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JPMorgan Asset Management: 2008 – Achterbahnfahrt der Aktienmärkte?

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20. Dezember 2007 12:34

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Eben von JPMorgan Asset Management eingelangt:

"JPMorgan Asset Management: 2008 – Achterbahnfahrt der Aktienmärkte?
Was Anleger nach dem Krisenjahr 2007 erwartet

Wien, 20. Dezember 2008 – Nach einem bewegten Jahr an den weltweiten Anlagemärkten ziehen die Experten von JPMorgan Asset Management Bilanz: Die vielzitierte Kreditkrise machte im vergangenen Jahr vielen Finanzmärkten zu schaffen. Einige Märkte, Aktien und Fonds erlitten bedeutende Verluste. Die bonitätsschwachen Kreditmärkte brachen kräftig ein und an den Geldmärkten trocknete die Liquidität aus. „Nun scheint das Schlimmste überstanden zu sein – die Volatilität und Risikoindikatoren deuten auf eine Rückkehr in etwas ruhigere Gewässer hin“, fasst Berndt May, Österreich-Chef von JPMorgan Asset Management, den Marktausblick seines Hauses für 2008 kurz zusammen: „Wir glauben, dass sich durch die jüngste Zinssenkung der Fed die Gefahren für die Weltkonjunktur, die aus der Krise entstanden sind, auf Sicht der nächsten zwölf Monate reduziert haben“.
Nichtsdestotrotz haben die Erwartungen für die globale Wirtschaftsentwicklung und Gewinne im Spannungsfeld zwischen Wachstumsverlangsamung und Zinssenkungen ein mehrjähriges Tief erreicht und Anleger agieren mit gutem Grund risikoavers. „Investoren benötigen klare Zeichen und realistische Gewinnprognosen, die mit harten Fakten unterlegt sind – und die kann im Moment niemand liefern. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, wird Investitionen in Cash, „Value“-Titel und festverzinsliche Anleihen momentan bevorzugen, denn 2008 könnte gut und gerne eine Achterbahnfahrt an den Aktienmärkten werden“, so May.

Large Caps bleiben attraktiv
Gemessen an den Frühindikatoren schwächt sich die Wirtschaft in der Eurozone weiter ab. „Wir gehen von einer Verlangsamung der globalen Wirtschaftsaktivitäten weit ins Jahr 2008 hinein aus“, sagt May. Die attraktivsten Werte sind für ihn nach wie vor europäische, englische und US-Large Caps. „Gerade in turbulenten Börsezeiten muss man auf die Geschichte zurückblicken – und die historische Betrachtung der vergangenen 100 Jahre zeigt deutlich, dass sich ein langfristiges Aktieninvestment und die Reinvestition der Dividenden über einen längeren Zeitraum auszahlen“, betont May.

Chancen und Risiken 2008
Die globalen Strategen von JPMorgan Asset Management haben einige Themenfelder identifiziert, die für die Märkte in den nächsten zwölf Monaten von Bedeutung sein werden:

„Harte Landung“ des US-Marktes? – Angesichts des Tempos der geldpolitischen Expansion erschien noch im Herbst 2007 eine Rezession der US-Wirtschaft unwahrscheinlich. Jeder Rezession der US-Wirtschaft in den letzten 30 Jahren ging eine Gewinnrezession voraus, bei der die Bilanzen der Unternehmen ins Defizit rutschten. Bisher schienen sich die Unternehmensgewinne jedoch zu behaupten und US-Exporteure profitieren außerdem weiter vom schwachen Dollar. Mit Jahresende deuten allerdings einige wichtige Indikatoren auf eine Abschwächung der erwarteten Entwicklung hin: „Der US-Immobilienmarkt zeigt keine Anzeichen von Stabilisierung und trotz der Zinssenkungen durch die Fed bleibt die Nachfrage schwach. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend sich durch das kommende Jahr fortsetzt und noch ein Stück weit von seiner Talsohle entfernt ist“, so May. Außerdem sehen die JPMorgan Asset Management-Experten kaum Unterstützung von Unternehmensseite: Obwohl die Arbeitslosenrate nach Vorhersage der Fed weniger stark ansteigen wird als ursprünglich erwartet, antworten Unternehmen auf die Abschwächung des Wachstums und die engeren Fremdfinanzierungskonditionen mit gesteigerter Aggressivität in ihren Kosteneffizienzmaßnahmen, was wiederum das Konsumverhalten der Privaten dämpft. Im Lichte dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erwartet JPMorgan Asset Management eine Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums auf 1 bis 1,5% für 2008.

US-Dollar am Wendepunkt? – „2007 hat sich bekanntermaßen als sehr unerfreuliches Jahr für Jene erwiesen, die in Dollars investiert waren: Schließlich ist der Dollar in den ersten elf Monaten um 8% gefallen und hat im Dezember seinen historischen Tiefststand seit 1980 erreicht“, rekapituliert Berndt May. Einige Faktoren deuten darauf hin, dass nun die Talsohle angesteuert wird. Erstens haben Währungen global extreme Bewertungen erreicht: Während der US-Dollar auf seinem 27-Jahre-Tief steht, auch der Yen seinerseits knapp an einem 36-Jahre Tief kratzt, ist der Euro auf einem Höchststand. „Zweitens ist eine Neugewichtung der globalen Wirtschaft in vollem Gange, die drastische Folgen für das Ungleichgewicht haben kann, das derzeit über einigen Währungsmärkten schwebt. Das Leistungsbilanzdefizit der USA verengt sich momentan von unhaltbaren 6% des BIP auf überschaubarere 3% des BIP, was wiederum den Dollar unterstützen könnte“, erläutert May. Zuvor jedoch werden sich die wichtigsten Währungspaare parallel zu den Veränderungen des Zinssatzes entwickeln, was zu einer weiteren Abschwächung des US-Dollars führen könnte. „Es liegt im Bereich des Möglichen, dass wir uns an 2008 als das Jahr erinnern, in dem der Dollar auf seinen Tiefpunkt gefallen und schließlich wieder glorreich auferstanden ist“, so May.

Fed entschärft Strategie – Um der Verlangsamung des Wachstums entgegenzuwirken, wird die Fed im ersten Halbjahr 2008 eine deutliche Leitzinssenkung aussprechen, ist JPMorgan Asset Management überzeugt. „Da der Anleihenmarkt offensichtlich bereits eine mögliche Rezession einpreist, meinen einige Kommentatoren, die Fed sei ein wenig hinten nach“, erklärt May. Der Terminmarkt geht momentan von einem Leitzins von 3,25% für Ende 2008 aus. „Wenn die reale Inflation in Grenzen gehalten wird, sehen wir sogar eine weitere Senkung des Leitzinses im Bereich des Möglichen – parallel zu einer Abschwächung des Wachstums auf 1 bis 1,5% könnte die angemessene Reaktion der Fed eine weitere Senkung des Leitzinses auf 2 bis 3% sein“, schließt May.

Asien – Outperformance oder Absturz? – Trotz der Korrekturen gegen Jahresende hat Asien in 2007 spektakuläre Erträge gebracht. Die Wachstumsmotoren blieben China mit einer 74%igen Steigerung in den ersten elf Monaten in 2007 und Indien mit plus 44% im gleichen Zeitraum. „Das erwartete absolute Wachstum ist ebenfalls beeindruckend, aber die Bewertungen erscheinen momentan auf Basis der Kurs/Gewinn-Verhältnisse teuer – entscheidend wird jedoch sein, ob Chinas Inflationsdaten organisch kontrolliert werden können oder ob aufgrund der Überhitzung schmerzhafte Maßnahmen zur Zügelung des Wachstums notwendig werden“, so May. Ein weiterer Knackpunkt ist Japans Entwicklung als immer noch größte Wirtschaft Asiens: Werden sich die Erträge vom schwachen Herbst 2007 erholen oder wird die japanische Nachfrage nach asiatischen Waren und Dienstleistungen enttäuschen?

Volatilität steigt weiter – 2006 war der Volatilitätsindex VIX auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren gefallen, und 2007 ist die Volatilität wie prognostiziert wieder gestiegen – mit entsprechender Auswirkung auf die Finanzmärkte. „Wir halten es für unwahrscheinlich, dass 2008 das Ruder herumgerissen und die Volatilität verringert wird“, sagt May. Der erwartete Anstieg der Wachstums- und Inflationsvolatilität resultiert wahrscheinlich in einer parallel gesteigerten Volatilität auf den Finanzmärkten.

Anleihen weiterhin attraktiv – Die Aussicht auf eine weitere Verlangsamung des US- und globalen Wirtschaftswachstums in den kommenden Quartalen spricht für eine weiterhin anleihenfreundliche Atmosphäre. Nach Ansicht der JPMorgan Asset Management Experten entwickelt sich England zu einem der Best Performers am Anleihenmarkt. Die englische Wirtschaft bewegt sich auf eine deutliche Verlangsamung oder sogar auf eine Rezession zu, der Wohnungsmarkt beginnt seine Korrekturphase nach schwerwiegender Überbewertung und die Bank of England verfolgt eine restriktive Geldmarktpolitik. Gleichzeitig leidet der private Sektor unter einem massiven Cash Flow-Defizit und das Schuldenniveau der Privathaushalte erreicht bei 160% des verfügbaren Einkommens ein Allzeithoch – was im kommenden Jahr in einer unangenehmen Abkühlung des Konsumverhaltens resultieren wird. Dieses Umfeld macht England zu einem interessanten Hintergrund für Anleiheninvestoren. „Der einzige Unsicherheitsfaktor liegt in der Einschätzung der weiteren Strategie der Bank of England – wird sie die aggressivere Politik der Fed widerspiegeln? Eines ist klar: Die englische Nationalbank gilt auf jeden Fall als proaktiver als die EZB“, relativiert May."





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