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24. Juni 2008 08:23
Satirisches von rappelkopf.at
Der mediale Schlagabtausch zwischen Flüchtlingsexpertin Arigona Zogaj und dem Tirolflüchtling Günther Platter hat ein vorläufiges Ende gefunden. Wahlbeobachter in Tirol haben nach der jüngsten Landtagswahl und nach eingehender Beratung mit Zogaj dieses Gebiet als sicher eingestuft und Platter umgehend einen negativen Asylbescheid zugestellt.
Günther Platter, der als Tirolflüchtling 1994 in Wien um Asyl angesucht hat, darf noch in der Bundeshauptstadt bleiben, bis das Regierungsjahr vorüber ist. Platter hat laut einem Sprecher der Bundesasylbehörde auch keine mitgeflüchtete Mutter, die aus gesundheitlichen Gründen die Abschiebung hinauszögern könnte. Ebenso wurde die von Platter als Niederlassungsgrund angegebene, hervorragende Eignung als Musiker mit langjähriger Blasmusikerfahrung nicht als Einbürgerungsgrund anerkannt.
Im Bescheid wurde auch auf die wirtschaftliche Situation im vom Tourismus zerstörten und verschandelten Tirol eingegangen. Dabei wurden in dem (Rappelkopf vorliegenden) Schreiben dem Schübling nahegelegt, landesübliche Berufe anzunehmen. Gerade für Männer im gesetzten Alter attraktive und Erfolg versprechende Berufe wie Bergführer und Senner werden aufgezählt. Auch sind aufmerksame Männer in typisch männlichen Berufsfeldern wie Schilehrer und ähnliche Gigolo-Jobs besonders erfolgreich, weil sie damit weibliche Gäste an- bzw. ausziehen und damit die regionale Wirtschaft aufbauen helfen würden.
In einer ersten Reaktion auf diese Unmenschlichkeit haben sowohl der Wiener Kardinal Christoph Schönborn als auch der Schauspieler Alfons Haider angeboten, Platter notfalls adoptieren zu wollen. Zugleich appellierten sie an Flüchtlingsexpertin Arigona Zogaj, doch Gnade walten zu lassen und Platter nicht in die entsetzlich bitteren Lebensumstände nach Tirol zurück zu schicken. Aus dem Umfeld von Platter wurde auch auf das zwischenzeitlich in Wien aufgebaute Leben hingewiesen, das neben einem von Österreichern wenig geliebten Job auch das reiche soziale Umfeld inklusive angeblicher Freundin beinhalten soll. "In Tirol hat er doch keine Freunde", so ein lieber anonym bleibender Bekannter.
In spontanen Protestveranstaltungen in Tirol wurden mehrere Autos mit Wiener Kennzeichen angezündet. Die Organisation der Exiltiroler "A Tiroler in Wien isch a Kaiser" hat für Samstag eine Protestkundgebung angekündigt. Es werden an die 1.500 Schützen und 30 Lawinenhunde erwartet.
In einer davon unabhängigen Meldung wurde der Weltmeister Italien von Spanien aus Wien abgeschoben. Die SPÖ hat daraufhin in einer versöhnlichen Reaktion Bundeskanzler Alfred Gusenbauer von seinen Parteitätigkeiten freigestellt, damit er zum Trost für die italienische Wirtschaft die Barrolo-Vorräte aussaufen kann.





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