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11. September 2008 02:40
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Sie haben es sicherlich auch mitbekommen aus den zahlreichen Berichten in den Medien. Am 10.09.2008 war es nun endlich soweit. Der Teilchenbeschleuniger LHC im Schweizerischen Genf begann mit seinem Testbetrieb. Mit einer riesigen Wucht werden dort Atomkerne aufeinander geschossen. Kritiker befürchten nun, dass der LHC schwarze Löcher erzeugen könnte, die dann die Materie in der unmittelbaren Umgebung oder gar die ganze Welt verschlucken. Ich habe zwar durchaus meine Schwächen in der Kernphysik, aber rein aus dem Bauch heraus betrachtet halte ich es für sehr viel wahrscheinlicher, dass Ihre Vermögenswerte in “Schwarzen Löchern” verschwinden als unsere Welt durch dieses Forschungsexperiment.
Pennystocks sind die Atomteilchen der Börse
Mich hat diese Geschichte allerdings auf eine ganz andere Parallele gebracht. Sie kennen das ja auch sicher von der Börse. Wertlose Aktien, welche nur ein paar Cent kosten, werden auf einmal durch “positive Berichterstattung” der verschiedensten Börsenbriefe, Spam-Mails oder sonstiger “PR-Agenturen” in sphärische Höhen getrieben. Diese Aktienteilchen fallen danach meist genauso schnell wieder in sich zusammen. Dennoch verdienen die Initiatoren derartiger Aktionen viel Geld damit, wenn auch illegal. Die Beweislage ist oftmals eben sehr schwer und die Aktionen gezielt geplant, über Hintermänner und Gesellschaftsstrukturen verschleiert.
Markus Frick ist so ein Teilchenbeschleuniger
Markus Frick polarisiert die börseninteressierte Öffentlichkeit schon lange sehr stark. Während ihn seine Anhänger (zumindest am Anfang) als Börsenguru sehen, mit dessen Strategie man große finanzielle Erfolge erzielen kann, werfen ihm seine Kritiker aus meiner Sicht zurecht vor, gutgläubige und unerfahrene Anleger in die Gefahr hoher Spekulationsverluste zu bringen.
Der gelernte Bäckermeister hat und gibt über das Internet, Fernsehen, gut besuchte Seminare, Newsletter und eine EMail-Hotline Aktientipps an meist sehr unerfahrene Kapitalanleger und Möchtegern-Börsianer. Seit dem Juni 2007 hat N24 die “Markus Frick Show” Make Money wieder aus dem Programm genommen. Die Aufsichtsbehörde BaFin und einige eingeschaltete Anwaltskanzleien prüfen weiter, ob Frick mit seinem E-Mail-Newslettern Kursmanipulationen vorgenommen hat. Markus Frick wird dabei vorgeworfen, wertlose Aktien hochgezockt zu haben, um dafür von den betreffenden Firmen Provision zu erhalten, oder durch eigene Käufe im Vorfeld davon zu profitieren. Es geht dabei um Millionensummen. Nachdem einige der von Markus Frick empfohlenen Aktien im Juni 2007 innerhalb weniger Tage um 80 bis 90 Prozent im Kurs gefallen sind, werden die Spekulationsverluste der Abonnenten seiner Börsenbriefe auf einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro geschätzt.
Wie nimmt Markus Frick sich und sein System selbst wahr?
Auf seiner - aus meiner Sicht audiovisuell, technisch, interaktiv und allgemein sehr gut gemachten Website www.markus-frick.de findet sich hierzu nachfolgendes:
“Markus Frick kennt beide Seiten des Lebens - sowohl die karge, einfache wie auch die lebenslustige, bunte. Er stammt aus einer Kleinstadt im Kraichgau, seine Eltern betreiben eine Bäckerei. Schon als kleiner Junge lernte er den Wert des Geldes kennen, als er für einen Groschen die Kartons vor den Supermärkten einsammelte und in der elterlichen Backstube für kleines Geld die Backbleche putzte. Er merkte schnell, dass man nur dann zu Geld kommt, wenn man dafür etwas tut und sich nicht zu schade für eine Arbeit ist. Als er 14 Jahre alt war, hatte er stolze 5.000 Mark angespart und kaufte sich damit seine erste Aktie. Die guten Erfahrungen damit ließen ihn hoffen und er kaufte weitere Werte dazu. Mit 18 Jahren kehrte er dann der Börse wieder den Rücken, er hatte seine Gewinne und seine ursprünglichen 5.000 Mark verloren.
Sein Ziel: mit 30 die erste Million
Ganz nach den elterlichen Vorstellungen machte Markus Frick dann eine Bäckerlehre und direkt im Anschluss die Meisterprüfung. Das Ergebnis: Mit 22 Jahren war er jüngster Bäckermeister Deutschlands. Schon damals träumte er von einem Leben in finanzieller Unabhängigkeit. Doch die Erfüllung seiner Wünsche schien noch sehr weit entfernt, schließlich stand er an 6 Tagen pro Woche ab 3 Uhr morgens in der Backstube und war als Produktionsleiter für den reibungslosen Ablauf des Unternehmens zuständig. Nebenbei nahm er jeden Nebenjob an, der sich ihm bot. Als Markus Frick dann mit 25 Jahren wieder sein Erspartes an der Börse anlegte, hatte er ein großes Ziel vor Augen: Spätstens mit 30 Jahren wollte er eine Million Mark auf seinem Konto haben. Als ihn sein Bankberater schon ein knappes Jahr später anrief, um ihm mitzuteilen, dass er genau das geschafft hatte, war sein Traum viel schneller wahr geworden, als er es erhofft hatte. Seine Vision: Das Wissen weitergeben und andere am Glück teilhaben lassen.
Bekanntester und erfolgreichster Börsenprofi Deutschlands?
Markus Frick entwickelte sich als Autodidakt zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Börsenprofis Deutschlands. Grundlage dieses Erfolgs waren Kreativität, Disziplin, harte Arbeit und ein besonderes Gespür für die Herausforderungen der Finanzmärkte. Als Börsencoach mit starkem Team bietet Markus Frick heute neben Büchern, Seminaren und DVDs für Neueinsteiger auch für fortgeschrittene Anleger ein in der Branche einmaliges Portfolio. Unter Einsatz modernster Informationstechnologie offeriert Frick seinen Kunden Anleitungen, Tipps und Strategien als 24-Stunden-Service: Mit täglichen Börsenbriefen, E-mail- und Video-Hotlines, aktuellen Updates, SMS-Infos, individueller Betreuung per Telefon und E-Mail, Seminaren und Konferenzen begleitet das Unternehmen Anleger professionell auf dem Parkett.”
Mein Fazit soweit
Respekt vor den Ideen, verkaufstechnischen Methoden sowie den rhetorischen Fähigkeiten eines Markus Frick. Ich selbst verfolge seinen Weg schon lange und habe mir rein von den Marketingtechnischen Methoden und Vorgehensweisen einiges abgeschaut. Ich kann Ihnen aber leider nicht sagen, wie Sie ganz schnell zu ganz viel Geld kommen, sondern konzentriere mich auf die moderne, intelligente, internationale, ganzheitliche Strukturierung von bestehenden Vermögenswerten. Natürlich ist es wichtig Vermögen zu bilden. Aber Werte zu bewahren, auch über Generationen zu mehren und aus Anlage- und Risikogesichtspunkten effizient und renditestark zu verwalten ist in Zeiten der Risiken der Globalisierung eine mindestens genauso anspruchsvolle Aufgabe. Markus Frick hat in den letzten Jahren zweifelsohne sehr viel Geld verdient. Aber eben auch unter hohen Risiken. Nun kommen auf Ihn Risiken zu, die Abseits der Aktienmärkte liegen. In erster Linie Haftungsrisiken. Das Wort “Haft” gilt hier eventuell nicht nur für sein Vermögen, sondern unter Umständen auch für Ihn privat. Ich bin nun gespannt wie Markus Fricks privates Risikomanagement in diesem Bereich aussieht. Hat er die hohen Risiken die er als Unternehmer im Operativen Bereich eingegangen ist durch entsprechende Strukturen im privaten oder juristischen Bereich abgesichert oder zumindest gemildert?
Ich denke er hat es zumindest versucht, ob es hält wage ich dennoch zu bezweifeln. Ein Indiz dafür ist beispielsweise, dass Anfang Juli 2007 auf Markus Fricks Internet-Homepage die Personengesellschaft Finance Communications (Inhaber: Markus Frick) durch die Finanzdialog Verlag GmbH (Geschäftsführer: Roland Sadowi) ersetzt wurde. Es wurde somit aus juristischer Sicht nicht mehr möglich, Verträge direkt mit der Person Markus Frick abzuschließen. Jetzt bricht also die Zeit der Anwälte auf beiden Seiten an.
Vorwürfe erhärten sich – Staatsanwaltschaft friert 80 Millionen ein
Markus Frick gerät mittlerweile immer stärker unter Druck. Inzwischen hat laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” vom 3. September 2008 die Staatsanwaltschaft Berlin im Rahmen des Strafverfahrens gegen den früheren Bäckermeister wegen des Verdachts der Kursmanipulation 80 Millionen Euro eingezogen. Markus Frick bestreitet das. Dieser Arrest diene dazu, Gewinne von Beschuldigten abzuschöpfen und vorläufig sicher zu stellen, bestätigte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”. Laut “Süddeutscher Zeitung habe die Staatsanwaltschaft aber offen gelassen, ob das arrestierte Geld von Frick direkt oder von Firmen stamme, die zu seinem Einflussbereich gehörten.
Wurden Gelder über Mauritius transferiert?
Schon vor einigen Wochen wies der Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. Anleger darauf hin, dass im Fall Markus Frick eine heiße Spur nach Mauritius führe, dies wird nun auch von der “Süddeutschen Zeitung” bestätigt. Laut einem Beschluss vom Mai 2008, der der “Süddeutschen Zeitung” vorgelegen habe, hieß es darin wörtlich: “Der Beschuldigte habe als Bevollmächtigter eines in Mauritius ansässigen Unternehmens bei einer deutschen Privatbank vor - und in der Zeit alsbald nach Beginn der jeweiligen Empfehlung Aktien der von seinen Börseninformationsdiensten empfohlenen Gesellschaften eingeliefert und diese vor dem Zusammenbruch der Kurse verkaufen lassen. Die Richter hätten laut “Süddeutscher Zeitung” Arreste nicht nur wegen dreier Aktientipps angeordnet. Das Landgericht habe bei den eingefrorenen Beträgen von “Verkaufserlösen” gesprochen.
Die Chancen auf Schadensersatz für Anleger sind gut
Nach Ansicht von Dr. Walter Späth, von der Berliner Kanzlei Rohde & Späth ist es unter Umständen für Geschädigte möglich, auf die von der Staatsanwaltschaft eingefrorenen 80 Millionen zuzugreifen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass Markus Frick eindeutig strafbares Handeln nachgewiesen wird und die Geschädigten einen vollstreckbaren Titel in den Händen halten. Im günstigsten Fall würde das also bedeuten, dass es den Anlegern, die berechtigte Ansprüche gegen Herrn Frick haben, völlig egal sein könnte, ob Herr Frick -rein hypothetisch natürlich -insolvent werden würde oder nicht, da der Zugriff auf die von der Staatsanwaltschaft eingefrorenen 80 Mio. möglich wäre.
Wer zuerst kommt mahlt zuerst!
Hierfür gilt jedoch ein strenges Prioritätsprinzip, das heißt, wer zuerst einen vollstreckbaren Titel in den Händen hält, hätte auch als erster Zugriff auf das Vermögen, so Rechtsanwalt Dr. Walter Späth.
Mein Fazit
Es empfiehlt sich für Geschädigte, umgehend Ansprüche zu prüfen. Vor allem als Käufer einer der drei Frick-Empfehlungen “StarGold”, “StarEnergy” und “Russoil” sollten Sie also umgehend Schadensersatzansprüche prüfen lassen.
Ihr
Markus Miller

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