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Online Banking: Kosten- und Risiko-Tipps!

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09. April 2009 01:12

Meinen Dienstags Weblog mit dem Titel „7 Gründe - Online Banking im Ausland!“ möchte ich heute in Bezug auf das Kostenmanagement und das Administrative Risikomanagement (Online-Sicherheit) weiter ausführen. Anlage- und Risikomanagement sind natürlich sehr wichtig und müssen gezielt beachtet und strukturiert umgesetzt werden. Aus meiner Sicht fängt man am besten bereits bei den Kosten der persönlichen Vermögensanlage an.

Das gilt vor allem auch für den Bereich der Konto- und Depotgebühren oder den Produktkosten, beispielsweise von Investmentfonds oder Zertifikaten, da hier die Leistung meist die selbe ist, die Kostenstrukturen von Banken aber weit auseinanderliegen können. Speziell auch bei der Thematik der Kapitalanlage im Ausland wird es hier zu vorteilhaften Entwicklungen für Kapitalanleger kommen. Beispielsweise waren in der Vergangenheit gerade Schweizer Banken dafür bekannt, dass sie sich ihre Diskretion teuer bezahlen lassen.

Achten Sie auf Ihr Kostenmanagement

Jedoch ist die Verhandlungsbereitschaft der Banken noch nie so groß gewesen wie heute. Schauen Sie sich also an, welche Dienstleistungen Sie benötigen, wählen Sie danach Ihre Bank aus und verhandeln Sie die Konditionen.

Je größer Ihr Anlagevolumen ist, desto besser können Sie natürlich diese Verhandlungen zu Ihrem Vorteil führen. Aus meiner persönlichen Bankerfahrung weiß ich, dass immer noch fast alle Kunden zu unbekümmert 2 oder 3% Verluste (!) durch Kosten und Gebühren in Kauf nehmen. Kosten und Gebührenbewusstsein pflegen nämlich in der Regel nur die institutionellen Investoren.

Privatanleger dagegen verdrängen gern dieses teure Thema. Es ist ihnen oftmals sogar peinlich. Sie fragen nicht nach Kosten und wollen auch gar nicht verhandeln. So ist es leider auch kein Wunder, dass vermögende Kunden durch Gebührenbelastungen oftmals wie die berühmte Weihnachtsgans ausgenommen werden. Gerade jedoch diese Preisgestaltungen und die Fairness der Banken gegenüber ihren Kunden werden aus meiner Sicht einer der wettbewerbsbestimmenden Faktoren in der Zukunft werden. Fangen Sie also schon heute damit an, aktiv an der Gebührenschraube für Ihre Vermögenswerte zu drehen. Nicht nur bei den reinen Kontoführungs- oder Ordergebühren, sondern vor allem auch dann, wenn Sie eine die Verwaltung Ihres Vermögens delegieren.

Vermögensverwaltungen - zu hohe Preise vernichten Substanz

Nicht nur die reinen Kostenbelastungen durch Wertpapierorders oder Kontoführungsgebühren sollten in Ihrem Kostenmanagement beachtet werden. Haben Sie beispielsweise Ihr Vermögen an eine Bank oder einen Vermögensmanager zur Verwaltung übergeben, dann sollten Sie zumindest grobe Richtwerte der Kostenbelastung beachten.

TIPP - Vermögensverwaltungsgebühren

Bei seriösen und leistungsstarken Anbietern betragen die Preise der Vermögensverwaltung (Gesamtkostenbetrachtung) je nach konzeptioneller Ausrichtung 0,5 Prozent bis 1,5 Prozent von den Vermögenswerten.

Vermögensschutz ist auch Risikomanagement vor Datendiebstahl

Ganz kurz möchte ich im Bereich des Online-Bankings auch einen weiteren Aspekt des Risikomanagements beleuchten. Nämlich die Datensicherheit. Gerade auch bei einem Online-Konto im Ausland sollten Sie hier Vorsicht walten lassen. Hier sind mir mittlerweile auch Fälle bekannt, in welchen beispielsweise Gelder gar nicht abgehoben oder transferiert werden mussten um veruntreut zu werden. Betrüger loggen sich beispielsweise auf Ihr Ausländisches Online- und Wertpapierkonto ein. Diese kaufen nun eine eigentlich völlig wertlose Aktie - welche von den Internet Betrügern genau zu diesem Zwecke erworben wurde auf einem anderen Wertpapierdepot, über welches die Betrüger verfügen können – über Ihr Wertpapierdepot. Natürlich zu einem vollkommen überhöhten Preis. Dadurch muss nicht einmal Geld von Ihrem Konto wegüberwiesen werden, um Sie zu schädigen. Ihr Geld ist weg und Sie haben dafür lediglich wertlose Aktien im Depot.

Diese Gefahr ist natürlich nur ein Beispiel und Banken, gerade auch Auslandsbanken stellen Ihnen natürlich umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Online Banking Dienstleistungen zur Verfügung. So gibt es neben Passwörtern, Kartenlesegeräten und einer PIN auch verschiedene Formen der TAN-Vergabe.

Dennoch ist Ihre Bank nicht allein verantwortlich für die sichere Verwaltung Ihres Kontos und Wertpapierdepots. Auch Sie sind verpflichtet, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Laut dem Branchenverband Bitkom nutzen mittlerweile allein 24 Millionen Deutsche das Internet, für Bankgeschäfte. Das sind wiederum zwei Millionen Nutzer mehr als noch im Jahr davor. Die wichtigsten Grundregeln, welche Sie beim Thema Online-Banking unbedingt beachten sollten habe ich Ihnen nachfolgend zusammengefasst:

Die 10 Top-Tipps für sicheres Online Banking!

1. Achten Sie darauf, Ihr Betriebssystem und ihre Anwendungssoftware auf dem neuesten Stand zu halten. Bereits ein fehlendes Sicherheitsupdate kann es Betrügern und Kriminellen (Hackern) leicht machen, trotz installierter und aktiver Antivirensoftware und Firewall-Programme in Ihren Computer einzudringen.

2. Sie sollten individuelle und kreative Passwörter nutzen. Verwenden Sie dabei möglichst Kombinationen von Buchstaben und Zahlen und vermeiden Sie bekannte Namen oder Zahlenreihen.

3. Sie sollten Ihre Passwörter sowie Ihre PIN- oder auch TAN-Nummern niemals auf Ihrem Computer abspeichern.

4. Lassen Sie Vorsicht walten beim Öffnen von E-Mail-Anhängen. Öffnen Sie diese nur, wenn Ihnen der Absender beziehungsweise die Herkunft bekannt ist.

5. Sie sollten die URL, also die Internetadresse Ihrer Bank immer direkt in die Browserzeile eingeben. Sie sollten niemals dem Link aus einer Mail folgen, denn dahinter stecken oft - täuschend echt - gefälschte Internetseiten, die allein den Zweck haben, Sie zur Herausgabe Ihrer Geheimzahl oder TAN zu verleiten.

6. Nutzen Sie keine Software von „unbekannten/dubiosen“ Internetseiten und seien Sie allgemein Vorsichtig bei Downloads. Informieren Sie sich im Vorfeld genauestens über den Anbieter.

7. Falls Sie ein Kartenlesegerät nutzen, entfernen Sie Ihre Chipkarte nach Abschluss Ihrer Transaktionen unbedingt wieder aus dem Gerät.

8. Sie sollten sich immer korrekt abmelden. Nutzen Sie den „Ausloggen-Button“, um sich ordnungsgemäß vom System Ihrer Bank abzumelden.

9. Sie sollten - wie bei Ihren Bank- oder Kreditkarten auch – niemals Kontonummern, oder gar PIN und TAN-Listen gemeinsam aufbewahren.

10. Sie dürfen niemals Geheimzahlen per Telefon oder via Email preisgeben. Keine Bank fragt außerhalb der regulären Online-Transaktion Ihre PIN oder TAN ab. Das sind immer Anfragen mit betrügerischem Hintergrund.

Denken Sie also daran, Vermögensschutz, Anlage- und Risikomanagement ist weit mehr als die reine Überlegung welche Aktien oder Finanzprodukte Sie kaufen. Leider wird das nach wie vor viel zu oft vergessen. Risiken sind eben nicht nur Marktrisiken, sondern auch Operative- und Strategische Risiken. Beachten Sie diese unbedingt beim Management Ihrer Vermögenswerte!

Ihr

Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ

www.markus-miller.com oder
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