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15. Juli 2009 14:56
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Volatilität
Die Volatilität gibt die Schwankungsbandbreite eines Wertpapiers also von Aktien, Rohstoffen, Zinsen usw. an. Die Volatilität ist dabei als Standardabweichung definiert und dient häufig als Risikomass. Man geht dabei davon aus, dass eine hohe Schwankungsbandbreite, also eine hohe Volatilität auch für ein risikoreicheres Investment steht. Neben der hier besprochenen historischen Volatilität gibt es aber auch noch die implizierte Volatilität, die von den Marktpreisen der Optionen am Terminmarkt abgeleitet wird.
Sharpe Ratio
Das Sharpe Ratio ist eine risikoadjustierte Kennzahl für Fonds. Diese setzt den Mehrertrag des Fonds gegenüber einer risikolosen Anlage (z.B. Geldmarkt) im Verhältnis zur Volatilität. Je höher die Sharpe Ratio ist, umso höher war die Performance des Fonds oder umso geringer war die Volatilität und damit das Risiko des Fonds. Kurz um, je grösser (>1) die Sharpe Ratio, umso besser ist der Fonds. Ähnliche Kennzahlen sind Treynor-Masszahlen (hier wird der Mehrertrag im Verhältnis zum Beta des Portfolios gesetzt) oder Jensens Alpha (hier wird der Mehrertrag im Verhältnis mit einem Vergleichsindex gesetzt). Die Sharpe Ratio erleichtert daher die Fondsauswahl und stellt in den letzten Jahren eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Bewertung von Fonds dar. Sie wurde bereits in den 60er Jahren vom späteren Nobelpreisträger William F. Sharpe entwickelt.
Squeeze-Out
Unter Squeeze-Out versteht man jenes Verfahren, welches es dem Mehrheitsaktionär ermöglicht, die restlichen Kleinanleger mit einem Bargeldangebot abzufertigen. Der Squeeze- Out ist in jedem Land extra geregelt. In Deutschland ist es erst möglich, einen Squeeze-Out zu beantragen, wenn man 95 oder mehr Prozent an einem Unternehmen besitzt. Ein solcher Squeeze- Out-Verfahren ist nicht ganz einfach und muss durch Gutachten gut unterlegt sein.
Tenderverfahren
Das Tenderverfahren wird häufig bei der Emission von Wertpapieren verwendet. Dabei erhält derjenige den Zuschlag, der das höchste Gebot abgegeben hat (Auktionsverfahren). Der Emittent (derjenige, der die Wertpapiere ausgibt) legt dabei keinen bestimmten Ausgabekurs fest, sondern fixiert nur einen Mindestkurs. Die Interessenten geben danach Angebote ab und die Zuteilung erfolgt dann vom höchsten bis zum niedrigsten Gebot je nach Verfügbarkeit der Emission. Hat man daher ein zu geringes Angebot abgegeben, erhält man überhaupt keine Zuteilung. Dieses Verfahren wird sehr oft bei Emissionen von Bundesanleihen verwendet.
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