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04. Juli 2009 08:45
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Günter Hannich, Crash-Investor
Von der Politik und den Medien werden wir alles andere als über das wahre Ausmaß der Krise informiert. Bis zum Sommer 2007 hieß es, daß der "Aufschwung" bald kommen werde, dann ab 2007 hieß es, die damalige durch Platzen der US-Immobilienblase ausgelöste Finanzkrise werde nur im Finanzsektor Schäden anrichten und auf die reale Wirtschaft keinen Einfluß haben.
Nachdem nun seit diesem Jahr klar wird, daß die Finanzkrise massiven Einfluß auf die Realwirtschaft hat, geht die Augenwischerei weiter und man behauptet, die jetzige Krise wäre schon wieder zu Ende und es hätte keinerlei Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen.
Auf die Wirtschaftskrise folgt eine politische Krise bis hin zum Krieg
Doch schon die Geschichte beweist etwas völlig anderes: Bis zum Jahr 1929 hieß es, man hätte ein "ewiges Wachstum". Als es dann im Oktober 1929 zum großen Börsenkrach kam, wurde wie heute behauptet, daß es eine reine Krise der Finanzwirtschaft sei, ohne Einfluß auf die Realwirtschaft - dann brach die Realwirtschaft (parallel zu heute) ein und abermals wurden die Menschen von der Politik belogen, als man behauptete, die Krise wäre schnell zu Ende und es würden wieder "glückliche Tage" anbrechen.
In Wirklichkeit führte die Wirtschaftskrise in Deutschland zur Wahl der Nationalsozialisten und dauerte in den USA 10 Jahre. Die Folge der Krise war dann letztlich der Zweite Weltkrieg.
Es gibt leider nur wenig Grund dazu anzunehmen, die Politiker wären heute schlauer geworden. Bisher läuft die Wirtschaftskrise parallel zur Weltwirtschaftskrise, inkl. aller Augenwischerei und dem Verbreiten von Zweckoptimismus.
Daß sich inzwischen gefährliche politische Spannungen aufbauen sehen Sie daran, daß bspw. Großmächte wie Rußland immer mehr auf Konfrontation mit dem Westen gehen.
EU befürchtet neuen Gasstreit mit Russland
Die Europäische Union fürchtet eine erneute Eskalation im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland. Grund seien die aufgrund der Finanzkrise ausbleibenden Zahlungen für russisches Gas. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso betonte, daß es sich um eine "große Krise" handle.
Größtes Problem der Ukraine blieben die internen Schulden von Industrie und Privathaushalten, die auf 26 Mrd. Griwna (2,45 Mrd. Euro) gestiegen seien. Die Ukraine spekuliert darüber hinaus nun auf günstigere Gaspreise und lehrt die Vorratslager, um sie dann im Winter wieder aufzufüllen. Es fehlt bei dieser Konstellation - drohende Lieferverknappung aus Rußland und im Winter leere Vorratslager - nicht viel, daß Rußland abermals - diesmal dauerhaft - die Gaszufuhr in die Ukraine und damit den Westen sperrt und wir unmittelbar in eine Energiekrise schlittern.
Die jetzige Wirtschaftskrise bekommt dann eine völlig neue Dimension, wenn es zusätzlich zu einer Energiekrise kommt.
Stellen Sie sich also auf harte Zeiten ein.
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