscheinlich doch nicht entdeckt“
Neid auf die Bezüge anderer Manager
Die Schadenssummen der befragten Unternehmen sind schwindelerregend:
Über 5 Millionen (18 Prozent)
Zwischen 1 und 5 Millionen (14 Prozent)
Zwischen 500.000 und 1 Million Franken (9 Prozent)
100.000 bis 500.000 Franken (31 Prozent)
Kleiner als 100'000 Franken (23 Prozent)
Quelle: www.nzz.ch
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