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So war die Heid-HV (1)

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29. April 2008 14:49

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Ich denke mehrmals täglich an die Maschinenfabrik Heid AG


Wann immer ich den Schriftzug „IFE“ an einer U-Bahn-Türe sehe, muss ich daran denken, wie die CA-BV damals diese Tochter meiner Maschinenfabrik Heid AG zwangsverkauft hat. Die Heid hat damit ihr wertvollstes Asset verloren und war viele Jahre nur damit beschäftigt, sich zu konsolidieren, also Schulden abzubauen. Jetzt ist die Heid praktisch schuldenfrei, der Buchwert pro Aktie nach HGB per 31.12.07 beträgt 1,67 Euro, nach IFRS 3,08 Euro. Der Geschäftsbericht 2007 beinhaltet sowohl den Abschluss nach HGB als auch den nach IFRS. Die Heid bilanziert seit Jahren angenehm konservativ. So wie wir es vor mehr als zwei Jahrzehnten in der Schule gelernt haben.

 

Zur HV am 28.4.08 waren 3,298.687 (von gesamt 3,940.000, also 83,72%) Aktien angemeldet. 13.713 Aktien (0,35%) sind nicht gekommen, 3,284.974 Aktien (83,37%) waren bei den Abstimmungen anwesend. Von 42 angemeldeten Stimmkarten (davon manche Aktionäre mit mehreren Stimmkarten) sind 13 Aktionäre gekommen. Das ist insoweit enttäuschend, als die Firma der ausstellenden Bank für jede ausgefertigte Stimmkarte einen zweistelligen Eurobetrag bezahlen muss. Diese durch manche Scherzanmeldung verursachten Kosten genauso wie die Kosten für ein dadurch überdimensioniertes Buffet muss die Firma tragen, im Endeffekt also wieder der Aktionär, der dadurch länger auf seine Dividende warten muss.

 

Die Firma Heid ruht auch in stürmischen Börsezeiten sicher in Händen der  beiden Hauptaktionäre Günter Rothenberger Beteiligungen GmbH und Rothenberger 4xS Vermögensverwaltung GmbH, die beide jeweils mehr als 10% der Anteile halten, zusammen dürften sie laut meiner Berechnung 3,164.900 Aktien (80,33% des gesamten bzw. 96,34% des anwesenden Kapitals) besitzen. Einfach ausgedrückt: Die Firma befindet sich in Familienbesitz. Und ein Teil dieser Familie bin ich, 23,08% der anwesenden Aktionäre gehörten dem Otto-Clan an! In Köpfen gerechnet. Unser Stimmgewicht war etwas geringer.

 

Es gab bei der Entlastung des Aufsichtsrats 10 Gegenstimmen (0,00%) von einem Aktionär mit Fremdbesitz. Man hat dem Vorstand wirklich angesehen, wie ihn das mitnimmt, dass jemand etwas an der Firma auszusetzen hat, wo er sein bestes gibt, die Firma nicht nur am Leben zu erhalten, sondern wachsen zu lassen. Dass er die Maschinenfabrik Heid AG zur Holding, zur Konzernmutter ausgebaut hat (49% Beteiligung an Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH, 2,13% an DVS Technologie GmbH und 9,04% an Diskus Werke Frankfurt AG), zeugt davon, dass er Heid nicht als Abwicklungsgesellschaft sieht, sondern als dynamische Beteiligungsholding. Es ist sogar daran gedacht, den Anteil an den Diskus Werken auf 15% aufzustocken! Über den Wert dieser Beteiligungen werde ich ein anderes Mal schreiben, das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Folglich hat auch das Finanzergebnis mit 279.706 Euro neben der Aktivierung von Verlustvorträgen in Höhe von 227.627 Euro wesentlich zum Konzernjahresgewinn 2007 nach IFRS in Höhe von 433.671 Euro (0,11 Euro pro Aktie) beigetragen.

 

Wer sich nicht an einem Unternehmen beteiligen will, wo die Eigentümerfamilie mehr als 80% der Anteile besitzt, der ist natürlich bei Heid falsch. Auch die Liquidität lässt zu wünschen übrig, man kommt schwer mit nennenswerten Stückzahlen raus und noch weniger rein. Der Auktionsmarkt spricht auch nur die wenigsten Anleger an. Wer allerdings warten kann und nicht dauernd am Verkaufsknopf herumfingern muss, der sieht eine schuldenfreie Firma mit 89.904 m2 Grund in Stockerau, einer hochwertigen Marke und einigen wertvollen Beteiligungen.

 

Die Fragen der Aktionäre drehten sich vor allem um die hohen Rechts- und Beratungskosten (Euro 58.728,97, vor allem Umstellungskosten auf IFRS und Grundstücksbewertungsgutachten) und die Zukunft der Firma. Die Stimmung war sehr gut, wir haben im kleinen Kreis gefeiert. Das Buffet war mehr als ausgiebig. Auch das Personal des "NH Danube City"-Hotel war ausgesucht höflich und hat dezent weg geschaut, wenn man sich eines dieser schmackhaften belegten Käseweckerln eingesteckt hat. Es ist trotzdem viel übrig geblieben. Das wird alles weg geworfen, es fanden zur selben Zeit auch einige andere ähnlich dimensionierte Veranstaltungen im Hotel statt. Traurig, dass Gäste nicht zur Party kommen, die sich angemeldet haben.

 

Mehr über eine der interessantesten an der Wiener Börse notierten Firmen erzähle ich Euch demnächst in einem weiteren Beitrag.







In den Geschäftsjahren 2006 und 2007 konnte die Heid AG die Kontakte nach Russland im Rahmen von Projekten im Ölfeldmaschinengeschäft wieder intensivieren.
In den Geschäftsjahren 2006 und 2007 konnte die Heid AG die Kontakte nach Russland im Rahmen von Projekten im Ölfeldmaschinengeschäft wieder intensivieren.

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Schon lange vor dem Eintreffen der Aktionäre bereiten sich die drei Mitglieder des Aufsichtsrats und der Vorstand auf die Hauptversammlung vor.
Schon lange vor dem Eintreffen der Aktionäre bereiten sich die drei Mitglieder des Aufsichtsrats und der Vorstand auf die Hauptversammlung vor.

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Ein Konzernlenker, wie er im Bilderbuch steht. Freundlich, bescheiden und leise. Wir in Österreich kennen nur seine kleine Maschinenfabrik Heid AG, zu Senator Günter Rothenbergers Konzern gehören in Deutschland aber Diskus Werke AG, Diskus Werke Schleiftechnik GmbH, Pittler T&S GmbH, Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH, Naxos-Diskus Schleiftmittelwerke GmbH, Heyligenstaedt Werkzeugmaschinen GmbH, Maschintec Produktions GmbH, Günter Rothenberger Industries GmbH, DVS Technology GmbH, Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH.
Ein Konzernlenker, wie er im Bilderbuch steht. Freundlich, bescheiden und leise. Wir in Österreich kennen nur seine kleine Maschinenfabrik Heid AG, zu Senator Günter Rothenbergers Konzern gehören in Deutschland aber Diskus Werke AG, Diskus Werke Schleiftechnik GmbH, Pittler T&S GmbH, Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH, Naxos-Diskus Schleiftmittelwerke GmbH, Heyligenstaedt Werkzeugmaschinen GmbH, Maschintec Produktions GmbH, Günter Rothenberger Industries GmbH, DVS Technology GmbH, Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH.

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Bernd Günther, Aufsichtsratsvorsitzender, mit der limitierten und daher schnell vergriffenen Sondernummer des Otto-Express, und Hannelore Fürst, Investor Relations, mit dem wie immer ansprechend gestalteten Geschäftsbericht 2007 der Maschinenfabrik Heid AG
Bernd Günther, Aufsichtsratsvorsitzender, mit der limitierten und daher schnell vergriffenen Sondernummer des Otto-Express, und Hannelore Fürst, Investor Relations, mit dem wie immer ansprechend gestalteten Geschäftsbericht 2007 der Maschinenfabrik Heid AG

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"Otto Normalinvestor" ist das Pseudonym eines BE-Lesers (Name der Redaktion bekannt)

 

 

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