Die restliche Welt sollte sich über unsere Skistars freuen, nicht ärgern
24. November 2006 14:22
So sicher wie die nächste Kältewelle, kommen am Wochenende weitere ÖSV-Erfolge im Ski-Weltcup auf uns zu. Dem Weltverband FIS ist die rot-weiss-rote Dominanz längst ein Dorn im Auge und alle Jahre wieder beginnt auch hierzulande die Diskussion, ob sich unsere Wedelkönige nicht zu Tode siegen. Unbestritten ist, dass zu viele ÖSV-Siege die weltweite Berichterstattung über den Skisport nicht gerade fördern. Immer mehr TV-Partner verzichten auf Direktübertragungen der österreichischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung. Das – so wie es FIS-Präsident Gianfranco Kasper gerne macht – dem ÖSV anzulasten, ist so, als würde man die Leistungen eines Schülers, der aufgrund seines Fleisses das ganze Schuljahr über mit einem Sehr gut eingestuft wird, bestrafen. Bei den ÖSV-Damen hielt sich - trotz des Dreifachsieges zum Auftakt in Levi - die Dominanz in den letzten Wintern in Grenzen. Bei den Herren verfügt Österreich tatsächlich über eine Weltmacht, liefert dafür aber auch dem Skisport jede Menge Typen. Hermann Maier ist ein Superstar, Benni Raich der perfekteste Skifahrer der Gegenwart. Mit Rainer Schönfelder verfügt der ÖSV über den „buntesten Hund“ der Szene und Michael Walchhofer, Fritz Strobl oder Werner Franz, der nach seiner bereits 14. Operation noch einmal den Anschluss sucht, stehen für geballte Routine. Die FIS sollte froh sein, solche exzellenten Sportler zu haben. Sie richtig zu vermarkten wäre jedenfalls hundert Mal besser, als über ihre Dominanz zu lästern.
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