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SUPERFUND gegen ATTAC in der ZIB 2

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31. März 2009 22:33

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Faszinierend, was ich eben in der ZIB 2 gesehen habe. Ein Live-Interview mit Christian Felber von ATTAC und Christian Baha, seines Zeichens SUPERFUND-Gründer, zur Rolle der Hedge-Fonds in der aktuellen Krise.

Logisch, dass Christian Felber Hedgefonds wie Superfund für die Finanzkrise mitverantwortlich macht. So ganz wird er damit auch nicht falsch liegen. Ob wegen deren Spekulationen u.a. auf Rohstoffe tatsächlich 150 Millionen Menschen mehr auf der Welt Hunger leiden müssen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Abgesehen davon, dass Christian Baha das Interview für eine Superfund-Werbeeinschaltung missbraucht hat, waren seine Gegenargumente – höflich formuliert – denkbar schwach. Mit der Tatsache, dass er 500 Arbeitsplätze geschaffen hat, konnte er gegen die 150 Millionen Hunger leidenden Menschen nicht bestehen.

Zugegeben, Christian Baha fordert schon lange eine verstärkte Regulierung der Hedgefonds-Branche (Wie uneigennützig könnte diese Forderung sein?), aber dass seine Superfunds vollkommen transparent sind, nehme ich ihm nicht ganz ab.

Jedenfalls hat das Gespräch keine nennenswerten Ergebnisse gebracht, dazu ist das Thema auch zu komplex. Besser präsentiert hat sich für mich persönlich jedenfalls Christian Felber von ATTAC.

Euer in Salzburg verweilende
Andreas Dolezal

 






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  • 2009-04-01 14:53:10
    scherf.com

    Hedgefonds sind keinesfalls für die "Finanzkrise" mitverantwortlich, sondern diese "Krise" ist nur ein normaler Wirtschaftszyklus

    Nachdem sich nun fast jeder Politiker unbegründet für eine stärkere Regulierung der Hedgefonds ausspricht, ist zu beachten, dass es Hedgefonds waren, die im schwierigem Jahr 2008 dazu beigetragen haben, dass der Teilnehmer wesentlich weniger Verluste hatten als die Märkte selbst und oft um nur die Hälfte weniger Verluste als z.B. konventionelle Mutual Funds. D.h., der nicht regulierte Teil des Finanzmarktes wie z.B. Hedgefonds offerierte wesentlich mehr Sicherheit als die oft streng regulierten Firmen. Denn es sind streng regulierten Banken und Versicherungen die Pleite machten und riesige Verluste einfuhren, während nicht regulierten Hedgefonds die Stütze des gesamten Finanzsystems waren und auch jetzt sind, denn jetzt engagieren sich die privaten nicht regulierten Hedgefonds im Ankauf der nicht liquiden Derivatives, und die Regierungen sind auf das Engagement der Hedgefonds angewiesen, damit die Inkompetenz und das Scheitern der Regierungen wieder ausgebadet wird.

    Zur "Finanzkrise" sei zu sagen, dass es sich wie immer nur um einen normalen Wirtschaftszyklus handelte. Es ist schon seit jeher (seit biblischen Zeiten) immer so, dass es eben Boom und Bust gibt, ... dies entspricht einem normalen Wirtschaftszyklus gemäss den 7 fetten Jahren und dann den 7 mageren Jahren. Jede Bestrebungen dieses Zyklus irgendwie zu stoppen bzw. auszugleich wird fehlschlagen, da eben wie das Gesetz der Schwerkraft es auch ein ökonomisches Gesetz gibt was sich eben in Zyklen ausdrückt. Die gesamte "Hilfspakete" bzw. Massnahmen der Regierungen sind grundlegend nur eine Panikreaktion die schlussendlich nicht sehr viel Einfluss auf den Zyklus haben. Es ist ganz klar, dass nach viele Jahre grosser weltweiter Prosperität, eine Korrektur stattfinden muss, und genau das hatten wir im Jahr 2008 bis jetzt. Während viele denken, dass wir nun in einem Chaos und fast am Weltuntergang dahinwurschteln, so ist es für durchdenkende Profis die ideale Gelegenheit, sich nun die besten Zuckerl zu einem gigantischen Rabatt auszusuchen. In paar Jahren schütteln die Leute dann wieder den Kopf und wundern sich wie so und so wieder viele Milliarden verdiente und sie nennen jene dann wieder die Profiteure der Krise, ... wenn in der Realität ein jeder sich mit etwas Research jetzt entsprechend engagieren kann und selbst zumindest ein kleines Vermögen von jetzt an über die nächsten paar Jahre verdienen kann.

    Man kann die Schuld an der "Krise" (falls man es überhaupt so nennen kann) niemanden zuschreiben, sondern es ist ein normaler natürlicher Prozess der freien Marktwirtschaft, ... und des sollte sich eigentlich jeder über die "Krise" freuen, da eben die Preise für erstklassige Aktien inkl. Marktindexe nun so billig geworden sind (oft um ca. 90-95% verbilligt) und man eben in den kommenden Jahren nur zusehen braucht wie jene Werte sich nicht nur verdoppeln oder verdreifachen, sondern sich höchstwahrscheinlich je nach Wert sogar verzehnfachen (d.h. 1000% Gewinn in ein paar Jahren). Dies ist die Möglichkeit, dass wirklich jeder sogar mit relativ geringem Kapitaleinsatz reich werden kann.
    Risiko? Ja, vielleicht 20% auf der Downside, aber dafür bis zu ca. 1000% auf der Upside, d.h. die Verlust-/Gewinnrelation ist so vorteilhaft für Investoren wie schon lange nicht mehr.

    antworten

  • 2009-04-01 18:47:38
    Anthean

    genau am besten ...

    wir machen einfach so weiter wie bisher. Die Hedge-Funds (die - nur so nebenbei bemerkt - vor allem durch das massive Shorten der Märkte ihre Gewinne erwirtschaftet haben) hebeln das nächste Mal noch mehr, und überhaupt würde ich nur mehr Produkte zulassen, die mindestens einen Hebel von 100 haben, damit wir dann noch mehr Geld drucken dürfen, wenn die Blase wieder platzt und das Deleveraging die Realwirtschaft mitzerlegt.

    Das System ist krank und hat mit gesunder Wirtschaft nichts mehr zu tun. Der Markt hat sich von der Wirtschaft entkoppelt. Wenn der bei weitem überwiegende Teil aller Gewinne auf dieser Welt durch Finanzspekulationen erwirtschaftet wird (was derzeit der Fall ist) ... wo soll das hinführen ?

    antworten

  • 2009-04-01 20:50:24
    twin

    stimme dir voll zu anthean.
    bin zuversichtlich, dass kontrolle für alle finanz-produkte kommt. wäre sonst bankrotterklärung aller vernünftig denkenden politisch und wirtschaftlich verantwortlichen, wie ich schon mal geschrieben habe.
    auch die ratingagenturen werden an die leine genommen.
    denke auch, die komplizierten, höchst risikoreichen produkte werden vom markt verschwinden. sollte sich positiv für "normale" aktien auswirken, da in diesen bereich mehr geld fließen wird.
    könnte auch leicht sein, dass der dollar seine pole position verliert- wird ohnedies zeit für eine breit akzeptierte weltwährung.
    das mit den guten und schlechten jahren sehe ich vom ansatz auch, nur wurde das bisher oft mit krieg ausgeglichen.
    die welt wird zum glück immer müder, kriege zu führen, da immer mehr erkennen, wie unentschuldbar töten an sich ist.
    in 10-20 jahren wird es meiner meinung nach keinerlei kriege mehr weltweit geben.
    ausserdem verschiebt sich das weltweite machtgefüge gerade. hr.bush hat durch sein wirken die supermacht amerika zerstört - es gibt schon gleichgewichtige blöcke wie zb.europa (russland wird sich weiter an eu annähern), china ein schwergewicht spätestens in 3-5 jahren),...
    nach einem guten 2-3 jahre dauernden aktien kursanstieg werden die gewinne in zukunft nicht mehr so hoch sein, der absturz aber dafür auch nicht mehr so extrem. die märkte werden natürlich spekulativ bleiben, aber eine spur näher an der realität.
    in 30 bis 50 jahren wird es wieder eine gravierende fehlentwicklung geben, aber auch dieses problem wird wieder gelöst werden.
    da ich optimist bin, glaube ich daher in summe an eine positive entwicklung insgesamt. ;o)

    antworten

  • 2009-04-01 21:31:51
    Andreas.Dolezal

    Ja, aber ...

    Ich stimme zu, dass wir immer wieder ähnliche Zyklen durchlaufen werden. Das wird aber meiner Ansicht nach erst recht wieder dazu führen, dass die Gier (und so manche Fehlentwicklung) die Oberhand gewinnt.

    Mehr Kontrolle würde in vielleicht nicht schaden. Aber was gibt es dazu denn noch zu erfinden? Es gibt doch grundsätzlich alle nationalen Kontrollinstanzen (FMA, BaFin, SEC, ...) und internationalen Regeln (MiFID, ...). Brauchen wir noch mehr Bürokratie oben drüber?

    antworten

  • 2009-04-01 21:48:49
    Leopold Fried

    Genau das ist das Problem. Kann man daraus daß die Kontrolle bisher nichts gebracht hat schließen, daß man mehr Kontrolle braucht? War es nur zu wenig Kontrolle? Oder wurde falsch kontrolliert? Oder war überhaupt nichts, was mit Kontrolle zu verhindern gewesen wäre?

    Schlechte Geschäfte zu machen ist nicht verboten, und ich wünsche mir sicher keine Aufsichtsbehörde, die mich davor zu bewahren versucht.

    antworten

  • 2009-04-01 22:11:42
    Anthean

    Da bisher die Kontrollbehörden ...

    ... im Einklang mit denen arbeiten, die die Sch***e verbockt haben und erst jetzt aufwachen, wo es schon zu spät ist, kann das Ziel sicher nur eine Ablöse bzw Umgestaltung der bisherigen Behörden sein. So weiterwurschteln wie bisher bringt nix (siehe Madoff, Meinl etc). Die Kontrollinstanzen müssen unabhängig werden, das sind sie bisher keineswegs auch wenn man das gerne über die Medien verkauft. Sie sind eher das Feigenblatt für die zu Kontrollierenden, die dann sagen können: schaut her, wir haben uns korrekt verhalten, die Behörde hat den Fehler gemacht.

    Solange das so bleibt kann ich Ressentiments gegen die Bürokratie verstehen. Aber das könnte man ändern, wenn man wollte. Schon an diesem Wochenende. Aber ob der Wille da ist wage ich zu bezweifeln.

    antworten

  • 2009-04-02 11:08:57
    twin

    unter kontrolle verstehe ich ebenfalls keine vermehrung der kontrolleure.
    man muss
    - einen einheitlichen rahmen für den "markt" schaffen, dh.genügend spielraum aber auch klar deffinierte regeln und grenzen, transparent und das weltweit!!!verbindlich (der markt agiert ja schon weltweit)
    - dann kann eine globale kontrolle auch ihre aufgaben erfüllen ( orgnisationsbasis wie zb.staatsbanken - ezb in europa)

    man wird auch als ersten schritt auf steueroasen zugreifen (passiert ja schon teilweise)
    und als nächster schritt muss dann eine weltweite mind.steuer kommen. oder man geht den weg der "quellensteuer", dh.,versteuerung in dem land, wo produziert wird.
    warum bin ich so zuversichtlich?
    wenn eine gruppe(zb.g20) sich darauf einigt, hat kein einzelner staatschef einen nachteil und die chancen standen nie so gut wie jetzt.

    eine gewisse "gier" (besser sein wollen als jemand anderer) ist ein teil der kraft, aus der sich die menschheit auf materieller basis weiterentwickelt. sie gehört zur vielfalt des menschen genauso, wie tag und nacht zu unserer erde.
    das heutige g20 treffen wird die basis für eine grundlegende veränderung sein, auch wenn es auf den ersten blick nicht so scheinen mag.

    -

    antworten

  • 2009-04-02 11:29:58
    Anthean

    @twin

    Ich unterstütze Deinen Optimisms - auch wenn ich ihn nicht teilen kann ;)
    Jedenfalls haben wir mit Obama eine bessere Chance, Korrekturen einzuführen, als mit seinem Vorgänger, der sich in allen internationalen Gremien gegen die USA betreffende Veränderungen gewehrt hat (UNO, Weltgerichtshof, Kyoto-Abkommen etc etc).

    antworten

  • 2009-04-02 11:36:33
    Leopold Fried

    Da bin ich ganz anderer Ansicht.

    Mindeststeuern und Vernichtung von Steueroasen nehmen nur Druck von den Regierungen, vernünftig (ergo sparsam) mit Geld umzugehen und führen zwangsläufig zu einer weiteren Aufblähung der Bürokratien und damit der Staatsquoten.

    Wettbewerb ist das Um und Auf jedes leistungsfähigen Wirtschaftssystems. Ein Wettbewerb der Staaten führt analog zu besser funktionierenden und effizienteren Staaten. Die Bildung eines Steuerkartells durch die Regierungen wäre zum Fürchten.

    antworten

  • 2009-04-02 11:48:37
    Anthean

    uff ...

    schon wieder die Leier vom Wettbewerb, das ist so ein alter Hut. Es gibt bei den entscheidenden Unternehmen schon lange keinen echten Wettbewerb mehr: da gibts Preisabsprachen, Tricks um die Gegner auszuschalten etc. Kaum ein Großunternehmen hält sich an Spielregeln des freien Wettbewerbs - warum auch, mehr als eine Konventionalstrafe hat es nicht zu befürchten.
    Ist der gleiche Mythos wie mit USA und Demokratie (siehe Lateinamerika seint 1945) oder freier Marktwirtschaft: zB der Agrarsektor der USA gehört zu einem der meistprotektionierten Sektoren der Weltwirtschaft - freie Marktwirtschaft gilt nur in eine Richtung - nämlich im öffnen fremder Märkte für amerikanische & europäische & japanische & chinesische Unternehmen.

    antworten

  • 2009-04-02 11:51:14
    Leopold Fried

    Erstens stimmt das so allgemain nicht, und zweitens wäre das noch lange kein Grund, den Wettbewerb dort wo er existiert, auch abzuschaffen.

    antworten

  • 2009-04-02 12:11:26
    Anthean

    ok es war etwas überspitzt ...

    aber wo uns der Wettbewerb unter den Staaten hingeführt hat sieht man im Osten - mit Niedrigzinsen Unternehmen angelockt, und jetzt fällt ein Staat nach dem anderen um weil kein Geld in der Kasse ist.

    Da hab ich lieber a bisserl zuviel Bürokratie.

    antworten

  • 2009-04-02 12:12:30
    Anthean

    mir ist lieber

    die Staaten arbeiten zusammen und kriegen das Problem der Multinationalen Konzerne in den Griff. Aber das ist leider auch nur ein frommer Wunsch an den Osterhasen.

    antworten

  • 2009-04-02 12:49:59
    Leopold Fried

    Mir sind 10-19% Flattax im Osten lieber als 30-50% wie im goldenen Westen.

    Dafür nehme ich gerne in Kauf, nicht von schwindlichen Bürokraten belästigt zu werden. Aber jeder wie er will - dank existierendem Wettbewerb.

    antworten

  • 2009-04-02 13:20:16
    Anthean

    solange man ...

    sein Geld nicht in der lokalen Währung ausbezahlt bekommt und es auf einmal um 60% weníger wert ist (siehe EURHUF) ... aber was wenn man undankenswerterweise ein Ungar ist :)

    antworten

  • 2009-04-02 13:51:04
    Leopold Fried

    60%?

    Wie kommt man auf 60%? Der Kurs HUF/EUR war die längste Zeit bei rund 250, jetzt ist er bei 300. Das sind 17% Wertverlust.

    antworten

  • 2009-04-02 14:00:34
    Anthean

    sorry - meinte 20%

    vertipselt.

    antworten

  • 2009-04-02 12:25:40
    twin

    ich denke, kein jetziger amerikanische präsident könnte auf der weltbühne momentan umhertorkeln wie ein betrunkenener marionettenelefant im porzellanladen. amerika wird gezwungener maßen kleinere brötchen backen müssen. wirtschaftlich ist es nur mehr eine großmacht -keine supermacht mehr.
    militärisch bleibt es noch eine supermacht, dies wird aber auf dauer nicht mehr so wichtig sein.(momentan leider noch wichtig)

    wettbewerb, speziell im staatsbereich ist ein gewichtiges argument um das man nicht umhin kommt.
    das wettbewerbs ziel kann aber auf dauer nicht sein, wie betrüge ich (indem ich keine steuern zahle)diejenigen am besten, die ihren teil zum allgemeinwohl beitragen. die straffung der staatsorganisationen wird meiner meinung nach von innen heraus (bürgerdruck) kommen, genauso wie sich alles ausufernde gezwungenermaßen wandelt und reformiert. ist alles nur eine frage der zeit.

    die wettbewerbs ziele werden sich neu deffinieren.

    antworten

  • 2009-04-01 09:25:37
    nhlfan

    Sehr schwaches Interview meiner Meinung nach:
    Herr Felber war auch schon mal angriffiger, Herr Baha bekam eine kostenlose Werbeeinschaltung.
    Informationsgehalt: Null

    antworten

  • 2009-04-01 00:12:28
    Otto Normalinvestor

    Ich schließe mich der Meinung an: Herr Baha hat´s geschafft, zur besten Sendezeit klare Werbeaussagen zu platzieren ... und das wahrscheinlich zu konkurrenzlos günstigem Tarif :-) ... da hätte für den notleidenden ORF schon mehr drin sein müssen.

    Herr Baha hat auch das Thema verfehlt: Während er sich sonst von den Hedgefonds distanziert und sich als reiner Trendfolger bezeichnet, der mit denen nichts zu tun hat, hat er dieses Mal von den 18% Rendite p.a. geschwärmt, die er seinen Anlegern schuldig sei.

    Also eh ungefähr genau das, was Herr Felber hören wollte :-)

    antworten


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