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Ostermarsch der Kaupthing Bank Opfer in Berlin

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09. April 2009 17:03

Aktuell liege ich in den letzten Zügen vor dem langen Osterwochenende und so wie es jetzt aussieht, steht ein strahlendes Frühlingswochenende auf dem Programm. Das schöne Wetter freut sicherlich auch die Teilnehmer der traditionellen Ostermärsche. Seit dem Höhepunkt in den 1980er Jahren ist diese wichtige Veranstaltung der Friedensbewegung jedoch immer kleiner geworden. Das liegt sicherlich nicht daran, dass die Welt friedlicher geworden ist. Vielmehr sind die Bürger bequemer geworden und gehen nur noch selten auf die Strasse.

Nun denken Sie vielleicht: Was haben den Ostermärsche mit der Wirtschaft und Börse zu tun? Die Antwort ist ganz einfach: In diesem Jahr gibt es einen neuen Ostermarsch in Berlin. Aufgerufen dazu hat die Initiative der geschädigten Kunden der isländischen Kaupthing-Bank. Unter dem Motto „Es reicht! Rückzahlung sofort! wollen an Ostern in Berlin bis zu 600 Bürger gegen die schleppende Entschädigung demonstrieren. Ziel der Aktion ist es, den Druck auf die Politik und Banken zu erhöhen, das Schicksal der rund 30.000 Kauthing-Geschädigten in Deutschland endlich ernst zu nehmen. Immerhin sind die rund 330 Mio. Euro Spareinlagen der deutschen Kunden seit Oktober eingefroren. Erstaunlich ist auch, dass die deutschen Kaupthing-Sparer die einzigen in Europa sind, die noch auf ihr Geld warten. Alle anderen Ländern haben mittlerweile mit Island eine Einigung gefunden. Dies kann aber auch daran liegen, dass die deutschen Kunden die mit Abstand größte Gruppe sind und somit auch das meiste Geld ausgezahlt bekommen möchten.

Ob dieser Marsch wirklich etwas bewirkt, muss man abwarten. Immerhin kommt dieser Fall einmal mehr in die Öffentlichkeit und vielleicht trägt das dann doch zu einer schnellen Lösung für die immerhin rund 30.000 Kunden bei.

Damals lockte die Kaupthing-Bank mit 6% Zinsen für Tagesgeld. Das lag im vergangenen Sommer nur leicht über dem besten Angebot in Deutschland. Aktuell liegen die meisten Tagesgeldangebote wieder bei rund 3% oder sogar noch darunter. Auf diesem Niveau ist es sicherlich spannend einen Blick auf ertragsstarke Qualitätsaktien zu werfen. Hier haben Sie zwei Ertragsquellen: die Dividenden und die Kursgewinne. Und auf dem niedrigen Kursniveau derzeit können Sie Dividendenrenditen von bis zu 11,5% erzielen. Wie Sie das machen und zusätzlich noch die Kursgewinne einstreichen, erfahren Sie in der heutigen Ausgabe von meinem Kollegen und Chefanalysten der „Aktien-Analyse“ Volker Gelfarth.


Festes 11,55%-Einkommen durch Aktien


Gastbeitrag von Volker Gelfarth

Heute holte ich mein Auto von der Werkstatt ab. Ich saß im Warteraum vorm Abholschalter und blätterte in einigen Zeitschriften. Währenddessen bekam ich mit, wie sich zwei Herren über ihre Geldanlage unterhielten...

Offenbar ging es ihnen darum, welche Geldanlage möglichst regelmäßige Rendite abwirft.

„Ich möchte eine Rendite, auf die ich mich verlassen kann, wie ein Beamter auf sein Gehalt”, sagte der eine und nippte an seinem Espresso aus dem Automaten.

Wie ich mitbekam, hatten beide Herren viel Geld in Staatsanleihen investiert. Sie waren nicht zufrieden damit. „Meine Anleihe steht heute bei über 130 Euro. Die muss ich bis Ende der Laufzeit behalten – oder ich verliere beim Verkauf Geld, weil der Kurs schon wieder sinkt”, sagte der eine.

Und die 3,2% Rendite, die ihm diese Anleihe in dieser Zeit jedes Jahr bringen wird, war ihm entschieden zu wenig.

Während die Herren weiter so sprachen, dachte ich an einige der Aktien, die sich zurzeit wie Anleihen verhalten – die aber für den Anleger entscheidend besser sind.

Diese Aktien bringen ebenfalls regelmäßige Rendite. Aber nicht nur die niedrigen 3,2% oder gar nur 2,9%, wie jetzt und in den kommenden Jahren die Staatsanleihen – sondern weit mehr als das Doppelte. Und dabei rede ich nicht von der Kurssteigerung.

Diese Aktien haben aber noch einen anderen, viel größeren Vorteil. Während Anleihen nur eine Schuldverschreibung ohne irgendeinen materiellen Wert dahinter darstellen, dokumentieren Aktien einen konkreten Anteil an einem Sachwert.

Der Wert einer Schuldverschreibung fällt mit dem Grad der Inflation. Der – sagen wir mal 1% -- Anteil an einem Unternehmen, bleibt bis in alle Ewigkeit Anteil an dem fraglichen Unternehmen.

Hätten Sie 1930 für 1.000 Reichsmark eine Staatsanleihe gekauft, hätten Sie heute nicht einmal noch Anspruch auf Ihre 1.000 Reichsmark.

Hätten Sie hingegen im Jahr 1930 einen Prozent Anteil an Siemens gekauft, hätten Sie heute immer noch 1% Anteil an Siemens.

Diesen 1-%-Anteil hatten Sie in Reichsmark und in D-Mark. Und diesen Anspruch haben Sie heute in Euro und morgen in jeder anderen Währung, die da noch kommen mag.

Die Rendite einer Schuldverschreibung ist untrennbar mit ihrer jeweiligen Währung und dem jeweiligen Zinssatz dieser Währung verbunden. Steigt der Zinssatz, fällt der Wert der Anleihe. Fällt der Zinssatz, steigt der Wert der Anleihe.

Da sich der Zinssatz aber immer in einem festen Rahmen von 0% bis höchstens mal (wie vom 5.10.2000 bis zum 10.5.2001) 4,75% bewegt, ist die Wertänderung einer Anleihe ebenfalls sehr begrenzt.

Ganz anders Ihr Anteil an einem Unternehmen. Da gute Unternehmen fast immer wachsen, wächst auch der Wert Ihres Anteils.

Ich wollte mich nicht in das Gespräch der beiden Herren einmischen. Aber ich hätte ihnen sofort mehrere Aktien nennen können, die ihnen eine jährliche, feste Rendite von deutlich über +7% bringen. Auch hier wieder: Ohne Beachtung der Kurssteigerung. Die kommt noch hinzu.

Jetzt hätten mir die beiden Herren vielleicht entgegnet, dass Aktien mit so hoher Dividende, unsicher oder langweilig sind. Aber genau das sind die Aktien, von denen ich hier spreche, eben nicht.

Überhaupt nicht! Sogar das blanke Gegenteil ist der Fall...

Die Aktie, die zum Beispiel mit 11,55% Dividenden-Rendite hervorsticht, trägt in meinem äußerst strengen Bewertungsmodell die Höchstbewertung 5 ***** Sterne.

Bei dieser Aktie stimmt einfach alles: Starkes Wachstum, solide Bilanz, super viel Cash (49,4% Liquide Mittel). Die Bilanzsumme steigt kontinuierlich. Seit über 10 Jahren Gewinn. Nie ein Verlust!!!

Im Bewertungstext stehen Sätze wie: „Im 1. Halbjahr hatte das Unternehmen den Gewinn um 65% auf 20,2 Mio € gesteigert.”

Oder: „Durch flexible Produktionsprozesse und ein äußerst anpassungsfähiges Arbeitsmodell kann das Unternehmen aber auf Nachfrageschwankungen schnell reagieren.”

Oder: „Die sehr solide Liquiditäts- und Vermögenslage trägt ebenfalls dazu bei, dass sich das Unternehmen rasch und unabhängig auf das veränderte Umfeld einstellen kann.”

Oder: „Eigenkapitalquote fast 69%. Nach wie vor keine Bankverbindlichkeiten.”

In meiner 5-*****-Bewertung steht die Kurseinschätzung für diese Aktie auf „weit überdurchschnittlich”. Heute steht ihr Kurs auf 43,45 Euro. Ich schätze ihre Kursbandbreite für die Jahre 2011 bis 2013 auf zwischen 60 Euro und 75 Euro ein.

11,55% Dividenden-Rendite und dann auch noch diese Kurssteigerung? Ich habe noch mehrere solcher Aktien für Sie.





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