Ski-WM: Die Alten sind nicht mehr gut genug, die Jungen noch nicht gut genug
12. Februar 2007 14:50
Der Katzenjammer über die Ski-Pleiten bei der WM in Aare wird immer größer. Zugegeben, Österreich jammert auf einem sehr hohen Niveau. Anderseits halten uns die Gegner den Medaillenspiegel vor. Und da steht Gold auf Bronze: Die ÖSV-Asse warten nach den Speed-Bewerben weiter auf den ersten WM-Titel. Die Abfahrer kassierten im Hohen Norden eine historische Pleite. Ein Norweger ist der neue König der Pisten. Der 24-jährige Aksel Lund Svindal kürt sich nicht nur zum Abfahrts-Weltmeister, sondern ist auch drauf und dran den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Österreichs Herren-Team ist in die Jahre gekommen. Hermann Maier, Michael Walchhofer und Fritz Strobl bringen zwar viel Routine mit, haben ihren Leistungszenit aber bereits überschritten. Dahinter klafft eine Lücke in die nicht der heimische Nachwuchs, sondern die Konkurrenz gerast ist. Schweden, Schweizer, Italiener und Kanadier haben nicht nur am Materialsektor, sondern auch beim Training nachgezogen. Der ÖSV muss sich damit abfinden, dass der Weg nach unten führt. Die WM ist ein Spiegelbild des gesamten Winters. Nur wenn die Trainer selbstkritisch an die Analyse herangehen, ist eine Trendumkehr möglich. Bleibt nur zu hoffen, dass Österreich in den technischen Bewerben die Kastanien aus dem Feuer holt und Österreichs Traumpaar Marlies Schild und Benni Raich den Jammer über die Ski-Pleiten der Abfahrer vergessen lässt.
Diese Funktion steht nur eingeloggten Benutzern zur Verfuegung.
Einen neuen Account erstellen.
Ich habe mein Passwort vergessen!