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Fokus FX: EUR/USD

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11. September 2009 14:36

Als EUR/USD vor kurzem die Marke von 1,4350 knackte, schien ein weiterer Dollar-Verfall nur mehr eine Frage der Zeit. Manche zweifelten in den letzten Tagen aber bereits, ob EUR/USD den zweiten starken Widerstand bei 1,4450 noch nachhaltig überspringen würde können. Am Dienstag war es soweit. Nach mehrmaligem Anklopfen gelang der Sprung über die wichtige Marke und in weiterer Folge ging es auch gleich deutlich in den 1,45-Bereich hinein. Am Mittwoch erhielt der Ausbruch neue Nahrung. Wie das Wall Street-Journal berichtete, plant China die erste Emission einer Yuan-Anleihe außerhalb des Festlandes. Dies war ein weiterer Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Chinesen ihre Landeswährung verstärkt internationalisieren wollen. Dazu passt auch, dass die Chinesen eine IWF-Anleihe zeichnen wollen. In Summe keine guten Nachrichten für den Greenback, dessen Status als Weltwährung vor allem von Chinesen und Russen immer mehr (und vor allem immer respektloser) hinterfragt wird.

Aktuell handelt EUR/USD bereits um 1,4600 - das High lag heute bereits bei 1,4630. Nun wird es richtig spannend. Der Anstieg bis auf 1,47 sollte bald erfolgen. Dort wird das jüngste High bei 1,4719 aus dem Dezember 2008 nochmals Abgabedruck erzeugen. Wenn auch diese Marke fällt, rücken die 1,50 rasant ins Blickfeld.

Was kann den Anstieg noch verhindern? Da die Korrelation zwischen Aktienmarkt-Entwicklung und EUR/USD-Kurs im Jahr 2009 sehr ausgeprägt ist, wäre eine Aktienmarktkorrektur ein USD-Aufwertungsgrund. Die Meldungen in den Medien häufen sich dieser Tage, dass viele große Player eine gröbere Korrektur am Markt erwarten. Sie wäre sicherlich gesund und angebracht nach dem heftigen Anstieg der Märkte seit März. Weiterhin gute Daten aus Asien (besonders China) befeuern die Aktienmärkte jedoch weiterhin. Zudem steht das meiste Kapital institutioneller Anleger noch immer an der Seitenlinie und hat die größten Aktienmarktanstiege verpasst. Hier baut sich zusätzlicher Druck für die Portfoliomanager auf. Aus technischer Sicht kann sich EUR/USD Rückgänge bis 1,4160 erlauben, ohne den kurzfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.

Fazit: Kurzfristig überwiegt bei EUR/USD das Upside-Potential. Gründe für eine USD-Aufwertung sind im Moment rar gesät. Zunehmende Risikoaversion an den Märkten wäre allerdings ein solcher Grund, den man jedenfalls immer im Hinterkopf haben sollte.







EUR/USD-Entwicklung in den letzten 5 Jahren. Quelle: Bloomberg
EUR/USD-Entwicklung in den letzten 5 Jahren. Quelle: Bloomberg

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