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Die Lösung: KarstadtOpel AG

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23. Juni 2009 00:31

In der abgelaufenen Woche hatte ich eine Vielzahl von Geschäftsterminen in Frankfurt, unter anderem auch mit einigen Agenturen bezüglich der Gestaltung und Umsetzung von Werbematerialien. Derartige Flyer, Visitenkarten, Sonderdrucke, Online Kampagnen usw. kosten natürlich immer eine Stange Geld, aber sind enorm wichtig. Gerade auch in Krisenzeiten.

Warum erzähle ich Ihnen das jetzt? Ganz einfach, stellen Sie sich vor, ich muss meinen Werbeetat und mein Medienbudget noch aus meiner eigenen Tasche bezahlen! Eigentlich schön blöd hab ich mir nun gedacht, nachdem ich gelesen habe, wie intelligent das andere machen.

Bundesadler oder Pleitegeier

Ich habe vor kurzer Zeit einmal geschrieben, dass ich es als absolut positives Signal für Deutschland werte, dass Karstadt nicht gerettet wird. Ja von wegen, da hab ich mich mal sauber getäuscht, weil nämlich Insolvenz etwas ganz anderes als Pleite ist, vor allem bei Traditionsunternehmen. Aber natürlich nicht bei Traditionsunternehmen aus dem Mittelstand! Bei ersteren kommt – frei nach Westerwelle - der Bundesadler, bei letzteren der Pleitegeier.

Eine Staatsbürgschaft für einen Versandhauskatalog

Die bayerische Staatsregierung will dem insolventen Fürther Versandhaus Quelle nun mit einer Bürgschaft über knapp 21 Millionen Euro helfen. Damit soll der Druck des Winterkatalogs ermöglicht werden. So ein Quatsch wirklich. Natürlich wird diese Bürgschaft wohl von der glorreichen Bayerischen Landesbank gewährt. Ob nun Banken Geld drucken, was irgendwann nichts mehr wert sein wird, oder ob Banken Kredite vergeben damit gescheiterte Unternehmen mit diesem Geld einen Katalog drucken ist langsam auch schon egal aus meiner Sicht.

Das Märchen von der „Geordneten Insolvenz“

Ich denke das ist jetzt eine „Geordnete Insolvenz“ von der Herr zu Guttenberg immer gesprochen hat. Toll wirklich was für eine Ordnungspolitik! Wann haben Sie zum letzten Mal in einem Versandhaus-Katalog geblättert? Ich gebe in der Regel das Produkt immer bei google oder amazon ein und dann bestelle ich Online. So machen das anscheinend viele andere Konsumenten auch und deswegen ist das Geschäftskonzept von Arcandor mit seinen Innenstadt-Kaufhäusern namens Karstadt oder auch der Quelle-Versand nicht mehr wettbewerbs- und schon gar nicht zukunftsfähig. Selbst wenn man dort auch schon Online bestellen kann. Aber warum gibt es bei Amazon oder ebay eigentlich keinen gedruckten Katalog?

Mein Vorschlag - Fusioniert Karstadt mit Opel zur KarstadtOpel AG

Das würde beispielsweise bedeuten, Karstadt übernimmt die Fabrikhallen der Opel-Werke auf der freien Wiese und errichtet zukunftsfähige Shoping-Malls nach Amerikanischem Vorbild. Opel hingegen verlagert seine Produktionsstätten in die Karstadt-Einkaufshäuser in den Innenstädten mit integriertem Auto-Direktverkauf.

Das Beste ist natürlich, es kann ein gemeinsamer Katalog erstellt werden und somit der Steuerzahler deutlich entlastet werden. Das nenne ich Synergieeffekt.

Finaler Rettungsschuss statt Geordneter Insolvenz!

Mein Motto für die richtige Vorgehensweise bei derartigen Schrott-Unternehmen und Total-Versagern ist somit der „Finale Rettungsschuss“ anstatt der „Geordneten Insolvenz“. Auf Deutsch: zu den Laden, abwickeln und Schluss (vor allem mit weiteren Steuergeldverschwendungen)!

Was bedeutet das für Sie als Anleger?

Zurück zum Ernst der Lage! Ganz einfach, die Gefahr, dass sich die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls auf einem Weg in die „Geordnete Insolvenz“ befindet nimmt immer stärker zu, bei derartigen ordnungspolitischen Fehlsteuerungen. Die Währungsreform des 21. Jahrhunderts wird nicht diesen Namen tragen, aber die Selben Auswirkungen mit sich bringen. Nämlich einen enormen Kaufkraftverlust von Vermögenswerten von Bürgern, welche in Papiergeld angelegt sind. Ebenso wird diese Währungsreform nicht “schlagartig”, stichtagsbezogen kommen wie bereits zwei Mal im 20. Jahrhundert, sondern schleichend von statten gehen.

Vielleicht wird ja auch eines Tages eine Werbeagentur damit beauftragt, einen pfiffigen und beruhigenden Namen dafür zu finden. Also anstatt Währungsreform beispielsweise „Money-Rebalancing“.

Ich möchte Ihnen hierzu auch nochmals einen älteren Beitrag von mir zur Lektüre empfehlen: Rettungsschirm: Vergesst Beate Uhse nicht!

Ebenso mein Interview zum Thema: Vermögens- und Kaufkraftschutz auf n-tv

Ihr

Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ

www.markus-miller.com oder
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