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09. April 2008 20:55
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Satirisches von rappelkopf.at
Während das Angebot des Monty Python-Stars John Cleese, für den US-demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama Reden zu schreiben, internationale Beachtung fand, ging im Medientrubel ein Nebensatz völlig unter. John Cleese, der durch den "Dead-pan-Stil" in seinen komischen Rollen bekannt wurde, hat darin dem österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ein ähnliches Angebot gemacht.
Auf Gusenbauer aufmerksam sei er bei einer UNO-Konferenz vergangenes Jahr in New York geworden, so Cleese, und Nachfragen bei seinem Schauspielerkollegen und ebenfalls begnadeten Schmähbruder vor dem Herrn, Arnold Schwarzenegger, haben ihn endgültig davon überzeugt, mit Gusenbauer einen kabarettistischen Rohdiamanten vor sich zu haben.
"Ich halte ihn für einen brillanten Komiker", anerkannte Cleese neidlos. "Allerdings kann er noch einiges an Timing und Pausieren lernen", fügte er hinzu. John Cleese, der sich die vollständige Sammlung von Gusenbauers Reden und Interviews der vergangenen 2 Jahre in englischer Übersetzung und auf Video zukommen hat lassen, will Gusenbauer dazu verhelfen, wirksamer in seinen Ansprachen zu werden.
"Soviel ich verstanden habe, hat Gusenbauer ein gewisses Imageproblem", erklärte Cleese. "Das ist sicherlich mit seiner Ambivalenz in seiner Dead-Pan-Technik in Zusammenhang. Die Leute wissen nicht genau, ob er's ernst meint oder nicht." Entweder mache man das Benny Hill-mässig, mit einem Augenzwinkern oder Mundwinkelverziehen um dem Publikum einen Hinweis auf den Schmäh zu geben, oder vollständig ohne die Miene zu verziehen, wie Cleese im richtigen Dead-Pan-Stil es zu tun pflege. "Aber so dazwischen, nicht Fisch nicht Fleisch, wie bei Gusenbauer, geht es nicht", so der Komiker.
Cleese garantiert Gusenbauer bei nur einwöchigem Training eine Verdopplung in den Beliebtheitswerten. "Schauen Sie nur, wie es bei Jörg Haider gewirkt hat. Dem hat ein Schüler von Michael Palin [ehemaliges Monty Python Mitglied, Anm. d. Red.] die richtige Technik beigebracht und prompt hatte er statt 5% fast 30% Stimmen."
Auf die Frage, wen er sich noch als Kandidaten vorstelle könne, antwortete Cleese ohne lange zu überlegen: "Wolfgang Schüssel". Der kommt dem grossen Buster Keaton sehr nahe. Der hat auch nie geredet und eine Miene verzogen." Cleese jedenfalls überlegt, die Komikergruppe Monty Python wieder auferstehen zu lassen, nicht zuletzt um der österreichischen Komikertruppe in der Regierung den letzten Schliff zu geben.
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