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Uncle Sam, der Dollar und das Öl

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30. Dezember 2008 18:13

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Ex-Notenbanker Greenspan, der mit seiner Niedrigzinspolitik die Spekulation im Häusermarkt anheizte, alleine die Schuld an der jetzigen weltweiten Rezession zu geben, wäre zu einfach und falsch zugleich. Natürlich bedurfte es eines funktionierenden Apparates, der die amerikanischen Verbraucher, auch jene mit jämmerlicher Bonität, immer weiter mit Krediten versorgte. Der Ausgang dieser Fehlentwicklung ist uns allen bekannt.

Nichtsdestotrotz spielte das billige Geld eine wesentliche Rolle für die Blase am amerikanischen Hypothekenmarkt. Gerade deswegen verwundert es, dass die eigentliche Ursache der Katastrophe genau jetzt verwendet wird, um die Krise zu bekämpfen. Ben Bernanke und seine Notenbanker haben die Gelddruckmaschinen angeworfen und die Banken können sich derzeit praktisch zum Nulltarif Geld bei der Fed leihen. Überdies werden mit verschieden Konjunkturpaketen Milliarden in die amerikanische Wirtschaft gepumpt, was eine horrende Neuverschuldung (siehe Grafik) mit sich zieht. Der keynesianischen Ansatz, der in seiner Grundform absolut einleuchtend erscheint, wird im Land der (un)begrenzten Möglichkeiten offensichtlich missverstanden, ist doch die Annahme, wonach die eingegangenen Schulden in Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs mittels Steuereinnahmen wieder beglichen werden, wesentlicher Bestandteil in John Maynard Keynes Theorie. Betrachtet man das gesamte Volumen der amerikanischen Gesamtverschuldung (http://www.marketwatch.com/News/Story...{1E78F574-16D7-46AE-8D23-EC479D355E02}), entpuppt sich die Tilgung als schlichtweg unmöglich. Grund zur Annahme, dass die Vereinigten Staaten pleite sind. Das Gegenteil scheint jedoch der Fall zu sein und Investoren aus aller Welt kaufen vermeintliche Ramschpapiere, amerikanische Staatsanleihen und akzeptieren sogar noch eine Nullverzinsung(Grafik). So viel Vertrauen kann sich anderer nur wünschen.

Natürlich ist Amerika die größte Volkswirtschaft der Welt und auch die Währung genießt den Ruf eines sicheren Hafens. Doch sollte man den Grund, der den Dollar so wichtig machte, nicht vergessen. Es ist das Faktum, dass Öl, das wichtigste Wirtschaftsgut unserer Zeit, in Dollar gehandelt wird. Darum sehen sich Volkswirtschaften gezwungen, Dollarreserven zu horten um überhaupt an das begehrte Gut zu kommen. Man sollte sich also die Frage stellen, was passieren würde, würden sich die OPEC z.B. für den Handel in Euro oder in einer eigenen Währung (http://www.ftd.de/politik/in... entscheiden, was in Zeiten des schwächelnden Dollars eine Überlegung allemal wert ist. Meiner Ansicht nach, wäre dies der Todeschlag.

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