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Darf man Julius Meinl so zeigen?

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19. Mai 2009 23:47

company postings[9] company

Untertitelt mit „Meinls Kampf“ zeigt „Format“ Julius Meinl V. mit neuer Frisur am Cover. Durchaus umstritten. Das Bild weckt gewissermassen Assoziationen mit der Thematik des dritten Reichs. Die mediale Aufmerksamkeit hat das Nachrichtenmagazin jedenfalls bekommen, wenngleich die geschichtliche Verbindung Meinls zur NS-Zeit sehr weit hergeholt scheint.

Darf man Julius Meinl überhaupt in diesem Kontext zeigen? Sicherlich diskussionswürdig. Allerdings kann dem Nachrichtenmagazin keinerlei rechte Gesinnung unterstellt werden. Da geht es rein um das Erregen von Aufmerksamkeit abseits politischer Botschaften.



Zehn Millionen für Inserate


Diese versucht sich allerdings auch Meinl mit einer – Gerüchten zufolge – rund zehn Millionen Euro schweren Inseratenkampagne zu erkaufen. Was sind schon zehn gegen 100 Millionen Euro? Gerichtsgutachter und Staatsanwalt werden in öffentlichen Statements angegriffen und klagsfreudige Anleger mit verlockenden Vergleichsangeboten umworben.

Jüngst hat der 49 jährige Banker seine PR-Maschinerie in London anlaufen lassen. Neuer Haarschnitt – auf den das Format-Cover fokussiert – und Interviews mit britischen Zeitungen. „Ich werde den Namen meiner Familie reinwaschen“, gibt sich Meinl dort kämpferisch. Allerdings ist der „Fall Meinl“ in Österreich keiner der traditionsreichen Familie, sondern allein einer des millionenschweren Bankers Julius Meinl V. Das sollte bei einer kritischen Betrachtung nicht vergessen werden.





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  • 2009-05-20 16:34:01
    der Verwalter

    Das geht eindeutig zu weit

    Da hat der Herr Muzikant, der das massiv kritisiert hat, schon recht.

    Gerade in Zeiten wie diesen (Ebenseeer "Lausbubendummheiten") hat man auf dieses Thema sensibel zu reagieren.

    Meinls Kampf mit so einem Foto - das ist mindestens geschmacklos.

    Was man nicht alles tut, um Auflage zu generieren - letztklassig.

    Format hätte seine Botschaft sicher genauso rüber gebracht, wäre man hier sensibler vorgegangen.

    antworten

  • 2009-05-20 11:21:20
    kreta

    die hitler-assoziation ist absolut das letzte. das hat aber weniger mit der person meinl zu tun, als mit der sensibilität des themas.
    gerade der format-chefredakteur pelinka lässt keine gelegenheit aus, um vor rechten gefahren zu warnen - und das völlig zu recht. und dann sowas?
    von solchen massen-begeilenden covern hin zu den vorfällen von ebensee sind es nur wenige schritte. gerade von einem selbsternannten "qualitätsmedium" wäre ein wenig mehr sensibilität angebracht.

    antworten

  • 2009-05-20 11:35:14
    Otto Normalinvestor

    Auch meine Meinung.

    Dieses Wortspiel ist absolut unpassend. Worauf nur die Krone-Leserbriefe wieder den Meinl in Schutz nehmen werden ("Schaut, alle Gutmenschen sind gegen ihn! Wir Bösmenschen müssen zusammen halten!"). Dabei ist der Meinl in meinen Augen ganz sicher ein schlechter Mensch, zumindest im Sinne von Unmäßigkeit und Gier. Aber mit Hitler hat er absolut nichts zu tun. Das Wortspiel ist ein Blödsinn. Qualitätsmedium? Schade drum, das hättens nicht nötig gehabt.

    antworten

  • 2009-05-20 08:42:34
    investor0901

    Natürlich darf man das!

    Ähnlich würden die Fotos der getäuschten und abgezockten Anleger aussehen. Meinls Gier und Unverschämtheit hat zigtausende Anleger um ihre Ersparnisse gebracht. Teile dieses Geldes steckt er jetzt in eine Beschönigungskampagne. Aber das nützt nichts mehr. Er hat sich und seinen Namen mit seiner unbändigen Abzockermentalität, die vor nichts halt macht, zerstört. Und jetzt verleumdet er auch noch Richter, Staatsanwälte und Gutachter. Aber das ist halt sein Stil! Die feine englische Art! Natürlich gilt auch für Ihn die Unschuldsvermutung.

    antworten

  • 2009-05-20 10:51:28
    rappi

    Österreicher sind Neidhammeln

    Da gibt es noch Menschen die hinter ihrer Arbeit stehen und dann werden sie in den Dreck gezogen! Da soll mir mal einer zeigen, dass Skandia oder Gerling nicht ihre Aktienpositionen intern herumschiebt. Nur da gibt es niemanden der für die Arbeit grad steht und den man auf ein Titelblatt bringen kann!!!!! Eine Schande diese Neid&Hass Gesellschaft!

    antworten

  • 2009-05-20 11:02:44
    Otto Normalinvestor

    Ich glaub, da geht´s nicht um die gewöhnlichen Neider, die einem anderen nichts gönnen. Vielmehr sind diejenigen erregt, die meinen, Meinl hätte sich an ihrem Geld bereichert. Also, wenn man selbst betroffen ist, dann schmerzt das besonders.

    Und Spesenreiterei ist sowas von unsittlich, da brauch ich noch nicht einmal das Strafrecht dazu, um das zu erkennen. Um ausgewogen zu sein: bei Immofinanz war´s nichts anderes.

    Kreativ war er wohl, der Meinl, sehr kreativ. Aber Arbeit? Wo sind die Schwielen an seinen Händen? Ich kenne einige derjenigen, die ihm ihr Geld anvertraut haben, die sich ihre Ersparnisse im Schweiße ihres Angesichts erarbeitet hatten, unter Verzicht auf vieles. Nur um ausgewogen über den Wert von "Arbeit" zu sprechen.

    antworten

  • 2009-05-20 13:33:21
    notax

    na hinter seiner Arbeit steht er ja eher nicht - er behauptet ja, das MEL-Managementgesellschaft Board hat die Entscheidungen völlig unbeeinflußt vom Eigentümer Meinl Bank getroffen und kam von selbst auf die Idee, riesige kapitalerhöhungen zu zeichnen, dafür üppig Platzierungsgarantien zu zahlen, das eingenommene Geld dann der Meinl-Firma SOMAL zu borgen die damit Zertifikate kaufte und die Zertifikate dieser dann zum Höchstkurs abzukaufen, auf Rechnung der MEL-Aktionäre und mit nachträglicher Genehmigung ....

    antworten

  • 2009-05-20 13:35:56
    notax

    im übrigen

    ist die Familie Meinl jüdisch; ein Vergleich mit "seinem" Kampf also in der Tat etwas abwegig und geschmacklos...

    antworten

  • 2009-05-20 14:40:41
    tukan

    Weil das Format gerade Finanzthemen aufgreift, hat der Tukan einen heißen Tipp für das nächste Titelblatt:
    eine Fotomontage von Madoff neben Auer v. Welsbach. Nur eine Vermutung, nur so.

    antworten


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