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15. Oktober 2009 15:03
Die glorreichen Sieben brachten in gewohnter Manier am 7.10 im Gasometer das Publikum zum Toben
„Wir wollen feiern, wir wollen Party, wir wollen Bässe im Ohr“, heißt es in Culcha Candelas Hit „Ey DJ“- und genau das bekommen die Fans auch am 7. Oktober im Wiener Gasometer. Zu Beginn herrscht jedoch gespannte Stille im Konzertsaal. Das Publikum blickt wie gebannt zur Bühne, die von bunten Lichteffekten erhellt wird- doch weit und breit keine Spur von den Stars. Plötzlich knallt es laut und alle Sieben erscheinen wie auf einen Streich on Stage. Ab dann wird dem Publikum jedoch keine Ruhepause mehr gegönnt. Culcha Candela feuern einen Hit nach dem anderen ab, auch von Partykönig Pitbull wird mal eben ein Beat geborgt. DJ Chino bewies erneut, dass er ein Meister seines Handwerks ist. Latino-Rhythmen und sommerliche Hits wie „Solarenergie“ beschworen den Sommer zurück und ließen vergessen, dass die ersten Vorboten des Winters bereits in Wien eingetroffen sind und der Wind um die Musikhalle braust.
Angekündigt als die „größte Culcha Show“ wird durch wenige aufwendige Effekte für ein dynamisches Bühnenbild gesorgt. Im Vordergrund stand eindeutig die Show. Jedoch kommen nicht nur die perfekt aufeinander eingespielten sieben Larsito, Itchyban, Mr.Reedoo, Don Cali, Lafrotino, Johnny Strange und DJ Chino bei ihren Tanzmoves ins Schwitzen- auch dem bunt durchmischten Publikum wird heiß. Dafür sorgen neben feurigen Rhythmen und wummernden Bässen Mitmach-Spielchen, bei denen niemand den wachsamen Augen der Musiker entwischen kann.
Neben all der fröhlich-seichten Ausgelassenheit, die mitunter an Cluburlaub auf Malle anmutet, scheuen sich die Musiker nicht, ernstere Themen anzusprechen. Sie fordern das Publikum auf, das Projekt Afrika Rise mit einer Spende zu unterstützen, um Berufsschulen in Uganda bauen zu können. Und die neue Single „Schöne neue Welt“ klingt zwar wie ein weiterer Partyhit, bei dem Text kann einem jedoch das Feiern vergehen. „Herzlich willkommen hier bei Jubel Trubel Heiterkeit“, heißt es in einer Zeile, doch dabei bleiben die Sieben nicht stehen. Kritisiert wird in dem Lied unter anderem unsere Konsumgesellschaft, Internet-Nerds und Fast-Food-Junkies.
In gewohnter Manier gab es bei Culcha Candela also eine bunte Mischung- Salsa, Reggae, Dancehall, Soca und HipHop Rhythmen wechselten einander ab. Die Fans waren begeistert und gingen bei den neueren Hits wie Hamma, Chica, Ey DJ oder Monster genauso ab wie bei den Klassikern des ersten Albums Union Verdadera.
(Katharina Spiegl)



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