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Satiremagazinblog: 24 nervenzerfetzende Wochen für einen Jungunternehmer

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16. Mai 2009 09:17

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Der Countdown von Verlagsgründung bis Erscheinen des 1. Heftes


Diesen Oktober wird die erste Ausgabe des regelmässig erscheinenden Satiremagazins Rappelkopf in den Trafiken sein.

Wie es mir auf dem Weg dahin geht, von Gründung des Unternehmens, Auswahl der Rechtsform, Ernüchterung bei der Marktanalyse, Durchrechnen und wiederholtes Verwerfen von Business- und Finanzplan, Angebotseinholung und Auswahl einer Druckerei, Aufstellung der Finanzierung bis hin zu Auswahl eines Stammcafés um mich mit Autoren, Zeichnernund Interessenten zu treffen, davon werde ich in den nächsten Wochen im Satiremagazinblog berichten.

Vieles mache ich zum ersten Mal, manche Dinge gehe ich sicherlich zu naiv an und werde als Narr erscheinen. Das Bloggen aber wird mir helfen, meine Sorgen und Ängste von der Seele zu schreiben und hoffentlich auch von Erfolgen zu sprechen. Eine Seelentherapie in aller Öffentlichkeit.

Vielleicht hilft es anderen, die auch einmal vor so einem Schritt stehen, Mut zu fassen und aus meinen Fehlern zu lernen. Eventuell schaut sogar hin und wieder ein guter Tipp von mitfühlenden Lesern für mich raus.

Und nur ankündigen will ich nicht, die ersten drei Blogs habe ich schon verfasst:

Woche -24: Ich gründe einen Verlag

Woche -23 - Die Inhalte meines Satiremagazins

Woche -22 1/2: Will überhaupt jemand ein Satiremagazin? 

In den nächsten Tagen folgen dann Blogs über so Dinge wie Finanzplan, Aufstellung des Eigenkapitals, Wahl des Zeitschriftenformats, Zeitschriftendesign, Auswahl der Druckereien, Büroräumlichkeiten, Einladungvon Zeichnern und Autoren für Beiträge, Themenplan, Aktivitäten rund ums Marketing, Vertrieb, Anzeigenakquisiton, Mitarbeiter, Rechtsschutz, Website und Community und und und...

Leiden und hoffen Sie mit und drücken Sie mir alle Daumen. Ich werd' mein Bestes geben, es für Sie spannend zu halten. Danke!




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Bei der Erstellung dieses Blogs oder Kommentars sind keine Tiere zu Schaden gekommen.


  • 2009-05-16 12:45:11
    Otto Normalinvestor

    Ich würd Genuss-Scheine ausgeben. Nicht "Eigenkapital + Kredit". Wenn´s ein paar Nummern lang Durchhänger gibt, sind die Kredite schnell fällig gestellt, und der Verlag ist Geschichte. Wenn man die Leser und Investoren aber am Erfolg mitgeniessen läßt, dann kann die Pleite nicht so schnell kommen, weil die Geniesser werden die Werbetrommel rühren, dass der Donner bis in die hintersten Ecken des Kontinents hallt. Denn sie wollen die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann ihr Geld zurück zu verdienen, womöglich mit Zinsen.

    antworten

  • 2009-05-16 17:03:43
    Mario Herger

    Interessante Idee

    An Genussscheine habe ich bisher nicht gedacht, vor allem weil ich das nicht wirklich kenne. Bisher habe ich gedacht 50% des Kapitals durch Kredit mit AWS-Besicherung (als Jungunternehmer). Da stellen sich gleich ein paar Fragen:
    - wie vergibt man die am besten?
    - wo preist man die am besten an und findet Teilhaber?
    - zahlt sich das aus bei ein Kapitalbedarf von 40-60.000 Euro? (Details zu Finanzplan kommen im nächsten Blog)
    - was wäre dann eine empfohlene Rechtsform für das Unternehmen?
    - und ja: gibt's einen guten Link zum Nachlesen?

    Vorteil den ich so wie sie sehe, ist dass die hoffentlich die Werbetrommel rühren.

    Danke

    Mario

    antworten

  • 2009-05-16 21:32:59
    Otto Normalinvestor

    Bei 40-60.000 Euro Kapitalbedarf würd ich um Überweisungen mit Zweckangabe "Freie Spende" bitten, weil die Erstinvestition in ein Start Up ist immer ein Hochrisikospiel (größtes Risiko: dass nach ein paar aufeinander folgenden, wenn auch nur kleinen Mißerfolgen der Geschäftsmann in an sich selbst adressierten Versagensvorwürfen untergeht und aufgibt), und wenn das Experiment funktioniert, dann kriegt jeder der Spender seine ganz offiziellen Anteilscheine. Weil bis dahin is dem Investor eh wurscht, ob er sein Geld unter dem Titel "Spende" oder "Anteilschein" verliert. War bei den Rapid-Aktien auch nicht anders. Das war mal was für echte Liebhaber, von Beginn an. Nun gut, das Humankapital kann man wie Rapid auch bei einem Satiremagazin schön aktivieren, weil ohne herausragende Satiriker ist ein Satiremagazin wie eine Fussballmannschaft ohne herausragende Fussballer.

    Bin auch kein Genußscheinexperte, Partizipationsscheine sind auch furchtbar bürokratisch auszugeben, hmm, wie wär´s mit "Stiller Einlage"? "Echte Stille Einlage" natürlich, mit Beteiligung am Vermögen des zukünftig weltumspannenden Herger-Imperiums. Mir schwebt da ein Konzern von der Bedeutung des Disney-Konzerns vor. Nicht in 10 Jahren, aber wenn sich die Sache einige Generationen lang gut entwickelt ...

    Ich hoffe, dass der eine oder andere ausgekochte Anwalt unter den BE24-Lesern Ihnen kostenfrei eine brauchbare Vertragsschablone mailt. Irgendwas ohne Kleingedrucktes und ohne Gerichtsstand Jersey vielleicht, damit wir Anleger mal zur Abwechslung eine seriöse Anlage zeichnen dürfen :-)

    antworten

  • 2009-05-16 21:45:49
    Hughichhabegesprochen

    Schon mal mit einem Verlag gesprochen? Der kann das restliche Geld aus der Portokasse zahlen und gleich Know-How einbringen, was Vertrieb, etc. betrifft, ausserdem kann es redundante Verwertungen geben in einzelen Magazinen. Da fällt mir in Österreich zb die News-Gruppe ein.

    antworten

  • 2009-05-16 21:49:16
    Otto Normalinvestor

    Hab grad meinen Auskunftsdienst Google mit der Suche nach dem Werdegang des Mario Herger beauftragt, und siehe da, so jung is er auch nimmer, seine Bücher sind sogar ausverkauft, ein gebundener Herger wäre (sofern lieferbar) um 9,95 Euro zu haben, gebraucht lediglich 20% billiger: http://www.amazon.de/exec/obido...

    antworten

  • 2009-05-16 22:01:06
    Mario Herger

    Habe ich bisher nicht

    Das soll ja in weiterer Folge nicht nur ein Verlag für eine Satirezeitschrift sein.
    Aber klar, ist natürlich eine berechtigte und gute Frage.
    Ich habe eben meine Zweifel a) ob einen bestehenden Verlag sowas interessiert (und die das nicht nur als Liebhaberei/Spinnerei abtun) und b) ob ich das will.

    antworten

  • 2009-05-16 22:09:32
    Otto Normalinvestor

    ... und ob der Verlagsleiter auf die Dauer dem Telefonterror der im Satiremagazin beschriebenen eventuell real existierenden Personen stand halten kann oder doch lieber sagt: "Herr Herger, es hat zuletzt einige Beschwerden über Ihre wenig feinfühlige Art zu schreiben gegeben. Ich denke, es ist besser, wenn wir getrennte Wege gehen. Packen Sie Ihr Pinkerl, Sie werden durch eine dekorative Figur ersetzt. Sind sie nicht allerliebst, die drei Afferl, wo sich einer den Mund zuhält, der andere die Ohren? Sind jetzt gross in Mode. Da kann man nichts falsch machen, wenn man die in die Ecke stellt, sie erfüllen den Raum gleich mit neuem Leben ..."

    antworten

  • 2009-05-16 21:47:39
    Mario Herger

    Satiremagazin und seriös?

    Sie wollen mich wohl beleidigen ;-)

    Danke für die Ausführung. Keine Sorge, ich laufe unter dem Motto: "Aufgeben tut man nur einen Brief..."

    antworten

  • 2009-05-16 21:51:23
    Otto Normalinvestor

    Mach mir da eh keine Sorgen, denn bevor der Herger sich von einem Vorhaben abbringen läßt, gewinnt Österreich einen Song Contest :-)

    antworten


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