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14. Oktober 2009 22:59
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Wien - Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben die wichtigsten Banken Österreichs bekannt, dass sie ab nächstem Quartal für den Zutritt zu ihren Filialen eine Eintrittsgebühr von zwei Euro pro Kunden einheben werden. „Wir haben über Jahrzehnte einfach zu viele Leistungen an unsere Kunden gratis weitergegeben und müssen uns jetzt den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen“, erklärte Walter Rothensteiner, Generaldirektor der RZB. „Aber wir sind ja nicht unmenschlich, deshalb gibt es für unsere Kunden, die eine Jahreskarte für unsere Filiale erwerben, 2,5 Prozent Rabatt auf die Gebühr.“
Kunden, die ab dem nächsten Quartal eine Filiale ihrer Bank besuchen möchten, können die zwei Euro Eintrittsgebühr entweder gleich per Karte direkt am Eingang automatisch abbuchen lassen oder müssen am Schalter eine Eintrittskarte kaufen. „Die Besuche unserer Kunden verursachen einfach zu viele Kosten, die wir im Sinne von Transparenz und Kostenwahrheit nicht mehr schlucken können“, erläuterte Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Bank. „Allein die Energiekosten für die elektrischen Schiebetüren, Überwachungskameras, Bankomaten und das Licht treiben uns an den Rand des Ruins. Darüber hinaus wird der Boden bzw. der Teppich abgenutzt und auch die Wartestühle.“ Insgesamt könnte man sich ohne lästige Kunden und deren persönlichen Besuche die Einrichtung der Zweigstellen und die Filialen selbst sparen.
Die Eintrittsgebühr für Bankfilialen ruft aber auch schon erste Kritiker auf den Plan. In einer gemeinsamen Erklärung gegenüber der Austria Presse Agentur verurteilten Wirtschafts- und Arbeiterkammer den „Abzockplan der gierigen Banker.“ Beide Interessenvertretungen kündigen massiven Widerstand an. „So geht das nicht. Einfach Geld für keine Leistung zu verlangen und den kleinen Bankkunden eine Zwangsgebühr aufhalsen“, erklärten die Präsidenten Leitl (WKO) und Tumpel (AK). „Das Privileg den Menschen per Gesetz Geld abzupressen ohne irgendetwas Sinnvolles dafür zu leisten ist in unserer Verfassung klar den Kammern, den Parteien, dem ORF und der Wiener Zeitung zugewiesen. Wie kommen die Banken auf die Idee, dass sie das auch machen können?“





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