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26. März 2008 15:14
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Die Verwirrung in Österreich dürfte komplett sein. Nachdem die Regierung gestern präsentiert hat, dass eine Vermögenszuwachssteuer zur Sanierung des Gesundheitswesens eingeführt wird, hat der grössere Regierungspartner gejubelt, der kleinere klargestellt, dass das so fix auch wieder nicht sei. Na ja, grundsätzlich gehe ich davon aus, dass an der Entscheidung per se nicht zu rütteln sein wird allerdings viel an den Details der Steuer liegen wird, eine Vermögenszuwachssteuer muss ja nicht zwingend etwas Negatives sein. Positiv zu dieser Steuer fällt mir z.B. ein, dass man mit einem moderaten Steuersatz eine Endbesteuerung an der Quelle darstellt - frei nach dem Motto Staaten, die ein transparentes Steuersystem leben, das von der Mehrheit der Bürger akzeptiert und als fair eingestuft wird, brauchen ihre Bürger nicht auszuspionieren. Wie auch immer, ein Blick in die Bundesrepublik Deutschland zeigt jedenfalls, wie man eine Vermögenszuwachssteuer nicht machen sollte. Dort werden sämtliche Kapitalerträge ab 1.1.2009 mit bis zu rund 28% besteuert und es gibt keine Werbungskosten die in Abzug gebracht werden dürfen (z.B. Verwaltungsgebühren von Banken; Zinsen aus einem Lombardkredit, etc). Deutschland hat damit einen Weg gewählt, die private Altersvorsorge fast so unattraktiv zu machen, wie es die staatliche Altersvorsorge in Deutschland bereits ist.
Disclaimer: Minerva Investments ist ein VVG-konzessionierter Finanzdienstleister im Fürstentum Liechtenstein mit den Schwerpunkten investments, Zertifikate, strukturierte Produkte, Verbriefungen, Vermögensverwaltung, Online Trading, Aktien CFDs, Futures und CFDs, und unterliegt der Aufsicht der FMA Liechtenstein. Die Disclaimer-Logik kann unter http://www.minerva-investments.com nachgelesen werden. Im konkreten Fall trifft kein Disclaimer-Punkt zu. Weiters weisen wir Sie darauf hin, dass an dieser Stelle publizierte Kommentare weder eine Anlageberatung darstellt noch als solche verstanden werden kann. Anlageberatung erfordert eine individuelle Beurteilung Ihrer persönlichen Umstände
Andere Länder, andere Sitten
So besteuert z.B. Italien Vermögenszuwächse mit einer Flat Tax von 12,5% - ein Steuersatz, den ich persönlich durchaus unter die Kategorie „fair, transparent und akzeptiert“ einstufen würde. Einen anderen Weg geht Frankreich: Dort hat man das Problem erkannt, dass die Besteuerung von Vermögenszuwächsen die private Altersvorsorge abwürgen könnte und zwei Erleichterungen eingebaut. Erstens sind in Frankreich bis zu 20.000 Euro Vermögenszuwächse p.a. steuerfrei, wodurch die Mittelschicht nicht unnötig gequält wird, andererseits sind Vermögenszuwächse nach 8 Jahren Behaltefrist von der Steuer ausgenommen. Damit ist langfristiger Vermögensaufbau und insbesondere Altersvorsorge sinnvoll machbar. UK wiederum stellt die ersten 8800 GBP Gewinn steuerfrei und reduziert den Steuersatz je nach Behaltefrist um bis zu 40%.
Fazit
Es gibt in der EU mehrere Modelle der Vermögenszuwachssteuer die seitens der Politik in Österreich nun wohl detailliert angesehen werden. Manche sind geeignet, dem Wirtschaftstandort massiv zu schaden, andere wiederum sind durchaus als interessant zu bezeichnen. Der Schlüssel zur Akzeptanz der neuen Steuer wird meiner Meinung nach jedenfalls darin liegen, Freibeträge mit Steuerfreiheit für langfristigen Vermögensaufbau zu kombinieren. Wir werden die Diskussionen genau untersuchen und unter www.vermoegenszuwachssteuer.at eine Informationsplattform gestalten auf der Links zum Thema, Vergleiche der Problematik in anderen Ländern und Lösungsansätze zur Optimierung - z.B. über einen liechtensteinschen Spezialfonds mit steuerlicher Transparenz in Österreich - zu finden sein werden. Die Seite wird in ein paar Wochen online gehen.
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