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30. November 2007 13:29
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Das Hauptmerkmal des Filmes sind eindeutig die Schlachten gegen gigantische Gegnermassen. Hier macht das Spiel keinerlei Abstriche, so schlüpfen Sie auch hier in die Rolle des Kriegers Beowulf und jagen das menschenfressende Ungetüm "Grendel". Dazu reisen Sie mit Ihren zahlreichen Recken in das kalte und verregnete Dänemark, wo er am Hof von König Hrothgar schließlich auf das Monster trifft und einige Zeit später sogar nach dem Thron giert. Was der tapfere Held jedoch nicht ahnt, die von ihm gerade erst erworbene Herrschaft ist mit einem Fluch, bei welchem es sich um einen finsteren Pakt mit der Dämonenkönigin handelt, belegt ist. So ist es das Ziel den Monstern und Ungetümen in Dänemark Einhalt zu gebieten. Damit der tapfere Held seinem Schicksal nicht alleine gegenübersteht stehen ihm, wie bereits oben erwähnt, einige Recken zur Seite, welche sich durch Befehle und Gesänge lenken lassen. Letztere dienen als ganz besondere Abwechslung, so gilt es im vorgegebenen Rhythmus eine gewisse Tastenkombination einzutippen um zum Beispiel einen gigantischen Fels aus dem Weg zu räumen. Zum Einsatz kommen die beschrieben Kampfgesänge indes lediglich in bestimmten Situationen. Weiters stehen Ihnen während den Kämpfen moralsteigernde Kräfte zur Verfügung. Fernab der Moral der Recken scheint die KI eurer Gefolgsleute die Schwachstelle des Systems zu sein, wirken diese zeitweise sogar dümmlich und haben kaum eine Ahnung wie sie den Helden unterstützen sollen. Das Spiel gilt dann als verloren, wenn entweder keiner Ihrer Recken mehr am Leben ist oder Sie selbst frühzeitig das Zeitliche segnen. Diese Idee ist wirklich extrem fordernd, so müssen Sie etwa Ihre Recken vor dem Tod bewahren, während der Held selbst von gigantischen Ungetümen attackiert werden. Bei größeren Gegnermassen sowie weitläufigem Terrain kann sich dies hierbei oftmals als schwierig erweisen. Ein Faktor, der das Spiel ab und an frustrierend erscheinen lässt, ist der Wut-Modus, den Beowulf zeitweise aktivieren kann, sobald sich seine Lebenspunkte dem Ende zuneigen. Hierbei verschwimmt der Bildschirm blutrot und der Held entwickelt eine schier unvorstellbare Wut, welche er in brutalen Moves an seinen Gegnern auslässt. Klingt soweit ganz gut, einziger negativer Aspekt ist jedoch, dass Beowulf im Wut- Modus nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. So passiert es nicht selten, dass Sie den einen oder anderen Recken beim eigentlichen Versuch zu retten, töten. Da sich diese stets an Beowulfs Fersen heften ist das im Verlauf des Spiels keine Seltenheit. Aufgrund der Tatsache, dass der Protagonist nach der Beendigung des ‚Wut-Modus‘ erst einmal einige Sekunden kampfunfähig hin und her torkelt, wird dieser daraufhin ebenfalls oft getötet. Um den Schwierigkeitsgrad etwas zu senken, können Sie die gefallenen Kameraden nach der Schlacht wieder beleben, die Lebensanzeige des Helden füllt sich von alleine.
Um einen Gegensatz zum ‚Wut-Modus‘ zu schaffen, entschieden sich die Entwickler für den Heldenmodus, welcher bei getöteten Gegnern die Moral Ihrer Recken hebt. Ab einem bestimmten Niveau lassen sich dann moralfördernde Kräfte einsetzen, die den Protagonisten und ebenso seine Recken stärker machen. Am Ende einer jeden Mission werden für die Art und Weise wie Sie ihre Gegner erledigt haben, Punkte vergeben, die wiederum die Gesinnung des Helden bestimmen, welche letztendlich das Ende des Spiels bestimmen. Darüber hinaus können mit diesen Punkten die Fertigkeiten des Helden optimiert und ausgebaut werden. Zum Trotz der unerfahrenen Spieler, haben es die Entwickler nicht geschafft den Schwierigkeitsgrad auf einem gleich bleibenden Niveau zu halten. Zeitweise stören schier unmögliche Aufgaben gegen Endbosse, während der Kampf gegen Normalgegner ein wahres Kinderspiel ist.
Grafik und Sound
Die kleineren Mängel in Sachen Gameplay und Innovation macht der Titel ganz klar durch die überdurchschnittliche Technik wieder wett. So weiß die Grafik zumindest durch schöne Kampfanimationen und malerische Hintergründe zu überzeugen. Die Animationen der Hauptcharaktere fallen sehr geschmeidig und fließend aus, wodurch Charaktere und deren Gesichter weniger kantig und grob wirken. Diese Liebe zum Detail ist auch bei den Zwischen- und Endgegnern, den monströsen Widersachern, zu erkennen. Negativ zu vermerken wäre jedoch, dass sich sowohl Gegner als auch Recken erschütternd ähnlich sehen. Hier wäre deutlich mehr machbar gewesen. Die zahlreichen Texturen sind zwar oft eintönig gestaltet, sind jedoch trotzdem schön anzusehen. Das Thema Gewalt lässt sich in wenige Worte fassen. Die Schmerzensschreie der Gegner als auch die derben Blutspritzer sorgen für ein Erlebnis, welches sich knapp an der Schwelle des Vertretbaren bewegen. Musikalisch gibt sich der Titel keine Blöße, untermalt er die Stimmung des Spiels perfekt. Leider jedoch stechen diese epischen Klänge aufgrund des lauten Kampfgeschreis und zahlreiche Sprachsequenzen nicht immer so deutlich hervor, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Die deutschen Synchronsprecher bewegen sich ebenfalls auf hohem Niveau und verschaffen dem Spiel eine filmtypische Atmosphäre. Großes Lob kann abschließend den Soundeffekten ausgesprochen werden. Hier summen beispielsweise die Schwerter in der Luft, wenn damit ins Leere geschlagen wird.
Steuerung
In Sachen Steuerung wird ein erfahrener "God Of War"-Spieler mit Sicherheit keine Probleme haben, liegt dies vor allem an den vielen Parallelen zum griechischen Kriegsgott Kratos. Zwar wurde in diesem Bereich viel übernommen und kaum überarbeitet, jedoch geht die Steuerung trotzdem leicht von der Hand und bewegt Ihren Charakter exakt dorthin, wo Sie in gerade haben möchten. Die Quicktime-Events aus "God of War" sind ebenfalls mit von der Partie und helfen Ihnen, den Endbossen auf extrem brutale Weise den Gar auszumachen.
Zusammenfassung
Abschließend lässt sich sagen, dass die Umsetzung von Beowulf auf die heimische Konsole durchaus gelungen ist und die Spannung des Films gut widerspiegelt. Vor allem der epische Soundtrack sorgt für den einen oder anderen Gänsehauteffekt. Hinzuzufügen sei jedoch, dass der Titel ausschließlich für Erwachsene geeignet ist, die kein Problem damit haben, literweise Blut zu sehen.
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- | Games




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