Nordische Ski-WM in Sapporo ein halbes Hallen-Event
20. Februar 2007 14:17
Nach der WM ist vor der WM. Während die letzten Bilanzen des Ski-Festes in Aare geschrieben werden, bereiten sich Springer, Kombinierer und Langläufer auf ihre Titelkämpfe in Japan vor. Und auch im Land der aufgehenden Sonne stehen die ÖSV-Athleten in der Auslage. Nach dem olympischen Medaillenregen in Turin wird von Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Felix Gottwald, Christoph Bieler sowie dem Langläufern Christian Hoffmann Edelmetall erwartet. Wie in Schweden wird auch in Sapporo das Wetter eine wichtige Rolle Spielen. Die Sprunganlage ist extrem windanfällig, der Schnee in der Loipe bedeutet für die Serviceleute eine enorme Herausforderung. Gespannt dürfen wir auf die WM-Premiere in der Halle sein. Jawohl, Kombinierer und Langlauf-Sprinter rennen im „Sapporo Dome“ um WM-Medaillen. Während der Fussball-WM 2002 jubelten 42.000 Fans den weltbesten Kickern zu, jetzt drehen dort die Langläufer ihre Runden. Bei optimalem Licht und ohne Windprobleme. Beim Springen bleiben die Athleten aber weiter dem Wind und Wetter ausgesetzt. Aber wer weiss, vielleicht erleben wir ja 2036 dann eine kombinierte Weltmeisterschaft der Alpinen und Nordischen in einem Winterpark in Dubai. Alles gar nicht so abwegig. Snowboarder kämpfen längst in der Halle um Weltcuppunkte. Auch der alpine Slalom-Nachwuchs fährt bereits unterm Dach um Europacup-Punkte. Warum also nicht auch ein Sprungturm unter einer Glaskuppel mit Windmaschinen, die für fairste Bedingungen sorgen.
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