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Der Wandkalender ist kein Messgerät für Erfolg

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16. Oktober 2009 17:28



Manager-Gehälter: Debatte geht am Kern vorbei


Nach jedem Crash folgt zunächst das Saubermachen der Unfallstelle. Der Kollaps des Finanzkapitalismus macht hier keine Ausnahme. Neuregelungen, Sicherheitsmechanismen und ein Staat, der letztlich all diese umsetzen soll, werden nun gerne gefordert. Wer zu den „Baustellen“ des Kapitalismus auch die Manager-Einkommen zählt, kennt aber offenbar die Fakten nicht.

 Wohlgemerkt sprechen wir von Österreich und hier beträgt das durchschnittliche Gesamteinkommen einer Führungskraft – bereits mit allen Sonderzahlungen, aber noch vor Steuern – gerade 153.000 Euro jährlich. Anders gesprochen sind das rund 7.000 Euro netto pro Monat. Auch die viel beschworenen Aktien-Optionen kennen Österreichs Manager großteils nur aus der Berichterstattung: Nur 7% (1. Ebene) bzw. 5 % (2. Ebene) der Führungskräfte erhalten überhaupt Aktien des Unternehmens.

 In Wahrheit ist es weniger die Höhe des Einkommens, als die kurzfristigen Parameter (Stichwort: Quartalsbericht), was Unbehagen bereitet. Wischte sie einmal den Schaum der Erregung vom Mund, müßte wohl die Neidgesellschaft eingestehen: Auch Manager selbst sehen sich nicht gerne im Hamsterrad immer schneller vorzuweisender Gewinne.

 Da es eine ganze Reihe nicht-bilanzieller Parameter für Erfolg gibt, sollte man sie auch nützen. Eine Auswahl finden Sie auf www.wdf.at, wo sich auch der Folder „Verantwortungsvolle Manager-Entlohnung“ beziehen lässt.

P.S.: Führungskräfte leisten übrigens auch etwas – unter anderem erbringen sie mehr als 50% des gesamten Lohn- und Einkommenssteueraufkommens und bilden so die wesentliche Stütze des Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystems.






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