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Meinl Bank und die Gebührenschinderei

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04. Mai 2009 12:26

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Gebührenschinderei und hohe Gebühren ist ein Unterschied


Die Meinl Bank geht offenbar in die Offensive: In den Wochenendausgaben der meisten österreichischen Tageszeitungen finden sich Anzeigen der Bank mit Gebührenvergleiche von Immobilien-Investmentunternehmen die in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind/waren. In einem Vergleich zu den Kosten der Kapitalerhöhungen 2006/07 zeigt die Bank auf, dass bei MEL keine höheren prozentuellen Kosten verrechnet wurden, als bei der Konkurrenz. Ist damit der Vorwurf der Gebührenschinderei widerlegt?

Irreführender Vergleich

Leider nicht, denn der Vergleich hinkt. Grundsätzlich ist im Prospekt offenzulegen, welche Gebührenbelastung die Anleger zu tragen haben. Eine Gebührenschinderei stellt es daher nicht dar, Gebühren zu erheben, die über dem Marktdurchschnitt liegen. Der Vorwurf der Gebührenschinderei beruht darauf, dass der Meinl Bank (Anm.: es gilt die Unschuldsvermutung) vorgeworfen wird, insbesondere bei der Kapitalerhöhung 2007 nicht am Markt platzierbare Anteile in einem SPV zwischengeparkt zu haben und dieses Zwischenparken mit MEL-Geldern finanziert wurde. Die zwischengeparkten Anteile wanderten schliesslich ins Rückkaufprogramm. Es wurden also, so die Vorwürfe, Platzierungsgebühren eingehoben, dafür dass die Gesellschaft wirtschafltich ihre eigenen Anteile gezeichnet und später eingestampft hat. Würde man die Gesamtemissionskosten ins Verhältnis zu den tatsächlich am Markt platzierten Anteilen setzen, würde die Grafik die die Meinl Bank als Anzeige veröffentlicht hat natürlich ganz anders aussehen (Anm.: Natürlich nur, wenn sich die Vorwürfe als wahr herausstellen sollten; es gilt die Unschuldsvermutung).

Rückkauf das grössere Problem

Das grössere Problem der Meinl Bank sehen wir aber ohnehin im Rückkaufprogramm. Unserer Rechtsauffassung stellt der Prospekt das Rechtsverhältnis der Anleger zur Verwaltung/dem Emittenten dar. Wenn, wie im ersten Börsezulassungsprospekt geschehen, festgehalten wird, dass die Meinl Bank im Rahmen des Market Making Anteile auf Rechnung der MEL zurückkaufen darf, diese Rückkäufe abr auf 10% der ausstehenden Anteile p.a. begrenzt sind, dann muss der Anleger darauf vertrauen dürfen, dass diese Einschränkung auch eingehalten wird und nicht plötzlich 30% der ausstehenden ADCs rückgekauft werden - zumindest nicht 30% auf Rechnung der MEL....

Disclaimer: Minerva Investments ist eine bankenunabhängige Fondsgesellschaft im Fürstentum Liechtenstein mit Europapass und Tätigkeit in Deutschland, Liechtenstein sowie Österreich. Die Minerva Investments AG konzentriert sich auf die Emission von Wertpapieren zur kollektiven Kapitalanlage ( Investment Trusts ) im Einklang mit der EU-Prospektrichtlinie. Minerva Investments emittiert dabei Investment Trusts – die Structured Investments der nächsten Generation - sowohl auf eigene Initiative, als auch im Auftrag von Kunden – sogenannte Private Label Fonds.

Die Disclaimer-Logik kann unter http://www.minerva-investments.com nachgelesen werden. Im konkreten Fall trifft kein Disclaimer-Punkt zu. Weiters weisen wir Sie darauf hin, dass an dieser Stelle publizierte Kommentare weder eine Anlageberatung darstellt noch als solche verstanden werden kann. Anlageberatung erfordert eine individuelle Beurteilung Ihrer persönlichen Umstände.

 




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Disclaimer: Die Minerva Investments AG (http://www.minerva-investments.com) ist eine Kapitalanlagegesellschaft und in Deutschland, Liechtenstein, sowie Österreich tätig - die Gesellschaft unterliegt der Aufsicht der FMA Liechtenstein. Minerva Investments bietet Fonds einerseits auf eigene Intiative an. Ein Schwerpunkt liegt allerdings auch in der Fondsgründung für Kunden - also als Fonds Administrator von Private Label Fonds (http://www.privatelabelfonds.com) Minerva Investments bietet dabei überwiegend folgende Fondstypen an Exchange Traded Investments - http://www.minerva-investments.com/sites/exch... NewCITS Fonds - http://www.minerva-investments.com/sites/newc... klassischer UCITS Fonds - http://www.minerva-investments.com/sites/ucit... Die Disclaimer-Logik kann unter http://www.minerva-investments.com nachgelesen werden. Im konkreten Fall trifft kein Disclaimer-Punkt zu. Weiters weisen wir Sie darauf hin, dass an dieser Stelle publizierte Kommentare weder eine Anlageberatung darstellt noch als solche verstanden werden kann. Anlageberatung erfordert eine individuelle Beurteilung Ihrer persönlichen Umstände. Sollte in diesem Kommentar ein Hinweis auf einen von der Minerva Investments AG aufgelegten Fonds vorkommen, so wurde für diese Wertpapiere ein Prospekt im Einklang mit der EU-Prospektrichtlinie veröffentlicht (im Falle von Exchange Traded Investments) oder der vollständige und vereinfachte Prospekt (bei UCITS Fonds und NewCITS Fonds) wurde veröffentlicht - in jedem Fall liegt eine Prospektbilligung durch die FMA Liechtenstein vor - und der/die Prospekt(e) ist/sind auf der Homepage - http://www.minerva-investments.com einsehbar. Die Berechtigung zum öffentlichen Vertrieb beschränkt sich dabei auf die im Prospekt genannten Länder. Es wird darauf hingewiesen, dass die Risiken eines Exchange Traded Investment als Investmentunternehmen für andere Werte mit erhöhtem Risiko mit denjenigen eines UCITS III-Fonds nicht vergleichbar sind.


  • 2009-05-04 15:06:21
    advohirn

    da gibts nur eins

    das wahlverhalten in zeiten wie diesen anzupassen.
    wenn irgendwer glaubt etwas beschönigen oder nicht ausreichend ermitteln zu müssen, gleich nachschauen wo er hingehört, und die anderen unterstützen.
    the grasser burlis sind jedenfalls over.

    antworten

  • 2009-05-04 15:17:54
    Abe 09

    Advohirns geistige ergüsse

    advohirn, es hält Sie niemand auf, auf "eat the rich" zu machen, und sich für die FPÖ (oder die ATTAC-affine Minorität der SPÖ) zu entscheiden.

    Aber tun Sie nicht so, als hätten Sie das vorher nicht auch schon gemacht.

    "nicht ausreichend ermitteln zu müssen". Wenn ich das schon höre. Und advohirn legt dann fest, was "ausreichend" ist. Oder Wie?

    antworten

  • 2009-05-04 23:25:12
    notax

    es geht nicht um "the rich" sondern um "the mafia"... und die ÖVP wäre gut beraten - wenn sie nicht zur Bauernpartei schrumpfen will - sich nicht weiter auf den weg der italienischen democratia christiana zu begeben.

    antworten

  • 2009-05-04 23:41:16
    Otto Normalinvestor

    Der Meinl macht aus den treuesten VP-Wählern noch glühende Sozialisten.

    Ohne den Meinl, der mit seinen Profiten so protzt, und mit der Art, wie er zu dem Geld gekommen ist, hätten sie ein Problem zu erklären, dass die Turbokapitalisten die Bösen sind. Der Treichl schaut ganz einfach zu sympathisch aus, und er gibt sich auch anders ...

    antworten

  • 2009-05-04 15:06:20
    advohirn

    da gibts nur eins

    das wahlverhalten in zeiten wie diesen anzupassen.
    wenn irgendwer glaubt etwas beschönigen oder nicht ausreichend ermitteln zu müssen, gleich nachschauen wo er hingehört, und die anderen unterstützen.
    the grasser burlis sind jedenfalls over.

    antworten

  • 2009-05-04 13:19:53
    Leopold Fried

    Soweit ich mich erinnere, hat die Meinl Bank bei den Kapitalerhöhungen immer 1%(?) dafür kassiert, daß sie die vollständige Plazierung garantiert hat. Es war explizit voresehen, daß die Meinl Bank notfalls selbst die Aktien übernimmt.

    Zumindest dieses Prozent wurde wohl zu Unrecht kassiert, wenn die Aktien dann an MEL zurückverkauft wurden.

    Weitere Gebührenschindereien könnte es gegeben haben, wo MEL regelmäßig gleichzeitig riesige Verbindlichkeiten und riesige Guthaben angehäuft hat.

    antworten

  • 2009-05-04 13:24:11
    Andreas Wölfl

    meines wissens 0,75% underwriting fee. bei MAI und MIP warens definitiv 0,75%; und genau: das sind die punkte die unter gebührenschinderei fallen könnten.

    antworten

  • 2009-05-04 13:44:54
    Tschim

    Alles ein Albtraum....

    wenn man so wie ich in MEL und MAI investiert ist. Nicht dass die Kurse gefallen sind. Unter normalen Umständen könnte ich damit leben.
    Aber das Ganze war ein riesiger Selbstbedienungsladen.
    Als Anleger habe ich die letzte MEL Kapitalerhöhung gezeichnet, da immer suggeriert wurde, dass das Geld für die Immoprojekte benötigt wird - und nicht um Zertis zum noch höheren Kurs als die Kapitalerhöhung zurückzukaufen und immer schön kräftig zu kassieren.
    Wie krank ist das eigentlich. Es packt mich jedes mal die Wut wenn ich irgendeinen Schwachsinn von Weinzierl oder Meinl Bank in den Medien lese.

    antworten

  • 2009-05-04 16:00:31
    fair

    Marktüblich Gebühren?

    für die Ausgabe von 150.000.000 Stück PPS mit einem Preis von € 0,01 hat MEL somit € 1,500.000.-bekommen. Wieviel hat die Meinl Bank für die sogenannte "Platzierung" der PPS erhalten. Bitte festhalten!!!! € 1.000.000,- .......und das sind nach Ansicht der Meinl Bank marktübliche Konditionen?

    antworten


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