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Was kommt nach dem Crash? - Szenarioanalyse 2013

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23. Juli 2009 12:46

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In meinem letzten Newsletter (Der Vergleich - Zurück in die Zukunft von 1907!) habe ich ja über 100 Jahre zurückgeblickt in die Vergangenheit des “Jahres der Panik“. Heute möchte ich natürlich nicht 100 Jahre in die Zukunft schauen, weil das keiner meiner Leser erleben wird aber zumindest 4 Jahre in das Jahr 2013. Ich habe im letzten Jahr hier an einer Umfrage teilgenommen zu möglichen Entwicklungen und Szenarien für die Zukunft. Diese – sehr fundierte und strukturierte - Szenario Umfrage – wurde initiiert vom Zukunftsinstitut und trug den Namen „Was kommt nach dem Crash?“

Was kommt nach dem Crash?

Wir erleben gegenwärtig eine globale Zäsur. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat es kein Ereignis gegeben, das die Welt so folgenreich, so konsequent verändern wird wie die aktuelle Krise der Finanzmärkte. Sie zieht das globale Wirtschaftssystem in ihren Sog und eines ist inzwischen klar: Nichts wird mehr so sein, wie es war. Es war unbestritten eine Krise mit Ansage. Nicht wenige Ökonomen haben sie schon vor zwei Jahren vorausgesagt, auch das Zukunftsinstitut hat die Entwicklung aufmerksam verfolgt und analysiert.

Und doch hat das Platzen der Immobilien- und Finanzblase samt seiner Folgen für die Gesamtwirtschaft viele überrascht – Unternehmer, Manager, Politiker ebenso wie Businessstrategen, erst recht den Großteil der Öffentlichkeit. Mancher wollte es vielleicht auch einfach nicht kommen sehen. Nun ist der Crash endgültig da. Doch statt geschockt abzuwarten, wohin die Krise führt, muss es jetzt darum gehen, langfristige Lösungen und kluge Auswege zu finden, die den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik wie auch jedem einzelnen Bürger Handlungsfähigkeit zurückgibt.

Der Blick nach Vorn

So wichtig die Frage ist, wie es zu der weltweiten Krise kommen konnte – was Zukunftsforscher interessiert ist: Was kommt nach dem Crash? Zwar sind die ersten Auswirkungen auf die Menschen in den westlichen Wohlstandsländern bereits sichtbar. Die mittel- bis langfristigen Folgen der Krise für die Gesamtgesellschaft sind jedoch noch nicht genau absehbar. Das Zukunftsinstitut hat in einer Szenario-Analyse untersucht, wohin die aktuelle Entwicklung in den nächsten Jahren führen könnte. Ergebnis sind vier unterschiedliche Szenarien, wie die Welt im Jahr 2013 aussehenkönnte.

Szenario 1: Selbstreinigung der Märkte – Die renovierte Marktwirtschaft

Die Finanzmarktkrise wirkt sich auf die Realwirtschaft aus, führt aber auch zu Korrekturen von Fehlentwicklungen und Negativ-Auswüchsen. Die Krise wird zur Chance für das kapitalistische Wirtschaftssystem. Der Rückschlag in den westlichen Wohlstandsgesellschaften wiegt schwer, mittelfristig aber zahlt sich das Vertrauen in die Selbstreinigungskräfte des freien Marktes aus. Das Ergebnis: Eine neue, bessere Weltwirtschaftsordnung, ein System, in dem sich Amerika von seiner Vormachtstellung verabschiedet hat und die Schwellenländer eine größere Bedeutung haben.

Die Regierungen der Welt haben gezeigt, dass sie kurzfristig energisch eingreifen. Bis diese „wachstumsorientierten Maßnahmen“ wirken, dauert es zwar noch eine Weile, dann aber beruhigt sich die Lage und eine tiefe Rezession der großen Industrieländer bleibt aus. Der Kapitalismus ist keineswegs am Ende. „Ich glaube, dass wir dank der jüngsten Beschlüsse den Höhepunkt der Krise vielleicht gesehen haben“, äußerte sich Dominique Strauss-Kahn, Direktor des Internationalen Währungsfonds, am 13. Oktober 2008 zuversichtlich.

Die Banken werden ihre Hausaufgaben machen. Der Zustand unserer Wirtschaft ist längst nicht so dramatisch, wie vielfach unterstellt. Ein Konjunkturprogramm für Deutschland, die EU oder Amerika ist völlig überflüssig. Auch die Jobverluste werden nicht so groß sein. Ein dauerhaftes staatliches Eingreifen in das Marktgeschehen ist gänzlich falsch. Krisen gehören zur freien Marktwirtschaft dazu. Dass sie sie bewältigt, ist Ausdruck ihrer Leistungsfähigkeit. Und mehr noch: Letztlich geht die Welt daraus gestärkt hervor. Nach 2010 werden die deregulierten Märkte effektiver und besser arbeiten als jemals zuvor.

Szenario 2: Soft-Sozialismus – Die Skandinavisierung der Welt

Die Krise treibt alle Länder in ein neues halbstaatliches Wirtschaftsmodell. Nur durch umfassende Konjunkturprogramme und eine politisch gesteuerte, radikale Umgestaltung des globalen Wirtschaftssystems lassen sich globale Rezession und Zerfall westlicher Wohlstandsgesellschaften vermeiden. Die Regierungen und die internationale Gemeinschaft greifen hart durch: Banken und andere Großunternehmen werden verstaatlicht oder aber unter strenge staatliche Aufsicht gestellt, Managergehälter begrenzt und die Finanzarchitektur reformiert. Mit Erfolg: Die Aktienindizes gewinnen schon bald wieder an Fahrt, das Tal ist durchschritten, das Ende der Krise in Sicht. Langfristig rentiert sich das massive Engagement der öffentlichen Hand – zum Wohle aller.

In einem Land wie den USA, das sich damit rühmte, Kapitalismus in Reinkultur zu praktizieren und seine Weltmachtposition auf den Neoliberalismus baute, erleben wir, was bislang unmöglich schien: Mit einer milliardenschweren Kombination aus Staatsbeteiligungen und Bürgschaften orientiert sich die US-Regierung an den Rettungspaketen, die in den europäischen Ländern geschnürt wurden. Eine Entscheidung, die in den USA als Sozialismus gilt. Die Sozialdemokratie hält erstmals Einzug in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz bringt die Veränderung der globalen Ökonomie auf den Punkt: „Der Neoliberalismus ist tot.“ Doch die Lage ist nicht ausweglos: „Ich halte die Krise für beherrschbar. Wir haben es in der Hand“, erläuterte Bundespräsident Horst Köhler am 12. Oktober die Unterschiede der heutigen Situation zur Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren. Der Staat springt ein, die Börsen erholen sich. Dass die großen Industrienationen an einem Strang ziehen, zahlt sich aus. Das Vertrauen unter den Banken kehrt zurück. Am Ende stehen eine bessere Regulierung der Finanzmärkte und eine andere Struktur der Managergehälter. Globale Finanzorganisationen wie IWF und Weltbank wachen künftig streng über das Marktgeschehen. Die Staaten profitierten letztlich von ihrem finanziellen Engagement und machen – wie Schweden in den 1990er-Jahren – unterm Strich sogar noch Gewinne, die sie in die sozialstaatliche Wohlfahrtspflege investieren. Weltweite Solidaritätsfonds werden eingerichtet, in die die führenden Finanzkonzerne einzahlen und mit deren Hilfe die globale Wohlstandsentwicklung unterstützt wird. – In der Sorge um die eigenen angeschlagenen Volkswirtschaften vergisst der Westen nicht die Krisen in den Entwicklungsländern.

Szenario 3: Globale Depression – Zusammenbruch der Weltwirtschaft

Die Finanzkrise basiert nicht auf einem grundsätzlichen Fehler des Kapitalismus. Dennoch lähmen der Vertrauensverlust zwischen den Banken, die Angst der Sparer und die Massenhysterie die Konjunktur. Trotz vorübergehender staatlicher Hilfen gerät die Realwirtschaft in den Sog der Finanzmarktkrise. Das Ergebnis: eine weltweite, lang anhaltende Rezession, ähnlich der „Großen Depression“ der 1930er-Jahre. Weil die Staaten auf die Marktgesetze vertrauen, gibt es von der Politik keine weitreichende, langfristige Einmischung. Diese Hoffnung wird jedoch jäh enttäuscht. Die Weltwirtschaftsordnung bricht weitgehend zusammen, mit verheerenden gesamtgesellschaftlichen Folgen.

Weil sich alle führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gegen Konjunkturprogramme und staatliche Eingriffe aussprechen, setzen die Regierungen lediglich auf „wachstumsorientierte Maßnahmen“. Diese bremsen den konjunkturellen Abschwung allerdings nicht. Vertrauen lässt sich eben auch mit Billionen Euro nicht erkaufen. Die staatliche Einlagensicherung kann den Interbankenhandel nicht ankurbeln und die Funktionsfähigkeit der Kreditmärkte nicht wiederherstellen. Die Erwartung, damit könne die Basis für die wirtschaftliche Erholung gelegt werden, wird enttäuscht. Was sich die Verantwortlichen wie Notenbankchef Bernanke erhoffen, dass durch den Einstieg der Regierungen an den Märkten wieder Normalität einkehrt, tritt nicht ein. Hilfsfonds für die Banken können ohnehin nur begrenzt sein und kommen zu spät.

Was wir erleben, ist der „Bankrott der Metaphysik des Marktes“, so jüngst Frank Schirmacher in der FAZ. Die Realwirtschaft liegt am Boden mit verheerenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Millionen Menschen verlieren ihre Jobs. Das wirtschaftliche Chaos schlägt auf den kleinen Mann durch. Den Konsumenten vergeht die Kauflaune, selbst die weltgrößten Discounter wie Wal-Mart melden Umsatzrückgänge, Autobauer schließen Werke, ganze Volkswirtschaften – siehe Island – stehen vor dem Staatsbankrott. Die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller, eine globale Rezession ist die Folge. Weil man sich international auf keine gemeinsame Lösungsstrategie einigen kann, koppeln sich die einzelnen Wirtschaftsräume voneinander ab und schließlich kommt die Globalisierung zum Erliegen.

Szenario 4: Defizit-Desaster – Ausverkauf des Wohlstands

Die dauerhafte Schwäche des Finanzsektors führt zu einer massiven Stärkung, aber auch Verschuldung des Staates, der die Folgeschäden auf die Bürger abwälzt. Die Bankenkrise wird zur Staatskrise. Die Regierungen sind trotz ihres gigantischen Engagements unfähig, die wirtschaftlichen Probleme zu lösen, überfordern sich und ihre Bürger. Staatliche Geldspritzen und Konjunkturprogramme, um das kränkelnde System am Leben zu erhalten, können eine Rezession nicht verhindern und führen zum Ausverkauf gesellschaftlichen Wohlstands.

Auf dem Weg in eine schwere Weltwirtschaftskrise mit tiefen sozialen Einschnitten gelingt eine grundlegende Wende nicht. Weltbank, Internationaler Währungsfonds, EZB, EU und G8 – alle versuchen sich an einer effektiven Regulierung des Finanzmarktkapitalismus. Ohne Erfolg. Länder suchen nach gerechteren Steuergesetzen und nach Möglichkeiten, die Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen – allein die Handhabe fehlt ihnen.

Was wir erleben werden, ist eine der teuersten Beerdigungen der Weltgeschichte. Der Finanzsektor hat die katastrophale Situation ausgelöst und bekommt dafür auch noch Subventionen. Die Steuerzahler tragen die Kosten, ausgeglichene Staatshaushalte rücken in weite Ferne. Die Politik argumentiert, es handele sich um eine Vergesellschaftung zu Gunsten des Gemeinwesens. Ein Trugschluss, wie sich schon bald herausstellen wird. Denn mehr als gigantische Schulden wird es nicht zu verteilen geben. Die Teilverstaatlichung der Banken reicht nicht aus. Eine effektive Gegenleistung seitens der Unternehmen gibt es nicht. Im Gegenteil: Die ersten Banken werben bereits dreist für ihr Geldinstitut mit dem politischen Versprechen von Frau Merkel & Co. Inzwischen rufen nicht mehr nur die Banker nach dem Staat. Die Begehrlichkeiten in anderen Branchen wachsen. Mit dem Milliarden-Paket für die Kreditinstitute beginnt ein großes Subventions-Wunschkonzert. Die Ideen der Wirtschaftsverbände und Unternehmen reichen von Sozialabbau bis hin zu Schecks für Autokäufer.

Es tritt ein, was Globalisierungskritiker schon lange beklagten: Nach dem allgemeinen Schock geht die Kasino-Mentalität auf den Finanzmärkten weiter. Banker und Manager machen ihre Hausaufgaben nicht wirklich. Stattdessen verlassen sie sich auf die Allgemeinheit. Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert. Die US-Regierung rettet die Wall Street, vergisst aber die Bronx. Beim Versuch Europa zu stabilisieren, geraten die Krisenherde Afrikas aus dem Blick.

Das Ergebnis der Szenario Umfrage auf einen Blick:

Szenario-Analyse des Zukunftsinstitutes für das Jahr 2013

Einen detaillierten Ergebnisbericht mit den Kommentaren können Sie beim Zukunftsinstitut kostenlos anfordern. Tragen Sie sich dazu bitte in das Kontaktformular ein. Zur leichteren Zuordnung nennen Sie bitte im Mitteilungsfeld „Ergebnisse Szenario-Umfrage” als Grund für Ihre Kontaktaufnahme.

Mein Fazit

Wenn Sie mich jetzt fragen, an welches Szenario ich glaube, dann glaube ich, dass wir uns derzeit in Szenario 2 und 3 befinden, aber die Krise nach der Krise kommen wird. Das ist dann Szenario 4, welches ich damals auch schon ausgewählt habe. Dieses kann ich mir für das Jahr 2013 sehr gut vorstellen, weil ich gerade der Ansicht bin, dass die Banken nun nicht unbedingt gelernt haben. Sondern derzeit deswegen gigantische Gewinne machen weil sie wieder neue Risiken eingehen oder aber geänderte Bilanzierungsrichtlinien anwenden und mehr Kreativität walten lassen können zum – kurzfristigen – Wohle ihrer Gewinne.

Ihr

Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ

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  • 2009-07-23 14:02:00
    scherf.com

    Nach dem Crash kommt wieder ein Boom!

    Wie immer im historischen Rad der Wirtschaft kommt nach einem Crash dann wieder schlussendlich ein Boom. Die Wirtschaft besteht aus Boom und Bust, und round and round it goes. Man muss eben das Haus kehren und genau das passiert bei einem Crash/Krise, ... das Haus wird gekehrt und wieder in Ordnung gebracht. Euphorie wird gedämpft und man versucht die Menschen wieder zur Realität zurückzubringen was oft in Angst endet. Dann kommen wieder die Opportunisten und kaufen zu Diskontpreisen die Waren, Güter und damit Aktien die keiner mehr will, und plötzlich geht es wieder schrittweise nach oben. Angebot und Nachfrage. Und plötzlich glaubt die Masse wieder den Zug (das Recovery) zu verpassen und wir geraten wieder in eine Boomphase mit viel Euphorie. Die Blase (der Boom) platzt dann wieder und der Ausverkauf beginnt indem sich Existenzangst wieder ausbreitet und alles wieder zu Ausverkaufspreisen verkauft wird, ... und das Rad beginnt dann wieder von Neuem, ... and so it goes round and round.

    Die wichtigste Frage ist: War es wirklich eine Krise? Man nennt es eine Krise, ... vor allem als Entschuldigung für Politiker "Änderungen" durchzuführen, udn für Geschäftsleute die "bad deals" der Vergangenheit entlich irgendwie in den Bilanzen verschwinden zu lassen. Die Realität: Es gab keine Krise, ... es gab eine massive Korrektur, aber keine Krise. Sondern es war nur ein Wirtschaftszyklus, denn round and round it goes. Die Überraschung war nur die Geschwindigkeit des Zyklus, d.h. des Boom und des Bust, und genauso überraschend wird das Recovery sein.

    Banken verdienen mit Recht wieder erstklassig mit neuen Rekordgewinnen, denn die Spannen mit heutigen Zinssätzen sind ein vielfaches mehr als in Normalzeiten, d.h. die Spanne von 0,25% auf z.B. ca. 5,5% ist wesentlich höher (nämlich ca. 2100%) als z.B. in Normalzeiten ca. 3% auf 6,5% (nur ca. 116%). Die Banken und deren Aktionäre freuen sich. Doch so wird globaler Wohlstand erzeugt und auf der Strecke bleiben nur die negativen Leute, die Pessimisten, da sie den Zug des neuen Boom versäumen und damit dann wieder nur von irgendwelchen Krisen für Jahre hindurch dampfplaudern. Und später wenn die Korrektur im normalen Wirtschaftszyklus stattfindet, dann sagt man von den Pessimisten, dass sie ohnehin die Krise vorhergesagt hätten. Das ist wirklich sehr prophetisch? Nein, es ist nur der normale Wirtschaftszyklus von Boom and Bust und keine Prophezeihung, sondern nur die historisch übliche Realität.

    antworten

  • 2009-07-23 15:20:12
    tukan

    Der Scherf hat einen wirklich (langzeitlich) guten Vergleich gebraucht: Die Wirtschaft ist ein" merry go round, and round, and..."
    Diese Ansicht teile ich auch , weil auch ich mehr an "Phasen/Zyklusse" denke, als ein gerade Linie.

    antworten

  • 2009-07-23 16:23:00
    Otto Normalinvestor

    Zyklusse? Du sagst ja auch nicht Atlasse oder Autobusse ...

    antworten

  • 2009-07-23 16:26:52
    Vola Master

    Ja... eher Autobussis und Autobusen...

    antworten

  • 2009-07-23 16:37:37
    tukan

    Die Autobusse gehen ja noch durch, aber die Zyklusse sind ein 5er in Deutsch, und das passiert ausgerechnet mir!
    Übrigens: Habe lange Zeit "vielleicht" mit einem "h" drinnen geschrieben. ;-)

    Wollt Ihr den perfekten Tukan?
    Nein, na eben.

    antworten

  • 2009-07-23 16:52:29
    tukan

    Aber typisch "Sommer- und saure Gurkenzeit":
    Wehe, Tukan macht einen Flugfehler, schon sind die Geier "Vola Master" und "Otto.Normalinvestor" zur Stelle, um sich am weidwunden Vogel Tukan zu delektieren.
    Der Otto braucht eh laufend immer Federstiele!
    Au, aua!

    antworten

  • 2009-07-23 17:13:04
    Otto Normalinvestor

    Heut hab ich ein Mercedes-Taxi gsehn, dessen Airbag nicht ganz aufgegangen ist. Der Kopf vom Fahrer hat die Scheibe zwar ziemlich eingeschlagen, aber dieses Sicherheitsglas hält schon was aus. Irgendwas hält es immer noch zusammen. Wogegen die Kühlerhaube (zum Glück eine ziemlich grosse) ziemlich zerknautscht ist. Sogar der Motor ist verbogen. Aber die Polizei Dein Freund und Helfer, legt ihm einen Zettel aufs Armaturenbrett: "bis 23.7.09 abzuholen, ansonsten wird das Unfallwrack abgeschleppt". Eigentlich sollte man froh sein, wenn er nur auf der Intensivstation liegt und nicht woanders, aber das Auto noch heute wegschieben, das ist wirklich zuviel verlangt ... wegen "waidwund" im Zusammenhang mit Vogel, da muß ich immer an Windschutzscheiben denken ...

    antworten

  • 2009-07-23 17:43:10
    tukan

    Nein, nein, Otto, nicht "waidwund" sondern "weidwund", ja,ja.
    Die Falle ist zu für den Otto! Gibt´s nicht?

    Über unserer Nachbarweide kreisen permanent die "Hühnergeier" (Habichte?) und suchen nach verwundetem, erschöpftem und altem Kleingetier.
    Also "weidwund" und nicht wund durch die bösen Jäger".

    antworten

  • 2009-07-23 20:40:32
    Otto Normalinvestor

    "Weide" -> "Weihe", in der Jagdsprache kenn ich mich aus, hab oft genug dem Konrad das Stockerl auf die Pirsch getragen. Während andere im Greifgeflügel verallgemeinernd lediglich "Habichte" erkennen, kann ich sie schon am Gefieder unterscheiden: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihe...

    antworten


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