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25. März 2009 14:57
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Credit Default Swaps, kurz CDS genannt, zählen zu den Derivaten, die den Handel mit Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder anderen Schuldnern ermöglicht.
Vereinfacht kann ein CDS auch als eine Kreditversicherung verstanden werden. Dabei muss der Sicherungsnehmer eine Prämie an den Sicherungsgeber bezahlen. Diese Prämie wird in der Regel in Basispunkten angegeben. Ein CDS kann aber nicht nur als Absicherung sondern auch als Spekulationsobjekt verwendet werden, da es sowohl gekauft als auch verkauft werden kann.
Unter folgendem Link findet man eine vom deutschen Derivateverband regelmässig aktualisierte CDS-Tabelle: http://www.derivateverband.de/DE/Showpag...
Ein Beispiel
Ein Unternehmen will der Erste Bank Geld leihen (Annahme 100 Mio. Euro). Um das Insolvenzrisiko abzusichern, geht das Unternehmen mit einem anderen Marktteilnehmer ein CDS-Geschäft ein, der das Insolvenzrisiko übernimmt. Dafür müsste das Unternehmen 391,48 Basispunkte (Stichtag 23.3.09) bezahlen. Das heisst, es muss für die Absicherung seiner 100 Mio. Euro 3,9148 Mio. Euro an den CDS-Geber bezahlen, damit dieser während der Laufzeit das Insolvenzrisiko der Erste Bank (oder was auch immer ausgemacht wurde) übernimmt.
Für das Unternehmen, welches der Erste Bank Geld gibt, bedeutet das, dass es mindestens 3,9148 % mehr verdienen muss als bei einem vergleichbaren Investment.
Der CDS-Spread ist daher auch ein Gradmesser der aktuellen Einschätzung der Bonität eines Unternehmens.
Spekulationsobjekt
CDS sind eine Erfindung der 90er, wurden aber erst in den letzten 10 Jahren so richtig beliebt. Mit der Entwicklung der CDS erfolgte die Trennung des Kreditrisikos von der zu Grunde liegenden Kreditbeziehung und ermöglichte den separaten Handel dieses Risikos.
Solange nur eine einzelne kleine Bank von einer Insolvenz betroffen war, funktionierte der CDS-Markt in der Vergangenheit einwandfrei und war eine Bereicherung für die Investmentlandschaft. Jedoch wurde in den letzten Jahren der CDS-Markt immer mehr zum Spekulationsobjekt und erreichte Mitte 2008 ein Volumen von rund 58.000 Mrd. USD.
Durch die derzeitige Krise ist das Misstrauen stark angestiegen und aufgrund des enormen Volumens an CDS ist ein „Systemrisiko“ entstanden. Fällt nun eine grosse Bank oder Marktteilnehmer aus, kann er damit auch andere Banken oder Marktteilnehmer mitreissen, siehe AIG oder Lehman Brothers.
Auf dieses Systemrisiko hat schon 2004 die „Deutsche Bundesbank“ hingewiesen. Die Studie können Sie unter http://www.bundesbank.de/download/v... downloaden. Damals (2004) betrug das CDS-Volumen gerade mal 5,5 Billionen US-Dollar - heute ist es das 10-fache.
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