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04. März 2008 12:17
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Das wirtschaftliche Aufholpotenzial von Russland ist groß. Im Jahr der Präsidentenwahlen in den USA und in Russland ist ein Vergleich zwischen den beiden Staaten angebracht. Der ehemals politische Wettbewerb zwischen den USA und Russland hat sich auf die wirtschaftliche Ebene verschoben.
In der Amtszeit von Putin hat sich der Wert des RTX versechsfacht. Der DOW hat während der Amtszeit von Bush nur einen Zuwachs von knapp 20 Prozent verzeichnen können.
Wladimir Putin wurde am 26. März 2000 mit 52% der Stimmen zum Präsidenten gewählt. Am 7. Mai 2000 kam es zur offiziellen Amtseinführung.
Die US-Präsidentschaftswahlen fanden am 7. November 2000 statt. Aufgrund von Unstimmigkeiten bei der Auszählung stand der Sieger noch nicht fest;
18. Dezember 2000: Bush wird als Präsident bestätigt. 20. Jänner 2001: Amtseinführung Bush.
Ein weiteres Indiz für das Wachstumspotenzial von Russland im Vergleich zu den USA ist der größere finanzielle Polster. „In Russland verfügt der Staat über ausreichend Kapital. In den USA drückt die Schuldenlast den Staat!“, sagt Martina Schweitzer, die Leiterin der Volkswirtschaftliche Analyse in der RLB NÖ-Wien.
Die USA liegen derzeit auf Platz 35 der höchst verschuldeten Staaten der Welt. Der neue Präsident der USA wird das Amt mit einem Schuldenberg im Ausmaß von knapp 9,2 Billionen USD antreten – d.h. rund 30.000 USD Staatsschulden entfallen auf jeden einzelnen der 300 Mio. US-Bürger.
In Russland sind Staatsschulden Geschichte. 2007 betrug der Staatsüberschuss 98,1 Mrd. USD und entspricht damit knapp 10% des BIP.
„Dieses Staatsplus stammt zu 49,3% aus den Erträgen von Öl und Gas“, so die RLB NÖ-Wien Analyse. Russland ist als wirtschaftlicher Rivale der USA durch die umfangreichen Ressourcen im Bereich Energie im Vorteil. Dass Wladimir Putin auch weiterhin ein bestimmender Machtfaktor in Russland sein wird, wie die meisten politischen Beobachter erwarten, wird für die Wirtschaft als stabilisierender Faktor gewertet.
Russland ist konsequent auf dem Weg sich innerhalb der Spielregeln der Marktwirtschaft einen immer größeren Einfluss in Europa zu sichern. Der wirtschaftliche Erfolg von Russland hat nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf den Kapitalmarkt.
Für uns lässt sich die weiterhin zu erwartende russische Erfolgsgeschichte am Russischen Stabilitätsfonds festmachen. Mit 127 Mrd. USD ist dieser seit 2003 bestehende Fonds dotiert und wird auf Sicht der nächsten Jahre – dank hoher Ölpreise – die Staatskasse weiter füllen.
Die Einnahmen stützen nicht nur das russische Pensionssystem, sondern werden auch für strategische Einkäufe verwendet. Damit hat Russland das Potenzial, zukünftig international auf Einkaufstour zu gehen.
Österreich profitiert aus dem internationalen Blickwinkel betrachtet von der Wirtschaftsdynamik in Russland. Der Erfolg österreichischer Unternehmen im osteuropäischen Markt ist Teil der Erfolgsgeschichte des Börsenplatzes Wien.
80% der ATX Unternehmen sind in Mittel- und Osteuropa tätig. Ob Raiffeisen International, OMV, ERSTE und Wienerberger – der Erfolg dieser Unternehmen ist auch eine Bestätigung für den wirtschaftlichen Aufholprozess Russlands.
Russland nach der Wahl - Russische Aktien ins Portfolio.
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