Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
405
views

Immobilienkrise in Spanien schreitet voran

Facebook

15. Juli 2008 11:33

company company
In Spanien war in den vergangenen Jahren ein regelrechter Bauboom zu beobachten. Der größere Teil der vormals florierenden spanischen Baukonjunktur ist auf den starken Anstieg der Hausbauten zurückzuführen, und so nimmt nunmehr die Wohnbaubrache ein überdurchschnittlich hohes Gewicht in der spanischen Wirtschaft ein.

Ein derart hohes Gewicht der Wohnbauswirtschaft an der Gesamtleistung halten wir nicht für dauerhaft. Vormals positive Faktoren wie die demographische Entwicklung oder ein fallender Zinstrend sind nunmehr ausgelaufen. Zudem wurde in der Spätphase des Booms die Nachfrage weniger durch Eigenbedarf als vielmehr durch Spekulation getrieben. Die schwere Rezession, welche die spanische Bauwirtschaft nunmehr erfasst hat (Bauproduktion zuletzt knapp -20 % p.a.), steht erst an ihrem Anfang.

Die Redimensionierung dieses Wirtschaftsbereiches zieht sich – so zeigen Beispiele aus der Historie wie der deutsche Wiedervereinigungs-Bauboom bzw. Bust – über eine lange Zeit hinweg (über Jahre) und hat Unternehmensinsolvenzen und hohe Arbeitsplatzverluste zur Folge. Auch bei der Preisentwicklung am Häusermarkt stehen die schmerzhaften Anpassungen noch bevor. Immerhin stehen lt. Zeitungsberichten mehr als 15 % der Eigenheime leer. Diese Woche wird der nationale Hauspreisindex für das zweite Quartal veröffentlicht (Wachstumsrate zuletzt +4 % p.a.). In weiterer Folge ist aber davon auszugehen, dass Immobilien nicht nur real, sondern auch nominell an Wert verlieren, was die Bilanzen der privaten Haushalte (besitzen in der Regel ihre Wohnunterkunft - nur 10% der Wohnimmobilien sind vermietet), der Immobiliengesellschaften und der Banken enorm belasten wird.

Die angesprochene Entwicklung ist bereits spürbar: Am Montagabend hat der spanische Immobilien Finanzierer Martinsa Fadesa Konkurs beantragt. Dem Unternehmen, welches Schulden in einem Volumen von EUR 5,2 Mrd. ausstehen hat, gelang es nicht einen weiteren Kredit von USD 150 Mio. aufzunehmen. Das Unternehmen selbst hat keine Anleihen ausstehen. Martinsa ist bei 47 verschiedenen Banken verschuldet, die größten Exposures dürften Caja Madrid, La Caixa, Ahorro Corporacion und Morgan Stanley haben.







Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen RESEARCH
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen RESEARCH

vergroessern Bild vergrössern


Tags


s Immo (ISIN AT0000652250) Letzter 4.178 Vortag 4.250 Veränd. -1.69
s Immo Netzwerk

 

 

English News

bwin.party received licence to operate online sports betting in Schleswig-Hol...
Immofinanz launched its first internal development project in Germany
UBS raised Flughafen Wien price target
Berenberg Bank raised Telekom price target
Berenberg Bank confirmed Raiffeisen Bank at Buy

>> more: english.boerse-express.com

Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden